Peiner Land, 3. März 1997
Martina Orwat übernimmt Kindergarten in Hohenhameln
Hohenhameln: Der Kindergarten in Hohenhameln hat eine neue Leiterin: Gestern wurde Gertrud Wulfes nach mehr als 25 Jahren in den Ruhestand verabschiedet und Martina Orwat als neue Leiterin in einem Einführungsgottesdienst in der evangelischen St.-Laurentius-Kirche durch Pastor Ernst Petscheleit begrüßt. Die neue "Chefin" über 141 Kinder in 6 Gruppen stammt aus Darmstadt und ist 45 Jahre alt. Wulfes hatte den Kindergarten bei seiner Einweihung 1971 übernommen; damals hatte ihn der Schulzweckverband gebaut, der dann in den Landkreis Peine überging. Seit 1976 gehört der Kindergarten der Gemeinde Hohenhameln, die evangelische Kirche hat die Trägerschaft. Etwa 15 bis 20 Kräfte sorgen für einen reibungslosen Tagesablauf der Jungen und Mädchen. Alle Gruppen verabschiedeten sich mit Vorführungen und Liedern von ihrer Leiterin Wulfes, in der vollbesetzten Kirche sagten Eltern und Kollegen den beiden Frauen "Auf Wiedersehen" und "Willkommen". Wulfes will ihrer Nachfolgerin in den kommenden Wochen noch mit Rat und Tat zur Seite stehen. "Von heute auf morgen kann ich da nicht aussteigen", sagte sie. Unser Foto zeigt (von links) Petscheleit, Kirchenvorsteherin Ute Decker, Wulfes, Orwat und Kirchenvorsteherin Ute Dobberstein.
de/Ralf Büchler

Wochenspiegel aus Juni 1997
Hochzeit im evangelischen Kindergarten Hohenhameln
Birthe Fritsche (5 Jahre) aus Clauen und Sebastian Wittur (5 Jahre) aus Hohenhameln, beide Ganztagskinder in der Igelgruppe, haben sich "rasend ineinander verliebt". Kann man sich unser Erstaunen vorstellen, als die zwei nachdrücklich verlangten: "Wir wollen heiraten. Und zwar richtig!" Wir waren verblüfft, aber Kinder haben das Recht, mit ihren Vorstellungen und Wünschen ernstgenommen zu werden.
Zunächst haben wir versucht, zu beschwichtigen: "Birthe, wir verstehen, daß du den Sebastian sehr gern hast und daß du ihn heiraten willst. So etwas will aber gut überlegt sein. Manchmal ist es nämlich so, daß Meinungsverschiedenheiten auftreten. Dann zankt man sich und dann will man gar nicht mehr miteinander verheiratet sein." Birthe war überzeugt: "Bei uns ist das anders. Wir zanken nicht! Wir wollen heiraten!"
Als sich nach wochenlanger Wartezeit nichts am Wunsch der Kinder änderte, wurde
"die Hochzeit vorbereitet". Alle Kinder wurden mit ins Spiel einbezogen. Sie nahmen alles sowieso viel selbstverständlicher als wir Erwachsenen. Blumenmädchen, Brauteltern, Pastor, Musikanten, Hochzeitsgäste, ... ganz wie im richtigen Leben. Jedes Kind suchte sich seine "Lieblingsrolle" aus.
Schön war, daß auch die Eltern mitspielten und mit viel Liebe und Engagement halfen, die Feier am Nachmittag auszurichten. Natürlich war auch da fast alles wie in Wirklichkeit. Ein Blumenmädchen trat der Braut zweimal auf die Schleppe, der Schleier fiel herunter, und die Braut war in Tränen aufgelöst. Sonst hat aber alles hervorragend geklappt.
Uns hat sehr gefreut, daß die beiden Familien der "Brautleute" sich näher kennengelernt haben. Kindergarten ist ja nicht nur ein Ort für Kinder, sondern auch Begegnungsstätte für die Eltern. Und es ist nicht immer ganz einfach, Anschluß zu finden, wenn man z. B. neu zugezogen ist. Wir wünschen uns auch
für die Zukunft. daß unsere Kinder sich vertrauensvoll mit ihren Anliegen an uns Erwachsene wenden und daß sie dann auf solch eine Elternschaft treffen wie in der Igelgruppe, die "Kindereien" nicht nur einfach belächelt, sondern sie ernst nimmt und sich einsetzt für die Kinder.
Unsere Kinder waren mit großem Einsatz bei der Sache. Vielleicht wird der eine oder andere sich später erinnern, zumal als Krönung gegen Ende der Feier unsere ehemalige Praktikantin, Andrea Linke, mit einem riesengroßen Puppenhaus auftauchte, um es den Kindern zum Geschenk zu machen.

Wochenspiegel vom 28. August 1997
Ev. Kindergarten Hohenhameln:
Dackel mit Arbeitshandschuhen
Seit längerem finden immer wieder Arbeitseinsätze unter Mithilfe der Eltern statt mit dem Ziel „Unser Kindergarten soll schöner werden".

In der Dackelgruppe aber wurden kürzlich die Kinder selbst aktiv. Es begann mit der Frage: „Wie stellt ihr Kinder euch euren Kindergarten vor?" Sie diskutierten, machten Pläne und beschlossen, eine Veranda mit Pergola direkt neben dem Gruppenraum zu bauen. Zunächst mußten Platten verlegt werden. Anja Hoffmann brachte sie auf ihrem Anhänger von zu Hause mit. „Wartet kurz, ich muß mir nur eine Jacke anziehen", sagte sie. „Dann geht es los." Doch als sie mit ihrer Jacke nach wenigen Minuten nach draußen kam, riefen die Kinder ihr entgegen: „Wir haben die Platten schon verlegt." „So nicht, Leute, das wird ordentlich gemacht." Für die Kleinen war es eine anstrengende Arbeit, die nicht an einem Tag getan werden konnte. Hendrik Fette und Steve Endorf brachten am nächsten Tag Arbeitshandschuhe ihrer Väter mit, die sie mit anderen Kindern teilten. Wie engagiert sie bei der Sache waren, zeigt folgende Begebenheit. Eine Platte hatte einen Sprung. Da sagten die Kinder: „Anja, du
mußt eine neue Platte holen, die kommt bei uns nicht hin." Und als alles fertig schien und die fleißigen Helfer auf der Veranda standen, hieß es: „Anja, du muß noch mal fahren und Platten holen. Kannst du uns sagen, wie unsere ganze Gruppe auf die kleine Veranda passen soll?" Also wurde erweitert.
Normalerweise kommen die Dackel und die Hasen aus der Nachbargruppe gut miteinander aus. Aber wer kann sich die Entrüstung der Dackel vorstellen, als nach getaner Arbeit die Hasen auch mal Platten verlegen wollten und dabei ausgerechnet die bereits verlegten Platten wegtrugen. Die Dackel mußten so noch einmal ans Werk. Diesmal bestand Tim Schauer aber auf Absperrung der Baustelle. Und dort wurde gehämmert, gebohrt, gesägt und gestrichen, bis auch die Pergola fertig war, für die Franz Klauenburg das Holz besorgt und zugeschnitten hatte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein Platz, der allen Kindergartenkindern offensteht, nicht nur den fleißigen Erbauern.

Gemeindebrief aus Oktober 1997
Neuer Elternbeirat im Evangelischen Kindergarten Hohenhameln gewählt
Viele Eltern erziehen heute ihre Kinder sehr bewußt. Und spätestens, wenn die Kleinen den Kindergarten besuchen, setzen sie sich mit Erziehungsstilen und kindgemäßer Förderung auseinander. Ganz groß geschrieben wird die Vorbereitung auf die Schule. Für die Kinder selbst ist das häufig alles viel einfacher:
Dominika Schweer: "Wenn man schon sooo groß ist wie ich, dann geht man in den Kindergarten." Anders Andreas Prester: "Da geht man hin zum Spielen, bevor man in die Schule kommt; wenn man noch klein ist. In der Schule lernt man Schreiben und Lesen." Erzieherin: "Lernt man denn im Kindergarten auch etwas?" Nick Barchewitz: "Na klar! Spielen und Lachen!"
Am 23.9.97 wurde unser neuer Elternbeirat gewählt: Frau Behrens, Frau Bertram, Frau Fritsche, Frau Funken, Frau Henniges, Frau Koch, Frau Kreth, Herr Krygier, Frau Schauer, Frau Schommler, Frau Stöter und Frau Zachow sorgen im nächsten Jahr gemeinsam mit dem Kindergartenteam dafür, daß die Kinder auch weiterhin Spielen und Lachen können.
Die erste Sitzung findet Montag, den 20.10.97, um 20.00 Uhr im Kindergarten statt. Dann sollen der/die Vorsitzende gewählt, weitere Termine festgelegt und Schwerpunktthemen gesucht werden. Sitzungsprotokolle finden interessierte Eltern jeweils am schwarzen Brett.
Das Kindergartenteam hofft auf eine vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem neuen Elternbeirat zum Wohle unserer Kinder.

Wochenspiegel aus November 1997
Wie Kinder uns verblüffen:
Erziehungsangebote und was die Phantasie der Kleinen daraus macht
Es ist ja bekannt, daß wir im Evangelischen Kindergarten Hohenhameln seit einiger Zeit mit Hilfe der Eltern unser Außengelände verschönern. Nun haben wir auch Unterstützung von Firmen erhalten. Der Leiter des Minimal-Marktes, Herr Ogoniak, überreichte un 600,- DM. Der Steinmetzbetrieb Aselmann, Bierbergen und die Firma Sewert, Hohenhameln, spendeten Kies. Horst Heineke aus Ohlum lieferte Klinker und Zement. Die Bokelmann-Dynastie, Herr Kreye und Herr Giesecke bauten damit für die Kinder einen „Pfad der Sinne" zum Erfühlen unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit.
Unser Ziel ist ja unter anderem, Originalität, Phantasie und Kreativität bei den Kindern zu fördern. Wir sind dann aber doch immer wieder erstaunt, wie einfallsreich Kinder sein können. Anstatt den „Pfad der Sinne" entlang zu laufen, wie wir es uns vorgestellt hatten, holten unsere Kinder 20 Eimer, füllten sie mit den vorhandenen Sinnesmaterialien, gründeten eine Baustoffhandlung und boten vorübergehenden Passanten ihre Produkte zum Verkauf an. Zum Glück waren die Verkaufsverhandlungen nicht sehr erfolgreich, und die Materialien liegen jetzt wieder alle an ihrem Platz.
So konnten wir erneut sehen, daß Sandkasten, Klettergerät und betonierter Hof wirklich nicht als Angebote ausreichen, wenn es um sinnvolles Spielen geht; der entscheidende Faktor aber ist immer wieder die Phantasie der
Kinder selbst. Inzwischen hat Herr Fritsche aus Clauen mit den Ganztagskindern noch eine Wasserstelle gebaut.
Die Firma Westphal hat für ein massives Spielhaus die Holzarbeiten übernommen, und die Firma Dornbusch deckt das Dach. Gemeinsamer Kommentar dazu von Corinna Westphal und Jonas Dornbusch: „Papa find' ich gut!" Vom Gartenbaubetrieb Wagner kamen Holzstämme und Findlinge, und der Bauhof der Gemeinde Hohenhameln schenkte uns ein paar neue Bänke.
Wir sagen allen Helfern und Spendern ganz herzlichen Dank und freuen uns, wie die Kinder die neu vorhandenen Möglichkeiten nutzen.

Die Spatzengruppe testet, ob der „Pfad der Sinne" nicht kleinzukriegen ist.

Wochenspiegel aus Dezember 1997
Evangelischer Kindergarten Hohenhameln:
Woran erkennt man den „richtigen" Nikolaus?
In der Vorweihnachtszeit gehen Kindergartengruppen ins Altersheim, zum DRK oder zum Altennachmittag, um ein bißchen Freude für andere Menschen zu verbreiten. Ein ganz wichtiges Fest für die Kleinen selber aber ist die Nikolausfeier. Am Samstag, dem 6. Dezember, war unser Kindergarten ja geschlossen. Deshalb konnte der Nikolaus uns also erst am Montag einen Besuch abstatten. Es lief zunächst auch alles wie geplant. Der Nikolaus ging durch die Gruppen, ließ sich Gedichte aufsagen und Lieder vorsingen und beschenkte die Kinder. Alle Kinder zeigten sich selbstverständlich von ihrer besten Seite. Bis auf eines! Wie war unser Nikolaus überrascht, als er in eine Gruppe kam und dort einen Jungen mit Nikolausmütze vorfand, der ihm entgegentrötete: "Der Nikolaus bin ich!" Unser Nikolaus reagierte schnell: "Komm mal her", sagte er zu dem Jungen. Und zu den Kindern: „Kinder, woran erkennt man den Nikolaus?" Nun wurden Vergleiche gezogen. Die rote Mütze stimmte zwar, aber Mantel und Bart fehlten. "Die habe ich zu Hause", behauptete der Junge fest. Der Nikolaus antwortete freundlich: "Du bist trotzdem nicht der richtige Nikolaus! Mein Bart ist nämlich echt. Du darfst mal dran ziehen! Ein bißchen mußt du noch wachsen, und wenn DU dann einen richtigen Bart hast, dann kannst DU der Nikolaus sein!".

Wochenspiegel aus Februar 1998
Evangelischer Kindergarten Hohenhameln:
Unheimlicher Besuch in der Sonnenkäfergruppe
Drei starke Männer waren nötig, um das Ungeheuer in den Gruppenraum der Sonnenkäfer zu schaffen. Da steht es nun, aus Holz gebaut, 3 Meter lang und 1 Meter hoch - „Dino", der Saurier, unser neuer Freund, der zu uns zu Besuch gekommen ist. Die Kinder müssen sich schon sehr anstrengen, um auf ihn zu klettern. Aber „Dino" ist geduldig und deshalb bei den Kleinen sehr beliebt. Schließlich haben sie ja auch viel Arbeit hineingesteckt. Den Hals aus Draht und Gipsbinden hat „Dino" erst im Kindergarten bekommen. Er wurde mit grüner Farbe bemalt und anschließend mit einem Halstuch bekleidet, so daß er nicht friert. Inzwischen sind ihm noch drei grüne Haare aus Pfeifenputzern gewachsen. Damit gewinnt er jeden Schönheitswettbewerb. In seiner Futterkrippe liegen rohe Linsen, die gleichzeitig als Tastmaterial für die Kinder gedacht sind. Sie hatten sich als Fressen ursprünglich „Knochen aus Würstchen” für den Dinosaurier gewünscht. Damit „Dino" sich heimisch fühlt, wird auch die ganze Umgebung in ein Saurierland verwandelt. Leider bleibt „Dino" nicht für immer bei uns. Er wird nach dem Ende der Besuchszeit wieder nach Harber zurückkehren, wohin er gehört.

Wochenspiegel aus März 1998
„Psycho” im evangelischen Kindergarten Hohenhameln
Kennen Sie schon das neueste Gerücht? „Im evangelischen Kindergarten gibt es eine 'Psychogruppe'. Da sind alle drin, die einen Knacks haben."
Woran denken Sie bei „Psycho"? An jemand unter der Dusche, während ein irrer Mörder mit großem Messer hinter dem Duschvorhang lauert, wie in dem gleichnamigen berühmten Film von Alfred Hitchcock? Falls ja, müssen wir Sie enttäuschen. Und, um das Gerücht ein für allemal aus der Welt zu schaffen, es gibt in unserem Kindergarten nicht eine „Psycho-", sondern sogar zwei Psychomotorikgruppen mit jeweils 6 bis 8 Kindern. Die Kinder und Erzieherinnen, die dort zusammenkommen, haben auch keinen „Knacks", sondern sind ganz normal.
Psychomotorik bedeutet: Es gibt eine enge Verbindung zwischen Psyche (seelische Vorgänge) und Motorik (körperliche Bewegung).
In den letzten Jahren ist immer häufiger die Rede davon, daß bereits Kindergartenkinder an Übergewicht leiden und Haltungsschäden oder sogar Herz-Kreislauf-Probleme haben. Kinder, die sich nicht gut bewegen können, ängstlich sind oder nicht so schnell wie andere, werden häufig zu Außenseitern. Bewegung beeinflußt die Gesamtpersönlichkeitsentwicklung positiv. Das gilt um so mehr, je jünger das Kind ist. Deshalb „verreisen" wir in unseren Psychomotorikgruppen, wenn wir im Turnraum sind.
Vor kurzem wollten einige Kinder zum Mond fliegen. Da haben wir zunächst eine Astronautenausbildung absolviert. Dazu gehörte Hüpfen, auf einem Bein stehen, rückwärts und seitwärts gehen, eben alles, was man auf dem Mond so braucht. Gut vorbereitet haben wir dann einen Raumanzug angezogen und sind auf dem Schwebebalken zum Mond gebraust. Unterwegs waren Gefahren wie Nebel (Folie), Sturm (Fön), Meteoritenhagel (Tennisbälle) und schwarze Löcher (der Staubsauger verschluckt alles) zu überwinden. Der Mondmann sprach kein Deutsch, führte uns aber zum Schwungtuch, dem Mondsee. Dort spielten wir mit den Mondfischen (Luftballons). Vom Mondberg, der Kletterwand, rutschten wir über ein großes Tuch geradewegs zurück auf die Erde und landeten wieder im Turnraum.
Wir leben nicht hinter dem Mond! Wir verreisen höchstens in unserer Phantasie dahin. Schließlich wissen wir genau, was Kindern Spaß macht und wie sie am besten lernen.
Frederic B. drückt das so aus. „Wir gehen in den Turnraum, weil das ist gut für die Knochen und für die Muskeln und für alles und so." Da wär's doch wünschenswert, wenn alle die „Psychogruppe" besuchen könnten, oder nicht?
Lagebesprechung:
Wie kommen wir zurück
zur Erde?

Wochenspiegel aus September 1998
Evangelischer Kindergarten Hohenhameln:
Spatzen wollen hoch hinaus
In unserem sechsgruppigen Kindergarten steht in jedem Gruppenraum eine Hochebene aus Holz, die den Kindern als zusätzliche Spielfläche dient. Nun sind diese Ebenen aber nicht sehr groß. Höchstens vier Kinder können dort gleichzeitig spielen. Und in einer Gruppe von fünfundzwanzig munteren Geistern ist das fur den kindlichen Unternehmungs- und Bewegungsdrang einfach zu wenig. Deshalb freuten wir Erzieherinnen uns, als der Adenstedter Kindergarten seine alte Hochebene günstig zum Verkauf anbot. Herr von Wagner half mit beim Transport, und Herr Moderow (Paulas Opa) und Herr Siemt stellten in stundenlanger Arbeit aus zwei Ebenen eine her. Jetzt ist die Spielfläche mehr als doppelt so groß und wird von den Kindern in der Spatzengruppe fleißig genutzt. Der Holzfußboden müßte noch mit Teppich ausgelegt werden, um die Lautstärke im Raum zu reduzieren. Aber auch so: „Schöööön...!", ist das einhellige Urteil der Kinder.
Frau von Holtz hilft bei der Gestaltung der Vorhänge. Wenn diese erst alle fertig sind, die Hängematte befestigt ist und eine Lichterkette in der dunkleren Jahreszeit schummriges Licht verbreitet, dann wird in der Spatzengruppe eine Hochebene stehen, wie wir sie uns auch für alle anderen Räume wünschten.

Wochenspiegel aus Oktober 1998
Kinder an die Macht!
Bürgermeister mußte seinen Sessel räumen
Zusammen mit ihrer Betreuerin Andrea Weidehaus sowie mit Unterstützung von Markus, Nick und Nadine erkundigte sich die neunjährige Judith am vergangenen Mittwoch bei Bürgermeister Rolf Kreye nach den Realisierungschancen ihrer Vorschläge.
In der letzten Wochenspiegelausgabe hatte Judith bekanntlich die Hohenhamelner Politiker gebeten, eine Buchhandlung zu bauen, mehr Papierkörbe aufzustellen und einen CD-Laden mit vielen „Starpostern" in Hohenhameln anzusiedeln.
Bei Cola und Keksen versuchte dann die Nachmittagsgruppe des ev. Kindergartens Hohenhameln den Bürgermeister eindringlich davon zu überzeugen, daß die zuvor genannten Verbesserungsvorschläge möglichst umgehend in die Tat umgesetzt werden sollten. Während die Aufstellung von zusätzlichen Papierkörben noch relativ schnell zugesagt werden konnte, war der Bau einer Buchhandlung bzw. eines CD-Ladens mit „Starpostern" schon etwas kniffliger.
Mit Begriffen wie Haushaltskonsolidierung und Budgetierung ließen sich die künftigen „Jungpolitiker" selbstverständlich nicht abspeisen. Auch mit zusätzlichen Cola- und Keksangeboten ließen sich Judith und ihre Freunde nicht von ihren Forderungen abbringen.
Erst als der Bürgermeister ihnen versprach, ihren „Forderungskatalog" dem Gemeinderat vorzulegen, waren sie bereit, den zwischenzeitlich eroberten Schreibtisch bzw. Bürgermeistersessel wieder zu räumen.
Echt cool diese neue „Politikergeneration", oder?

Gemeindebrief aus März 1999
Zwei "alte Hasen" gehen in Rente
In unserem evangelischen Kindergarten dreht sich wieder das Personalkarussell. Nach über siebenundzwanzigjähriger Tätigkeit scheiden zwei Mitarbeiterinnen der Hasengruppe aus.
Frau Karla Wittenberg war als Erziehungshelferin zunächst ganztags und später im Rahmen eines Teilzeitvertrages in unterschiedlichen Gruppen beschäftigt. Auf eigenen Wunsch hat sie ihr Arbeitsverhältnis beendet und den Kirchenvorstand um einen Auflösungsvertrag gebeten. Seit dem 1. März dieses Jahres ist sie nun Rentnerin, ein Schritt, der ihr sicherlich nicht leicht gefallen ist. Wir wünschen ihr für die Zukunft alles Gute und einen nach vorn gerichteten Blick, der neue Ziele ins Auge fassen kann. Zur Erinnerung an die langjährige Tätigkeit haben Herr Pastor Schweda, Kinder und die Elternvertreterin der Hasengruppe, Frau Armgardt, ihr einen Besuch abgestattet und ein Abschiedsgeschenk überreicht.

Frau Frauke Siemt, Erzieherin und stellvertretende Kindergartenleiterin, geht zum 1. April in Rente. Auch sie war von Anfang an dabei und hat viele Höhen und Tiefen miterlebt. Frau Siemt hat ihre Arbeit stets sehr engagiert und pflichtbewußt verrichtet. Sie freut sich auf ihren Ruhestand und hat keine Angst vor Langeweile. Ihre beiden Nachfolgerinnen, Frau Reifenrath und Frau Weidehaus, hat sie selbst eingearbeitet.
Frauke Siemt (1972)
Auf diese Weise verläuft die Gruppenübergabe reibungslos, und die Kinder werden gut auf den Wechsel vorbereitet. Am Freitag, den 19. März, findet die offizielle Verabschiedung um 12.00 Uhr in Anwesenheit von Herrn Pastor Schweda statt. Das Kindergartenteam bedauert den Weggang von Frauke Siemt. Sie wird uns sehr fehlen.
Weil ja nun gleich zwei Mitarbeiterinnen ausscheiden, haben sich die Kinder mit dem Thema "Rente" auseinandergesetzt. "Was ist Rente?" war die große Frage in der Gruppe. Die kindliche Schlußfolgerung nach ausführlichen Erklärungen: "Aha, Rente ist also, wenn man gar nichts mehr tut!" Ob das wohl stimmt?

Wochenspiegel vom 20. Mai 1999
Hohenhamelner Kindergarten in neuen Räumlichkeiten
Abschlußgutachten soll Aufschluß über eventuelle Belastungen geben

Der Regionalleiter der Firma MBM Mietsysteme, Manuel Stöcker,
Pastor Hans Schweda und Bürgermeister Rolf Kreye erfreuten die Kindergartenkinder anläßlich des Einzuges in die neuen „Raumtainer" mit Überraschungseiern.
Seit vergangener Woche haben Kinder und Betreuer des Hohenhamelner Kindergartens ihr neues Domizil in den sogenannten „Raumtainern" gegenüber des bisherigen Kindergartengebäudes am Dehnenweg bezogen. Die Errichtung des „Ubergangskindergartens" wurde vorsorglich einvernehmlich von der politischen Gemeinde und der Kirchengemeinde beschlossen, da evtl. Raumluftbelastungen im Altgebäude nicht ausgeschlossen werden können.
Nach Auswertung verschiedener Raumluftuntersuchungen in den nächsten Wochen werden die Verantwortlichen dann über geeignete Sanierungsmaßnahmen zu befinden haben. In der Zwischenzeit haben sich sowohl die Kinder als auch die Betreuer in dem immerhin ca. 450 000,- DM teuren „Provisorium" hervorragend eingelebt, so Kindergartenleiterin Martina Orwat.
Von den großzügigen und kindergerechten Räumlichkeiten konnten sich auch Pastor Hans Schweda und Bürgermeister Rolf Kreye anläßlich des Umzuges am vergangenen Dienstag überzeugen. Beide bedankten sich übereinstimmend bei den Eltern, Erziehern, den zahlreichen am Umzug beteiligten Firmen und Behörden sowie den Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofes, die gemeinsam dazu beitrugen, daß der „Übergangskindergarten" in Rekordzeit bezogen werden konnte.

Wochenspiegel aus März 2000
Hohenhamelner Kindertagesstätte:
Warum darf Amine keine Würstchen essen?

Im Gesprächskreis der Sonnenkäfer in der Hohenhamelner Kindertagesstätte stellten die Kleinen erstaunt fest, dass nicht jedes Kind Weihnachten feiert, z. B. bei Religionszugehörigkeit zum Islam.
"Und warum darf Amine keine Würstchen essen?", war eine weitere Frage, welche die Kinder beschäftigte.
Daraufhin baten Frau Arlts und Frau Halemeyer, die beiden Gruppenerzieherinnen, Amines Mutter, Frau Harmankaya, um Mithilfe bei der Beantwortung entstandener Fragen.
Viermal donnerstags beschäftigte sich die Gruppe in der Folge mit Unterschieden
zwischen Christen und Moslems. Es wurde gesungen, gebacken, gekocht, ein türkisches Fingerspiel gelernt und über fremde Sitten und Gebräuche gesprochen.
Das Projekt kam bei den Kindern so gut an, dass die Reise in ferne Länder weitergehen soll. Bei Frau Harmankaya bedanken wir uns herzlich für ihren Einsatz und die lebendige Vermittlung ihrer Kultur.

Wochenspiegel aus März 2000
Ev. Kindertagesstätte Hohenhameln:
Zeugnis im Kindergarten?
Das kann ja wohl nicht sein, wird sich so mancher Leser denken. Irrtum! In der Tigerentengruppe ereignete sich folgende Geschichte:
Marc hat einen großen Bruder. Dieser bekam vor einiger Zeit in der Grundschule ein Zeugnis. Daraufhin löcherte Marc
die beiden Gruppenerzieherinnen Petra Fette und Elisabeth Schröder immer wieder derart intensiv, ihm doch auch ein Zeugnis zu schreiben, dass den beiden nichts anderes übrig blieb, als in einer „Zeugniskonferenz" die Noten für unterschiedliche Bereiche festzulegen.
Natürlich wurden die Beurteilungen in kindgemäße Sätze gefasst, so dass Marc auch verstehen konnte, warum die beiden ihm gerade diese Noten gaben. Genaueres dürfen wir aus „Datenschutzgründen" nicht berichten. Aber auf dem Foto sieht man, wie gespannt Marc Frau Fette bei der Zensurenbesprechung lauscht. Alle Achtung für eine solch beharrliche kleine Persönlichkeit!
Hoffentlich kommen nicht noch andere Kinder auf Marcs Idee, meinten die beiden Mitarbeiterinnen. Individuelle Erziehung ist in unserer Einrichtung ja an der Tagesordnung, aber in so viel zusätzliche Arbeit sollte sie nun doch nicht ausarten.
Neue Peiner Woche vom 9. April 2000
Mütter müssen auch mal konsequent bleiben:
Im Schlafanzug in den Kindergarten
HOHENHAMELN (pew). Konsequentes Verhalten gehört zu [den] wichtigsten Bestandteilen der Erziehung, dies wissen Eltern und pädagogische Fachkräfte gleichermaßen. Hierzu kann unter Umständen auch eine ungewöhnliche und kreative Methode zählen, wie sie kürzlich in der evangelischen Kindertagesstätte Hohenhameln umgesetzt worden ist:
Eine Kindergartenmutter war es leid, ständig als Antreiberin hinter ihrem Kind zu stehen - eine Situation, die nahezu alle Eltern aus eigener, leidvoller Erfahrung kennen: Während sie in Eile sind, um bereits früh morgens alles zu organisieren, hat der Sprössling jede Zeit der Welt und lässt sich auch durch Bitten, Ermahnen, Schimpfen oder Drohen nicht aus der Ruhe bringen. Besagte Mutter mahnte schließlich: „Wenn du dich nicht ein bisschen beeilst, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als dich im Schlafanzug zum Kindergarten zu bringen." Da ihr klar war, dass diese Drohung eventuell in die Tat umgesetzt werden müsste, wurde das Vorhaben mit der zuständigen Erzieherin im Vorfeld erörtert.
Als es am nächsten Tag das gleiche „Spiel" gab, warnte die Mutter frühzeitig ihren Filius: „Pass auf, ich nehme dich so mit wie du bist!" Vorsorglich packte sie unterdessen die Tasche des Kleinen mit der notwendigen Kleidung und der Zahnbürste. Das Entsetzen beim Sohnemann war groß, als die Mutter ihn zum verabredeten Zeitpunkt schnappte: „Ich hätte nie gedacht, dass du so gemein sein kannst", schluchzte er und bekam zur Antwort: „Versprechen muss man halten, darauf bestehst du selber auch. Jetzt musst du da durch."
Im Kindergarten geleitete die Erzieherin den Jungen ins Dienstzimmer, wo er sich in Ruhe umkleiden konnte, damit es niemand merkte. Dennoch hatte die Maßnahme Erfolg, sei der Junge doch beim Anziehen schneller geworden, glaubt die Mutter, wenn sie ihn vor die Wahl stelle. „Das Wort 'Schlafanzug' mag er allerdings derzeit nicht mehr hören."
Mittlerweile gibt es auch Anfragen anderer Mütter, ob nicht auch bei ihrem Kind diese Methode einmal ...

HAZ, Ausgabe vom ?
Der neue Kindergarten ist bis unters Dach belegt
Rat Hohenhameln beschließt Bauplan / 31 000 Mehrkosten für Zusatzausstattung

Eine Blick vom „Pfannteich" auf den Kindergarten. Hinter der linken Glastür liegt einer von insgesamt sechs Gruppenräumen. Repro: HAZ
Hohenhameln (sis). Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Hohenhameln in seiner Sitzung den Bauplan für den Kindergarten auf den Weg gebracht. Für rund 30.000 Mark zusätzlich soll die 2,5 Millionen Mark teure Einrichtung „Am Pfannteich" ausgestattet werden. Unter anderem soll der Dachboden auf einer Fläche von 90 Quadratmetern als Abstellraum genutzt werden können.
Etwa 25.000 Mark zusätzlich sind für den Dachboden veranschlagt. Spiel- und Bastelsachen sollen dort gelagert werden. Außer sechs Gruppenräumen verfügt der Kindergarten über zwei Mehrzweckräume, einen Therapieraum, eine Küche und Abstellräume. Für 4.000 Mark sollen in den Abstellräumen der Gruppen zusätzliche Regale montiert werden. Als Sonnenschutz für die Sandkästen sollen Schirme gekauft werden. Farbstreifen im Linolboden für 2.000 Mark sollen den 150 Mädchen und Jungen die Orientierung erleichtern.
Bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung beauftragte der Rat den Architekten, den Baugrund zu untersuchen. Etwaige Höhenunterschiede zwischen Gebäude und Straßenbord könnten bei starken Regenfällen Wasserschäden zur Folge haben, befürchteten einige CDU-Ratsherren. Die Untersuchung soll klären, ob die Bodenplatte des Baus in der leicht abschüssigen Straße um einige Zentimeter erhöht werden müsse.
„Die Baugrunduntersuchung muss positiv sein und die Höhen müssen passen, dann können wir loslegen", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Cord Lauenstein.
SPD-Fraktionschef Dieter Girnth sah am Standort „keine Probleme durch Wasser". Selbst bei Sturzregen rage seiner Meinung nach der Kindergarten weit genug aus der Fläche heraus, die Straßenkante und ein geplanter Wall böten ausreichenden Schutz, betonte er. Mit dem zusätzlichen Stauraum auf dem Dach des Kindergartens sei die Einrichtung nun noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder vorbereitet. „Wir müssen zusehen, dass wir in die Strümpfe kommen", sagte Girnth zum Zeitplan für die geplante Fertigstellung bis zum Herbst. Ratsfrau Petra Moderow (Grüne) befürwortete das Konzept. „Wir hatten zwar eine Fläche bei der Grundschule bevorzugt, doch dort würde der Platz für das Erweitern der Schule fehlen", sagt sie. Der Standort sei „glücklich gewählt, er liegt zentral und die Kinder haben viel Außengelände."
Bis in der nächsten Woche möchte Bürgermeister Rolf Kreye den Grundstückskaufs besiegelt haben. Anschließend könnte beim Landkreis Peine der Bauantrag gestellt werden. Die Zeit drängt. Zunächst bis Oktober sind die Wohncontainer des Behelfs-Kindergartens im Dehnenweg angemietet, dann sollte das neue Zuhause bezogen werden. „Jeder weitere Monat kostet die Gemeinde zusätzlich 18 000 Mark", sagt der Bürgermeister.

Wochenspiegel aus April 2000
Der Startschuss ist gefallen
Mit den Erdarbeiten am neuen Kindergartengebäude wurde begonnen
Anfang dieser Woche
fiel endlich der Startschuss für den Kindergartenneubau im Kernort.
Termingerecht wurden die Erdarbeiten vom ortsansässigen Unternehmen Sewert ausgeführt, so dass die Grundsteinlegung voraussichtlich in der 19. Kalenderwoche erfolgen wird.
Entsprechend dem vereinbarten Bauzeitenplan werden sich die unumgänglichen „Baunebengeräusche" voraussichtlich Ende September d. J. in wohlklingendes „Kinderlachen" wandeln.

Wochenspiegel vom 25. Mai 2000
Grundstein für Hohenhamelner Kindergartenneubau ist gelegt
Einweihung des 6-Gruppen-Kindergartens ist für September geplant
Foto: HAZ
Am vergangenen Donnerstag war es endlich soweit: In Gegenwart der stellv. Landrätin Rosemarie Leunig, den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses, Pastor Hans Schweda, Kindergartenleiterin Martina Orwat und dem Geschäftsführer der GkI Hohenhameln, Manfred Kotter, mauerte Hohenhamelns Bürgermeister Rolf Kreye eine Metallkapsel in das Mauerwerk des neuen Kindergartens ein.
Diese enthielt neben den aktuellen Tageszeitungen, der jüngsten Ausgabe des Wochenspiegels und Grundrisszeich-
nungen des Kindergarten teils auch die letzten DM-Münzen. Auf Geldscheine - es wären immerhin
1.885,-- DM gewesen -, so der Bürgermeister, habe er aus Kostengründen und um niemanden in Versuchung zu führen, verzichtet.
In seiner Ansprache dankte der Bürgermeister besonders der stellv. Landrätin für den in Aussicht gestellten Zuschuss in Höhe von immerhin 750.000,— DM. Auch bei Planern, Architekt, Handwerkern und dem Geschäftsführer der Gesellschaft für kommunale Infrastruktur, Herrn Manfred Kotter, bedankte er sich für die konstruktive und gute Zusammenarbeit.
GkI-Geschäftsführer Manfred Kotter versprach dann auch weiterhin termingerechte und zügige Arbeit im vorgegebenen Kosten- und Zeitplan abzuliefern, damit die Einweihung termingerecht im September erfolgen kann.
Auch Pastor Schweda für die Ev.-luth. Kirchengemeinde und Kindergartenleiterin Martina Orwat dankten den Vertretern der politischen Gemeinde für die außergewöhnlich schnelle Umsetzung der Baumaßnahme und wiesen besonders auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Kirchenvorstand, Architekt und Kindergartenleitung hin.

Neue Peiner Woche vom 18. Juni 2000
Neue Kommunale Gesellschaft plant und hat die Bauleitung:
Kindertagesstätte soll in Rekordzeit fertig werden
HOHENHAMELN (sv). Vor vier Wochen war die Grundsteinlegung - und schon jetzt lud die Gemeinde Hohenhameln zum Richtfest der Kindertagesstätte „Am Pfannteich" ein. „Eine Rekordzeit", lobte Bürgermeister Rolf Kreye, der im Vorfeld nicht ganz daran geglaubt hatte, dass es mit dem Bau so schnell vorangehen würde. Im Herbst ist der Einzug der rund 150 Kinder in den sechszügigen Kindergarten geplant. Die Trägerschaft übernimmt die evangelisch-lutherische Kirche.
Landrat Franz Einhaus betonte, dass der Zuschuss in Höhe von 750.000 Mark erforderlich war, da die Unterbringung der Kinde in Hohenhameln auf Dauer kein Zustand sei (der alte Kindergarten ist mit Schimmelpilzen befallen, die Kinder sind in Raumtainern untergebracht). Auch er war überrascht, wie schnell der Rohbau fertiggestellt wurde. Einhaus: „Ganz so schnell können wir das Geld nicht lockermachen." Der Zuschus werde in nächster Zeit in Teilbeträgen gezahlt.
Beauftragt mit der Planung und Bauleitung ist die Gesellschaft für kommunale Infrastruktur (gki), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Gemeinde Hohenhameln. „Die Gesellschaft wurde erst im Januar dieses Jahres gegründet", schilderte Geschaftsführer Manfred Kotter. Der Bau der Kindertagesstätte sei eine Art Modellprojekt. Ein Auftakt, denn die Firma will in der Zukunft noch weitere Dienstleistungen im Auftrag der Gemeinde erledigen. „Das Ziel ist es, kostengünstiger als bisher zu arbeiten", so Bürgermeister Kreye.
Eigene Mitarbeiter hat die Gesellschaft nicht. „Wir bedienen uns der Mitarbeiter der Wohnbau Sehnde GmbH", erklärte Kotter. Das sei einfacher und kostengünstiger. Auch die Räumlichkeiten der Wohnbau Sehnde werden genutzt. Kotter: So brauchen wir kein eigenes Büro zu unterhalten."
Vertreter der Gemeinde Hohenhamein, der Kirche und des Landkreises Peine feierten gemeinsam mit Zimmermannsleuten der Firma Georges Holzbau das Richtfest der Kindertagesstätte „Am Pfannteich". Foto: H. Severin

Wochenspiegel vom 12. Oktober 2000
Kindergarten "Am Pfannteich" hat Betrieb aufgenommen
Umzug vom „Raumtainer-Provisorium" klappte hervorragend
Wie am Schnürchen klappte nach generalstabsmäßiger Planung der Umzug aus dem „Provisorium" in die neuen Räumlichkeiten.

Nach wochenlangen Vorbereitungen hatten Kindergartenleiterin Martina Orwat und ihre Vertreterin Petra Fette alles bis ins Kleinste geplant. Unter Mitwirkung zahlreicher Eltern, Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofes sowie einer Fachfirma blieb das von einigen befürchtete „Umzugschaos" gottlob aus. Selbstverständlich war allen Akteuren am vergangenen Donnerstag eine gewisse Hektik anzumerken, aber aufgrund der guten Vorbereitungen kam es zu
keinerlei nennenswerten Störungen.
Übereinstimmend dankten dann nach getaner Arbeit Frau Orwat und Frau Fette allen Helfern für ihre tatkräftige Mitwirkung. Das dickste Lob galt jedoch den fleißigen Mitbürgern Ehrenfried Moderow, Kurt Schommler und Fritz Siemt. In Rekordzeit schafften sie es, ehrenamtlich und somit kostenlos die zahlreichen sogenannten 2. Spielebenen im Provisorium abzubauen und in den neuen Räumlichkeiten wieder zusammenzusetzen.
Somit stand der planmäßigen Inbetriebnahme des Kindergartens am vergangenen Montag nichts mehr im Wege.
Trotz einiger Eingewöhnungsprobleme sollen jedoch sowohl Kindergartenleitung, Personal und natürlich auch die Kinder selbst mit ihren neuen Räumlichkeiten sehr zufrieden sein. Hiervon können sich dann nach der offiziellen Eröffnung am 2. November auch alle Bürgerinnen und Bürger am Sonntag, 5. November,
im Rahmen eines „Tags des offenen Kindergartens" selbst überzeugen.
Die fleißigen Helfer (von links): Kurt Schommler, Ehrenfried Moderow und Fritz Siemt.
Stellv. Kindergartenleiterin Petra Fette erläutert im Beisein ihrer Kollegin Elisabeth Schröder Herrn Gemeindeoberamtsrat Helmut Gruß den Ablauf des geplanten Kindergartenumzuges.

Wochenspiegel vom 9. November 2000 [nur mit Fotoauswahl!]
Hohenhamelner Kindergarten nach nur 6-monatiger Bauzeit eingeweiht
Pastor Hans Schweda überreichte Holzkreuz als Einweihungsgeschenk

"Großer Bahnhof" herrschte am vergangenen Donnerstag, als der Geschäftsführer der Gesellschaft für kommunale Infrastruktur Hohenhameln mbH - GKI - Manfred Kotter den Schlüssel des neuen Kindergartens an Bürgermeister Rolf Kreye überreichte.
Zuvor jedoch hatten andere Hauptpersonen ihren großen Auftritt. Verkleidet als Schlangen, Katzen, Mäuse und Elefanten sangen Mädchen und Jungen des Kindergartens vor der offiziellen Schlüsselübergabe das Lied von der "Arche Noah", symbolisch gedacht als Willkommensgruß in ihrem neuen Domizil. Unter großem Beifall verabschiedeten die Ehrengäste anschließend die kleinen Künstler.
Nach einer Rekordbauzeit von nur sechs Monaten - so der stolze Geschäftsführer - konnte das 2,5-Mio.-DM-Projekt nunmehr auch offiziell seiner neuen Bestimmung übergeben werden. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten ist bekanntlich schon am 9. Oktober diesen Jahres erfolgt.
Im Anschluss an die Ausführungen des GKI-Geschäftsführers dankte Bürgermeister Rolf Kreye neben den bauausführenden Firmen dem Architekten Günter Platzhoff und besonders dem anwesenden Landrat Franz Einhaus für den gewährten Zuschuss in Höhe von 750.000 DM.
In seinen Dank bezog der Bürgermeister auch die Kirche als Träger der Einrichtung, Kirchenvorstand, Eltern, Kindergartenleitung und Erzieherinnen ein. In seinen weiteren Ausführungen lobte der Bürgermeister den Geschäftsführer der GKI, Manfred Kotter, besonders für die schnelle Bauausführung und die strikte Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens von 2,5 Mio. DM.
Im Anschluss überreichte der Bürgermeister den Kindergartenschlüssel an den neuen Hausherrn, Herrn Pastor Hans Schweda. Auch der Kirchenvertreter dankte allen Beteiligten, die in finanzieller und ideeller Weise zum Gelingen dieser Kindergarteneinrichtung beigetragen haben, aufs Herzlichste. Dabei unterzog er den Kindergartenschlüssel einer ganz besonderen Bewertung. Aufgeschlossen wird der neue Kindergarten nach seinen Worten für eine neue Zukunft der Kinder, um ihren Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.
Abgeschlossen ist damit nach seiner Feststellung eine fast zweijährige turbulente Zeit für die Kinder in dem Provisorium „Raumtainer", aber auch die erschwerten Arbeitsbedingungen für die Erzieherinnen.
Stellvertretend für den Kirchenkreis Peine stellte Pastor Schweda zudem eine Beteiligung an den Kosten der Inneneinrichtung bis zu 120.000 DM in Aussicht. Als kirchliches Einweihungsgeschenk überreichte er abschließend Kindergartenleiterin Martina Orwat zusammen mit dem Schlüssel ein großes Holzkreuz.
Leiterin Martina Orwat bedankte sich im Namen ihrer Mitarbeiterinnen und der Kinder auf ganz besondere Art bei den, wie sie sich ausdrückte, maßgeblichen "Hauptakteuren". So wird es nach der Fertigstellung des Außengeländes dort eigens geschnitzte Holztafeln mit der Bezeichnung "Gruß-Berg" (Hauptamtsleiter Helmut Gruß), "Kotter-Grillhütte" (GKI-Geschäftsführer Manfred Kotter), "Günni-Park" (Architekt Günter Platzhoff) und einen "Bürgermeister-Kreye-Weg" geben. Bevor die Ehrengäste sich im Anschluss von der Großzügigkeit und Funktionalität des neuen Kindergartens persönlich überzeugen konnten, wünschte Landrat Franz Einhaus den Kindern, dass sie einen für sie wichtigen Lebensabschnitt in dem neuen Kindergarten verbringen mögen und sich hier kreativ entfalten und wohl-fühlen werden.
Dieser offiziellen politischen Einweihungfeier schloss sich dann am vergangenen Sonntag die kirchliche Einweihung an. Im Rahmen eines großen Gottesdienstes, an dem über 400 Besucher teilnahmen, bedankten sich die Kinder und Erzieher auf ihre Art in eindrucksoller Weise mittels musikalischer Gesangsbeitrage für die Erstellung ihres neuen Kindergartens.
Eine besondere Überraschung boten die Elternvertreter. In mühevoller Arbeit hatten sie einen überdimensionalen Hut erstellt, so Elternbeiratsvorsitzender Carsten Liebner, der nun getreu dem Motto "Herr, dein guter Segen ist wie ein großer Hut" die Einrichtung mit samt den Nutzern stets behüten und beschützen möge.
Im Anschluss an den Gottesdienst konnten sich dann alle Besucher bei Kaffee und Kuchen von der gelungenen Bauweise nebst Außengelände der neuen Einrichtung überzeugen.
Den Abschluss dieses sicherlich für die Kinder aufregenden Tages bildete dann bei Einbruch der Dunkelheit der gemeinsame große Laternenumzug.

Familiengottesdienst am 5. November 2000 (Gottesdienstordnung)

Orgelvorspiel
Begrüßung
Lied: 321, 1-3 Nun danket alle Gott
Eingangsgebet
Lied: 603, 1-3 Ins Wasser fällt ein Stein
Überleitung
Kita-Kinder:
Einleitende Worte
"Wir sind die Kleinen"
Einleitende Worte
"Wer will fleißige Handwerke seh'n?"
Elternbeirat
"Herr, dein Guter Segen"
Ansprache
Lied: 171, 1-4 Bewahre uns, Gott
Abkündigungen
Gebet
Segen

Die fleißigen Handwerker...

Evangelische Zeitung aus November 2000
150 Kinder haben ein neues Domizil
Nach sechs Monaten ist der Hohenhamelner Kindergarten bezugsfertig
Pastor Hans Schweda schenkte Martina Orwat zur Einweihung ein großes Kreuz. Foto: Helmut Schlittenbauer
Hohenhameln. Genau sechs Monate haben Planer, Techniker und Handwerker benötigt, um den neuen evangelischen Kindergarten Hohenhameln mit einem Bauvolumen von 2,5 Millionen Mark bezugsfertig zu machen. „Damit ist ein Provisorium für 150 Kinder und 20 Mitarbeiterinnen zu Ende gegangen", erklärte Rolf Kreye. Der Bürgermeister freute sich, dass alles reibungslos und fristgerecht gelaufen ist.
Kreye bedankte sich bei Landrat Franz Einhaus für den Zuschuss in Höhe von 750.000 Mark des Landkreises. In den Dank schloss er die Kirche als Träger der Einrichtung, den Kirchenvorstand, Eltern und Erzieherinnen ein.
Die Außenanlage ist weitgehend schon fertig. Für Kindergartenleiterin Martina Orwat und ihr Team war die Einweihung Grund genug, den Verantwortlichen mit einem persönlichen Naensschild aus Holz zu danken. Unter Leitung von Marita Semper führten Kinder ein Spiel zum Thema „Arche Noah" auf.
Pastor Hans Schweda unterzog den neuen Türschlüssel einer besonderen Bewertung: „Es wird aufgeschlossen für eine neue Zukunft der Kinder, um ihren Bedürfnissen nachzugehen. Abgeschlossen ist eine fast zweijährige turbulente Zeit unter erschwerten Arbeitsbedingungen." Der Geistliche teilte mit, dass die Kirche für die Inneneinrichtung bis zu 120 000 Mark beisteuern wird. hes

Wochenspiegel vom 23. November 2000
Baumpflanzaktion des Rentnerinnen-Clubs
auf dem Foto v. l.: Magdalena Meisoll, Christel Klingberg, Katharina Bode, Frauke Siemt, Sigrid Bokelmann, Gertrud Wulfes
Wir danken den Ehemännern Werner Wulfes, Joseph Bokelmann und Werner Bode, die den großen Baum auf dem Spielplatz eingepflanzt haben.
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