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Archiv 2009

 

Inhaltsverzeichnis
Monat
Titel
Jan.
Dieser Opa kann fast alles! (PAZ)
Dieser Opa kann fast alles! (Wochenspiegel)
Feb.
Zertifizierung "Markenzeichen Bewegungskita" bis Ende 2010 verlängert
Auszeichnung für Klein Lummerland
März
Tigerenten ... besuchen das Haus am Pfingstanger
"Igel" staunen über Wasser-Verwandlung
April
Durch Experimentieren lernen - Projektarbeit in der "Igel-Gruppe"
Irische Segenswünsche und britische Popsongs
Kooperation Kindergärten - Grundschule Clauen
2. Benefizkonzert in der Kirche in Harber ein voller Erfolg
Mai
Ausflug in die faszinierende Spinnenwelt
Ausflug in die Welt der Spinnen
Juni
www.ev-kita-hohenhameln.de hat Geburtstag
Aufatmen im Drachennest
SPD will dritte Kraft für Drachennest
"Hand in Hand" zu den Wolperdingern
Mitglied im Netzwerk "Gesunde Kinder im Landkreis Peine"
Senioren aus dem Haus am Pfingstanger besuchen das Gemeindefest ...
Rat bekräftigt: Spielkreis wird geschlossen
Heftige Debatte über dritte Krippen-Kraft
Gesunde Kinder sind das Ziel
Mit Brief und Siegel für die Gesundheit
Gebastelter Gedichtband rührt Ministerpräsidenten
"Krippenplatz-Garantie, sonst treibe ich ab!"
Krippenkinder spielen Musical
Aug.
Mit kleiner Harfe ins Musikland reisen
Sep.
Kinder kämpfen für kleine Gruppen und mehr Betreuer
Riesen-Protest mit vielen Zwergen
Kampagne für bessere Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten
Großer Herbstbasar in Klein Lummerland
Jung und Alt, Miteinander - Füreinander
"Es fährt wieder – vielen Dank!"
Okt.
Der Kindergarten im Seniorenheim Pfingstanger
Das letzte Kindergartenjahr als Brückenjahr zur Grundschule
Nov.
Mit dem Klimamobil in den Weltraum
Dez.
Kleine Forscher aus der Kindertagesstätte "Klein Lummerland" und das "Klimamobil" starten in den Weltraum


PAZ vom 8. Januar 2009


"Dieser Opa kann fast alles!"
Vorlesen in Hohenhameln

Ortsbürgermeister Gerhard BankesHohenhameln (de). Erfahrungen mit Kindern und Enkelkindern hat er von Haus aus, warum sich also nicht einmal um eine ganze Kindergruppe kümmern? Mit diesem Angebot stieß Hohenhamelns Ortsbürgermeister Gerhard Bankes (CDU) bei den Betreuerinnen des evangelischen Kindergartens "Klein Lummerland" auf offene Ohren und so war schnell ein Termin zum Vorlesen verabredet: Seine Wahl fiel auf Astrid Lindgrens "Lotta kann fast alles".

Martina Orwat, Kindergartenleiterin am Pfannteich, wandelte den Buchtitel mit Blick auf Bankes etwas ab: "Dieser Opa kann fast alles!", sagte sie. "Für unsere Kindertagesstätte Klein Lummerland ist Gerhard Bankes durch seine Doppelfunktion in Gemeinderat und Kirchenvorstand ein vertrauter Ansprechpartner." Er sei zum Beispiel immer dabei, wenn die Hohenhamelner Junggesellschaft sich zu einem Arbeitseinsatz auf dem Kindergartengelände einfindet, um etwa die Geräte auf dem Außengelände und die Räume zum Start der Kinderkrippe zu streichen. "Er schaut aber auch selbst zwischendurch nach dem Rechten und sucht das Gespräch mit den Mitarbeiterinnen", sagte Orwat hocherfreut.

Mit zwei kurzen und klaren Sätzen umreißt der Ortsbürgermeister sein Anliegen: "Der Kontakt mit Menschen bedeutet mir viel. Nur so kann man sich gegenseitig verstehen lernen." Als Pensionär hat er mehr Freizeit als früher, und die möchte er nutzen: "Man sollte sich nicht nur präsentieren, wenn Wahlen anstehen."

Mehr als eine halbe Stunde hörten "Bären" und "Tigerenten" dem Vorleser aufmerksam zu. Groß und Klein hat es viel Spaß gemacht. Mit einem "Nächstes Jahr komme ich gern wieder!" verabschiedete sich der Ortsbürgermeister.
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Wochenspiegel vom 8. Januar 2009


Ev. Kita Klein Lummerland:
Dieser Opa "kann fast alles"!

Mit zwei kurzen und klaren Sätzen umreißt Ortsbürgermeister Gerhard Bankes ein Herzensanliegen: "Der Kontakt mit Menschen bedeutet mir viel. Nur so kann man sich gegenseitig verstehen lernen." Als Pensionär hat er mehr Freizeit als früher, und die möchte er nutzen: "Man sollte sich nicht nur präsentieren, wenn Wahlen anstehen."

Für unsere Kita "Klein Lummerland" ist Gerhard Bankes durch seine Doppelfunktion in Gemeinderat und Kirchenvorstand ein vertrauter Ansprechpartner. Er ist z. B. immer da, wenn die Hohenhamelner Junggesellschaft sich zu einem Arbeitseinsatz in unserem Kindergarten einfindet (etwa beim Streichen der Geräte auf unserem Außengelände oder der Räume zum Start unserer Kinderkrippe "Drachennest"). Er schaut aber auch selbst zwischendurch nach dem Rechten und sucht das Gespräch mit den Mitarbeiterinnen.

Ortsbürgermeister Gerhard Bankes liest aus Astrid Lindgren vorIm November überraschte er uns mit einem Vorschlag. Als Vater und Großvater hat er reichlich Erfahrungen mit Kindern gesammelt. Warum sollte er dann nicht auch einmal eine ganze Kita-Gruppe übernehmen und den Kleinen ein spannende Geschichte vorlesen? Seine Wahl fiel auf Astrid Lindgrens "Lotta kann fast alles".

Am 15. Dezember fand sich der Kreis vormittags im Ruheraum zusammen. Über eine halbe Stunde hörten "Bären" und "Tigerenten" aufmerksam zu. Groß und Klein hat es viel Spaß gemacht. Mit einem "Nächstes Jahr komme ich gern wieder!" verabschiedete sich Gerhard Bankes. Wir freuen uns darauf!
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Wochenspiegel vom 12. Februar 2009


Ev. Kita Klein Lummerland:
Zertifizierung "Markenzeichen Bewegungskita" bis Ende 2010 verlängert

Logo Markenzeichen BewegungskitaUnter Federführung des Kultusministeriums haben sich 2004 in Niedersachsen Fachleute zusammengeschlossen (u. a. aus Ärzteschaft, organisiertem Sport und Universitäten), um eine Qualitätsoffensive zur Bewegungserziehung in Kindergärten und Kindertagesstätten zu starten.

Diese hat sich inzwischen als Projekt "Markenzeichen Bewegungskita" einen Namen gemacht.

"Klein Lummerland" war im Februar 2006 eine der ersten Einrichtungen überhaupt, die das Gütesiegel erhielten. Inzwischen sind bereits 100 Kindergärten zertifiziert, und 70 weitere haben einen Antrag gestellt.

Das Gütesiegel gilt nicht auf Dauer, sondern muss alle zwei Jahre erneuert werden. Voraussetzung ist die ständige Fortbildung der MitarbeiterInnen und die Praxisumsetzung des Gelernten.

Zertifizierung "Markenzeichen Bewegungskita" bis Ende 2010 verlängertBeides erfüllt "Klein Lummerland", und so wurde uns am 6. Februar die bis Dezember 2010 gültige Plakette durch die zuständige Beraterin Carmen Frisch überbracht.

Unsere Ganztagsgruppe feierte mit. Maskottchen der Qualitätsoffensive ist ein Känguru. "Wir können auch hüpfen wie ein Känguru", meinten die "Hasen" und sind fest überzeugt, das Gütesiegel deshalb verdient zu haben. Das "Markenzeichen Bewegungskita" steht für eine ganzheitliche Förderung im Elementarbereich. Bewegungserziehung wird mit Sprache, Musik und Wahrnehmungsförderung verknüpft. So verstanden ist sie einer der Schwerpunkte "Klein Lummerlands" - durch regelmäßige Aktionen in den Gruppen wie auch ergänzende Angebote, die dankenswerterweise durch Kooperation mit dem HTC und dem Reit- und Fahrverein möglich sind und vom Niedersächsischen Sportbund finanziell unterstützt werden.
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PAZ vom 14. Februar 2009


Auszeichnung für Klein Lummerland
Hohenhameln: Kindertagesstätte bekommt zum zweiten Mal das Gütesiegel "Bewegungskita" verliehen

Hohenhameln (wos). "Wir können auch hüpfen wie ein Känguru", sagen die Kinder aus der Hasengruppe der Hohenhamelner Kindertagesstätte Klein Lummerland und machen das Kunststück gleich vor. Und sie sind fest davon überzeugt, das Gütesiegel "Markenzeichen Bewegungskita" deshalb verdient zu haben, denn das Maskottchen dieser Qualitätsoffensive ist ein Känguru.

Ein bisschen Recht haben die Kinder damit schon, aber eben nur ein bisschen. Vor allem steckt hinter der Auszeichnung ein gutes Konzept und viel Arbeit der Mitarbeiterinnen von Klein Lummerland. Denn das "Markenzeichen Bewegungskita" steht für eine ganzheitliche Förderung. Bewegungserziehung wird mit Sprache, Musik und Wahrnehmungsförderung verknüpft. Das ist einer der Schwerpunkte "Klein Lummerlands". Er wird [sic!] durch regelmäßige Aktionen in den Gruppen wie auch durch ergänzende Angebote, die durch Kooperationen mit dem Hohenhamelner Tennisclub und dem Reit- und Fahrverein möglich sind und vom Niedersächsischen Sportbund unterstützt werden.

In Niedersachsen haben sich 2004 unter Federführung des Kultusministeriums Fachleute zusammengeschlossen, um eine Qualitätsoffensive zur Bewegungserziehung in Kindertagesstätten zu starten. "Klein Lummerland" war im Februar 2006 eine der ersten Einrichtungen überhaupt in Niedersachsen, die das Gütesiegel erhielten.

Das Siegel gilt nicht auf Dauer, sondern muss alle zwei Jahre erneuert werden. Voraussetzung ist die ständige Fortbildung der Mitarbeiter und die Praxisumsetzung des Gelernten. Da für "Klein Lummerland" beides vorliegt, wurde die bis Dezember 2010 gültige Plakette verliehen.

Markenzeichen Bewegungskita

"Markenzeichen Bewegungskita"-Beraterin Carmen Frisch verleiht die Urkunde. Jedes Kind bekommt ein hüpfendes Känguru zum Ausmalen.   (privat)
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Wochenspiegel vom 19. März 2009


Tigerenten aus dem Kindergarten Klein Lummerland besuchen das Haus am Pfingstanger

Tigerenten besuchen das Haus am Pfingstanger

Nach längerer Pause besuchten uns am 2. März wieder die Tigerenten aus dem Kindergarten. Die Bewohner saßen bereits im Stuhlkreis und die Kinder setzten sich gern dazu. Zum Auftakt wurde gemeinsam das Lied: "Zeigt her Eure Füße ..." gesungen. Anschließend erklärten Frau Fette und einige Bewohner, wie früher die Wäsche gewaschen wurde. Carmen Bruns holte ein altes Waschbrett, einen Wäscheschlegel, Wäscheleine und Holzklammern herbei. Die Kinder waren sehr erstaunt und probierten gleich aus, wie das Waschbrett funktioniert. Auch das Anklammern der Wäsche war gar nicht so einfach, stellten die Kinder fest. "Früher wurde ein ganzer Tag lang die Wäsche gewaschen!" meinte Frau Kreusel. "Oh weh! Heute kommt die Wäsche in die Waschmaschine und zack ist sie fertig!" meinten die Kinder. Zum Schluss spielten sie uns das Singspiel von Hänsel und Gretel vor und verabschiedeten sich. Immer wieder sind die Kinder gern gesehene Gäste in unserem Haus.
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PAZ vom 25. März 2009


"Igel" staunen über Wasser-Verwandlung
Soßmar: Hohenhamelner Kindergartenkinder besuchen die Kläranlage / Alles, was ins Klo fällt, kommt auch wieder raus

Hohenhameln-Soßmar (de). "Puh, das stinkt ja!" Die Jungen und Mädchen der Hohenhamelner Igel-Kindergartengruppe halten sich beim Besuch der Kläranlage Soßmar die Nase zu. Und staunen, wie aus schmutzigem Wasser ganz sauberes wird. Kläranlagenmeister Rolf Heinemann führt die Gruppe übers Gelände.

Es stinkt nicht wirklich in der Halle der Kläranlage Soßmar, die die Kindergartenkindern aus Hohenhameln gestern als erste Station des Rundgangs sehen. Hier werden die sogenannten Feststoffe aus dem Schmutzwasser herausgeholt, es riecht vielleicht etwas organisch. Aber schließlich kommen dort auch alle die Dinge wieder zu Tage, die in der Toilette und den Abflussrohren nichts verloren haben. Die Kinder sind beeindruckt.

Besichtigung der Kläranlage Soßmar

Kläranlagen-Meister Rolf Heinemann und Marita Semper führten die Kindergarten-Igel über die Kläranlage Soßmar.   (de)

Aus fast der gesamten Gemeinde Hohenhameln wird das Schmutzwasser nach Soßmar zur Aufbereitung gepumpt, nur Stedum, Equord und Mehrum entsorgen über die Kläranlage Mehrum. Dafür liefern aber noch fünf Ortschaften aus der Gemeinde Harsum nach Soßmar. Unaufhörlich strömt Wasser in die Becken.

Große Rechen kämmen die Feststoffe aus dem Wasser, wenn ihnen die Feuchtigkeit weitestgehend entzogen ist, landen sie in einem Container. Fünf dieser Sieben-Kubikmeter-Behälter werden pro Jahr gefüllt und abtransportiert. Daneben steht noch ein zweiter Container: In ihm wird der aus dem Wasser entfernte Sand deponiert. "Da ist auch unser Sand dabei", sagt Kindergartenleiterin Martina Orwat, "wenn Ihr draußen gespielt habt, mit schmutzigen Schuhen ins Haus kommt, der Flur gewischt werden muss und das Wasser im Ausguss landet, dann ist da auch der Sand mit drin." Das verstehen die kleinen Igel.

Bewegungs- und Absetzbecken, Organismen, Bakterien, die den Schlamm zersetzen, Sandfang - Kläranlagenmeister Heinemann hält die Führung so einfach wie möglich und es ist ja auch erkennbar, wie aus der dunklen Brühe klares Wasser wird, das durch einen Teich mit Fischen und allerlei anderem Getier sowie Pflanzen in den Vorfluter fließt. "Trinken würde ich es nicht", räumt Heinemann ein, "aber es ist sauber."

Vor dem Besuch in Soßmar haben Marita Semper und die anderen Erzieherinnen mit den Kindern große Bilderbücher über den Wasserkreislauf angesehen: "Sie wissen also, was hier passiert", sagt Orwat, "aber sich so etwas einmal direkt anzuschauen, ist natürlich etwas anderes als ein Buch." Dementsprechend freuen sich die Hohenhamelner, dass der Wasserverband Peine die Besichtigung möglich gemacht hat.

Jetzt wollen die Kindergärtnerinnen erreichen, dass das Klimamobil zum Kindergarten kommt - obwohl es eigentlich erst für den Einsatz in der Schule vorgesehen ist.

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Wochenspiegel vom 2. April 2009


Ev. Kita Klein Lummerland:
Durch Experimentieren lernen - Projektarbeit in der "Igel-Gruppe"

Wie kann man kleine Kinder altersgemäß an Umwelt- und Klimaschutz heranführen? Zu letzterem konnten unsere Erzieherinnen Marita Semper, Melanie Feller und Denise Asche, die für die "Igel-Gruppe" verantwortlich sind, selbst auf der didacta in Hannover kein geeignetes Material finden.

Eine Anfrage beim "Klimamobil" ergab, dass man es erst ab der 3. Grundschulklasse ordern kann. Uwe Semper, 1. stellvertretender Bürgermeister, versprach Schützenhilfe und wandte sich an SPD-Generalsekretär Hubertus Heil. Der wiederum schrieb an die Schirmherrin des "Klimamobils", Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Shavan. Eine Antwort steht noch aus. Vielleicht ändert sich in Zukunft etwas, aber das hilft den "Igeln" aktuell nicht.

Ihre Schützlinge sollen durch Experimentieren eigene Schlüsse ziehen können, und so gingen unsere drei anspruchsvollen Damen selbst ans Werk. Ein Eimer mit 10 Liter Wasser stand stellvertretend für alles Wasser auf der Erde. 250 ml davon maßen die Kinder ab - mehr Süßwasser gibt es anteilig nicht, und nur 2 Schnapsgläser davon sind kostbares Trinkwasser. Die Kinder schütteten Salz in den Eimer und rührten gut um: Meerwasser. Ein Schluck davon schmeckte gar nicht gut. Meerwasser kann man nicht trinken.

Im Einweckglas bildeten die Kinder anschließend den Wasserkreislauf nach. Sie schöpften rund um "Klein Lummerland" Wasserproben aus Pfütze, Graben und Regentonne und stellten fest, dass diese unterschiedlich verschmutzt sind. Wohin mit Schmutzwasser? In die Kanalisation? Wohnt dort eventuell irgendjemand, an den man denken muss, etwa "Geister und Ratten", wie einzelne "Igel" zuerst vermuteten? Wie kann man verschmutztes Wasser reinigen?

Die kleinen Forscher bauten unterschiedliche Wasserreinigungsmaschinen und betrachteten begleitend das Sachbilderbuch "Was passiert mit meinem ..., wenn ich abziehe?" Danach war es nicht mehr weit bis zu dem Wunsch, die Kläranlage in Soßmar anzuschauen.

In der Nacht vor der Besichtigung konnte mancher "Igel" nicht gut schlafen: "Man darf dort keine Knöpfe und Hebel drücken und nicht aufs Geländer klettern!" Die Sicherheitseinweisung zeigte Früchte.

Besichtigung der Kläranlage Soßmar

Kläranlagen-Meister Rolf Heinemann mit seinen kleinen Gästen aus der "Igel-Gruppe"

Während der geduldigen Führung durch Kläranlagen-Meister Rolf Heinemann, der die Anlage in Soßmar schon 8 Jahre betreut, verfolgten die Erzieherinnen gespannt, was ihre Gruppe aus dem Sachbilderbuch alles behalten hatte.

Die Kinder wissen inzwischen, dass feste und flüssige Stoffe getrennt werden müssen und welch großer Aufwand nötig ist, bevor Abwasser in die Umwelt zurückgeführt werden kann. Gut, dass es die Kläranlage in Soßmar gibt. Schließlich landen laut Kindermund "Karius" und "Baktus" dort, wenn man sich die Zähne putzt und ins Waschbecken spuckt und z. B. auch Sand, wenn Aufwischwasser von den Fußstapfen der kleinen "Igel" in den Ausguss geschüttet wird.

Das Wetter hatte sich nicht von seiner freundlichsten Seite gezeigt, als der große Tag anbrach. Beim Abholen im Kindergarten fragte eine Mutter deshalb: "Na, war's kalt? Hat's geregnet?" Ein Kind antwortete sachlich und kurz: "Nee, es hat gestunken!"

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PAZ vom 29. April 2009


Irische Segenswünsche und britische Popsongs
Benefizkonzert in der St.-Katharinen-Kirche in Harber verzaubert die Zuhörer

Hohenhameln-Harber (de). Zum Schluss standen die Gäste in der St.-Katharinen-Kirche in Harber und applaudierten: Auch das zweite Benefiz-Konzert zur Dachsanierung des Gemeindehauses war ein voller Erfolg.

Dieses Mal hatten sich die Randgruppe, der Flötenkreis Harber und Jims Knöpfe in den Dienst der guten Sache gestellt. "Schon die Mischung der Ausführenden garantierte ein abwechslungsreiches Konzert, die verschiedenen Darbietungen übertrafen die Erwartungen aber noch bei Weitem", sagte Kirchenvorstandsmitglied Andrea Ebeling.

Der Flötenkreis rahmte mit seinen klassischen Instrumentalstücken die Gesangsdarbietungen ein. Dabei überzeugte die saubere und mehrstimmig vorgetragene Ausführung. Bei Jims Knöpfen handelt es sich um den Elternchor der Kindertagesstätte Klein Lummerland aus Hohenhameln. Ende 2005 als Spontan-Chor für einen Familiengottesdienst gegründet, wollten dessen Mitglieder gern weiterhin zusammen singen. In Harber sang der Chor unter der Leitung von Werner Orwat verschiedene geistliche Gesangsstücke und Gospels. Die Randgruppe, in Hohenhameln seit Langem eine herausragende musikalische Größe, bot von Brahms bis zu den Beatles ein gemischtes Programm. Die Stimmen füllten den Kirchenraum aus, und allen Musizierenden war die Freude an ihrem Auftritt deutlich anzumerken. "So sprang dann auch schnell der Funke auf das Publikum über, das immer wieder mit anhaltendem Applaus dankte, zum Schluss aufstand und stehend applaudierte", freute sich Ebeling. Am Ende sangen Jims Knöpfe und die Randgruppe gemeinsam in einer Uraufführung [sic!] irische Segenswünsche. Damit endete ein gelungenes Konzert, das sowohl bei den Gästen als auch bei den Ausführenden nur einen Wunsch offen ließ: den nach einer Wiederholung.

Anm. des Webmasters: Die "Irischen Segenswünsche" sind ein Klassiker. Eine "Uraufführung" war es nur in dem Sinn, dass "Randgruppe" und "Jims Knöpfe" bislang noch nicht als ein Klangkörper gesungen hatten.

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Wochenspiegel vom 30. April 2009


Kooperation Kindergärten - Grundschule Clauen

Sprachförderung durch musikalische AngeboteAm 27. April trafen sich die Erzieherinnen der Hohenhamelner Kindertagesstätte "Klein Lummerland" und des AWO Kindergartens Clauen sowie die Lehrkräfte und Pädagogischen Mitarbeiterinnen der Grundschule Clauen zu einer gemeinsamen Fortbildung. Die Dozentin der Kreisvolkshochschule, Logopädin Frau Bettina Geffert, gestaltete das Thema "Sprachförderung durch musikalische Angebote" theoretisch sehr fundiert und methodisch abwechslungsreich. Zahlreiche spielerische Übungen zur Förderung der Sprech- und Sprachentwicklung wurden von den Teilnehmern/Innen mit viel Freude erprobt, so dass es Ihnen leicht fällt sie in die Praxis umzusetzen.

Zum Beispiel konnte man sie unter dem Thema Indianerstamm "Schweigende Lippe" bei der Indianerbegrüßung, beim Fischfang und beim Feuermachen beobachten. Die beteiligten Institutionen haben sich um Aufnahme in das Modellprojekt "Brückenjahr" des Kultusministeriums beworben.

Ziel ist eine noch intensivere Zusammenarbeit zwischen den Kindertagesstätten und der Grundschule für einen gelungenen Übergang der Kinder in die Schule.
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Wochenspiegel vom 30. April 2009


Ev.-luth. Kirchengemeinde Harber:
2. Benefizkonzert in der Kirche in Harber ein voller Erfolg

Ein kurzweiliges Konzert mit vielen musikalischen Höhepunkten erlebten die Besucherinnen des zweiten Benefizkonzertes zu Gunsten der Aktion "Ein neues Dach für unser Pfarrhaus" am frühen Sonntagabend. Dieses Mal hatten sich die Randgruppe, der Flötenkreis Harber und Jims Knöpfe in den Dienst der guten Sache gestellt. Schon die Mischung der Ausführenden garantierte ein abwechslungsreiches Konzert, die verschiedenen Darbietungen übertrafen die Erwartungen aber noch bei Weitem. Der Flötenkreis rahmte mit seinen klassischen Instrumentalstücken die Gesangsdarbietungen ein. Dabei überzeugte die saubere und mehrstimmig vorgetragene Ausführung.

Bei Jims Knöpfen handelt es sich um den Elternchor der Kindertagesstätte Klein Lummerland. Ende 2005 als Spontanchor für einen Familiengottesdienst gegründet, wollten dessen Mitglieder gerne weiterhin zusammen singen. In Harber brachte der Chor unter der Leitung von Werner Orwat verschiedene geistliche Gesangstücke und Gospels zu Gehör.

Die Randgruppe, in Hohenhameln seit langem eine herausragende musikalische Größe, bot von Brahms bis zu den Beatles ein gemischtes Programm. Dabei spielten die Sängerinnen und Sänger wie gewohnt mit der Musik und dem Publikum.

Die Stimmen füllten den Kirchenraum bis in den letzten Winkel und allen Musizierenden war die Freude an ihrem Tun deutlich anzumerken. So sprang dann auch schnell der Funke auf das Publikum über, das sich immer wieder mit anhaltendem Applaus und zum Schluss mit stehenden Ovationen bedankte. Am Ende sangen Jims Knöpfe und die Randgruppe gemeinsam in einer Uraufführung [sic!] irische Segenswünsche.

Damit endete ein gelungenes Konzert, das sowohl bei den Zuhörerinnen und Zuhörern als auch bei den Ausführenden den Wunsch nach einer Wiederholung hinterließ.

Anm. des Webmasters: Die "Irischen Segenswünsche" sind ein Klassiker. Eine "Uraufführung" war es nur in dem Sinn, dass "Randgruppe" und "Jims Knöpfe" bislang noch nicht als ein Klangkörper gesungen hatten.

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Wochenspiegel vom 20. Mai 2009


Ev. Kita "Klein Lummerland":
Ausflug in die faszinierende Spinnenwelt

Neulich konnte man hören, wie "Sonnenkäfer" Tarja (3 Jahre alt) zu ihrer Gruppenleiterin sagte: "Ich will heute die Giftspinnen angucken!" Diese tröstete: "Schätzchen, wir fahren heute nicht dahin. Du kommst nächstes Jahr mit!"

Gemeint war ein gemeinsamer Ausflug der fünf- bis sechsjährigen "Hasen" und "Sonnenkäfer" zum Ökogarten der IGS Vöhrum, über den die "Großen" gar nicht genug miteinander reden konnten.

Angefangen hatte es bei den "Hasen". Auf einem so großen Grundstück, wie es "Klein Lummerland" zur Verfügung steht, verirren sich ab und zu Spinnen auch in den Gruppenraum: "Igitt, eine Spinne! Wollen wir sie töten?" Nach kurzer Beratung war jedoch allen klar: Vor dem Leben dieser kleinen Tiere gilt es Achtung zu haben.

Die Neugier war geweckt, und nach und nach erschloss sich die faszinierende Spinnenwelt: Sind Spinnen nützliche Tiere? Wie viele Beine haben sie? Wie groß können sie werden? Haben sie auch einen Mund und einen Po? Wie spinnen sie ihren Faden? Gibt es auch giftige Spinnen? Auf all diese Fragen wollten die "Hasen" eine Antwort finden.

Die Kinder liehen sich aus der Bibliothek des Landkreises Bücher über Spinnen aus und erforschten, bewaffnet mit Lupen und Insektendosen, die Welt der Krabbeltiere auf unserem Außengelände. Auch innen hielt die Welt der Spinnen Einzug. Ein großes Spinnennetz entstand in Gemeinschaftsarbeit aus Wollfäden unter der Hochebene, und mancher "Hase" erlebte danach hautnah, was es heißt, in einem Spinnennetz gefangen zu sein. Überhaupt wurde das, was man aus der Spinnenwelt kennenlernte, sofort im Kleinen nachgebaut.

"Hasen" und "Sonnenkäfer" im Forscherhaus

"Hasen" und "Sonnenkäfer" im Forscherhaus.

Ein Ausflug sollte das Projekt krönen, und die "Sonnenkäfer" schlossen sich an. Die Gruppenleiterinnen Ulrike Ratajczak und Telse Arlts organisierten die Fahrt zum Ökogarten und wurden dabei tatkräftig von Kindergartenmüttern unterstützt. Auch das Wetter spielte mit. Nach einem einführenden spannenden Vortrag der Biologin Dr. Braune im Forscherhaus, bei dem Nick-Jalen fotografisch und Knut schriftlich "dokumentierten", ging es hinaus in die Natur. Die Kinder durften u. a. eine Schlange anfassen, sich eine Stabheuschrecke über den Arm laufen lassen und nach vielen eindrucksvollen Erlebnissen zum Abschluss die Schäfchen im Ökogarten füttern.

Wie genau Vorschulkinder schon beschreiben können, was sie beobachten, zeigt Paula. Sie hatte einem Tausendfüßler zugesehen, der über einen Eierkarton krabbelte, und meinte danach: "Der hört sich an wie ein Klettverschluss!"

Die neuen Eindrücke beschäftigten die Kinder noch lange. Was sie alles gelernt hatten, bewiesen sie bei einer Übernachtung in unserer Kita. Eine Rallye mit Wissensfragen zu allem, was krabbelt und kriecht, haben "Hasen" und "Sonnenkäfer" mit Bravour bestanden!

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PAZ vom 23. Mai 2009


Ausflug in die Welt der Spinnen
Hohenhameln: Kindergarten im Öko-Garten der Integrierten Gesamtschule

Hohenhameln (wos). "Igitt, eine Spinne! Wollen wir sie töten?", war neulich im Kindergarten "Klein Lummerland" in Hohenhameln zu hören, als sich eines der ungeliebten Tiere in den Gruppenraum der "Hasen" verirrt hatte. Doch nach kurzer Beratung ist klar: Vor dem Leben auch dieser kleinen Tiere sollte man Achtung haben.

Die Neugier war geweckt, und nach und nach erschloss sich die faszinierende Spinnenwelt: Sind Spinnen nützliche Tiere? Wie viele Beine haben sie? Wie groß können sie werden? Haben sie auch einen Mund und einen Po? Wie spinnen sie ihren Faden? Gibt es auch giftige Spinnen? Auf all diese Fragen wollten die "Hasen" eine Antwort finden.

Die Kinder liehen sich aus der Bibliothek des Landkreises Bücher über Spinnen aus und erforschten, bewaffnet mit Lupen und Insektendosen, die Welt der Krabbeltiere auf dem Außengelände. Auch innen hielt die Welt der Spinnen Einzug. Ein großes Spinnennetz entstand in Gemeinschaftsarbeit aus Wollfäden, und mancher "Hase" erlebte danach hautnah, was es heißt, in einem Spinnennetz gefangen zu sein.

Ausflug in die Welt der Spinnen

"Hasen" und "Sonnenkäfer" staunen, was im Ökogarten alles so kreucht und fleucht.   (privat)

Ein Ausflug sollte das Projekt krönen, und die "Sonnenkäfer" schlossen sich an. Gruppenleiterinnen Ulrike Ratajczak und Telse Arlts organisierten eine Fahrt zum Ökogarten der Integrierten Gesamtschule in Vöhrum und wurden dabei tatkräftig von Kindergartenmüttern unterstützt.

Auch das Wetter spielte mit. Nach einem einführenden spannenden Vortrag einer Biologin im Forscherhaus, bei dem Nick-Jalen fotografisch und Knut schriftlich "dokumentierte", ging es hinaus in die Natur. Die Kinder durften unter anderem eine Schlange anfassen, sich eine Stabheuschrecke über den Arm laufen lassen und nach vielen eindrucksvollen Erlebnissen zum Abschluss die Schäfchen im Ökogarten füttern.

Wie genau Vorschulkinder schon beschreiben können, was sie beobachten, zeigt Paula. Sie hatte einem Tausendfüßler zugesehen, der über einen Eierkarton krabbelte, und meinte danach: "Der hört sich an wie ein Klettverschluss!"

Die neuen Eindrücke beschäftigten die Kinder noch lange. Was sie alles gelernt hatten, bewiesen sie bei einer Übernachtung im Kindergarten. Eine Rallye mit Wissensfragen zu allem, was krabbelt und kriecht, haben "Hasen" und "Sonnenkäfer" mit Bravour bestanden!
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Info auf der Seite "Aktuelles" vom 6. Juni 2009


www.ev-kita-hohenhameln.de hat Geburtstagwww.ev-kita-hohenhameln.de hat Geburtstag.

Seit drei Jahren sind wir online und freuen uns sehr über die nachhaltige Akzeptanz. Einige statistische Daten verdeutlichen die Entwicklung:

Website
06.06.2006
06.06.2007
06.06.2008
06.06.2009
Seiten
57
89
(ohne Webalbum)
98
(ohne Webalbum)
106
(ohne Webalbum)
Größe
31 MB
68 MB
129 MB
193 MB


Beim Start unserer Website protokollierten wir für Juni 2006 537 Besucher (wiederkehrende Benutzer nicht mitgezählt), im Dezember 2006 waren es schon 1.624 Gäste. Den Rekord für 2007 hält der November mit 4.899, den für 2008 der November mit 5.128 Gästen. Im laufenden Kalenderjahr zählten wir die meisten Besucher bislang im Januar, nämlich 3.992.

Besucher
2007
2008
2009 (bis 06.06.)
insgesamt
36.577
47.901
17.378
pro Tag
100,07
130,96
110,54


In den ersten drei Jahren der Website kamen 108.343 Besucher zu uns.

Und das sind die fünf am häufigsten aufgerufenen Seiten:

2007
2008
2009 (bis 06.06.)


Wir bedanken uns herzlich für Ihr Interesse und nehmen Anregungen zu unserer Webpräsenz gern entgegen.
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PAZ vom 9. Juni 2009


Aufatmen im Drachennest
SPD in Hohenhameln verspricht eine dritte Betreuungskraft für beide Kinderkrippen

Matthias Möhle (Mitte, SPD) und Uwe Semper informierten sich im Drachennest über die Krippen-Situation in Hohenhameln

Matthias Möhle (Mitte, SPD) und Uwe Semper informierten sich im Drachennest über die Krippen-Situation in Hohenhameln.   (jö)

VON JÖRG SCHMIDT

Hohenhameln. Der kleine Junge im Drachennest hält ein Bilderbuch hoch: "Bitte vorlesen!" Der SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Möhle beugt sich nach unten, blättert das Bilderbuch mit dem Kind durch, wendet sich dann aber wieder den anderen "Großen" im Drachennest zu. Möhle ist mit dem 1. stellvertretenden Bürgermeister Uwe Semper in die Kinderkrippe gekommen, um sich die Sorgen der Mitarbeiter und Elternvertreter anzuhören.

15 Kinder besuchen den Hort, und nur zwei Betreuerinnen kümmern sich um die Kleinen im Alter von ein paar Monaten bis drei Jahren.

Das ist gesetzeskonform, aber den Elternvertreterinnen Ines Claassen und Angela Wittenberg entschieden zu wenig. Mithilfe einer Unterschriftenaktion hatten sie vor wenigen Monaten schon einmal 5000 Euro für eine dritte Kraft bei der Gemeinde losgeeist [mehr»]. Doch jetzt wollen sie die dritte Kraft auf Dauer.

Und Uwe Semper, Mitglied der SPD-Mehrheitsfraktion im Rat von Hohenhameln, hat die gute Nachricht dabei. Im heute stattfindenden Ausschuss für Jugendarbeit und Sozialwesen sollen die Weichen für eine dauerhafte dritte Kraft in beiden Hohenhamelner Krippen im Kernort und in Soßmar gestellt werden. Das sei zumindest in der SPD-Fraktion Konsens, sagt Semper.

Gleichwohl nutzen Claassen und Wittenberg genau wie die Leiterin der Kindertagesstätte, Martina Orwat, die Gelegenheit, die anstrengende Arbeit der Erzieherinnen plastisch darzustellen. Es gehe nicht nur um Betreuung, sondern auch um Erziehung und Bildung, und das auch schon im Krippen-Alter. Orwat sagt, dass offenbar nur durch den Druck der Eltern Bewegung in die Sache gekommen sei. Das Argument fällt bei Semper und Möhle auf fruchtbaren Boden. Die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Lutz Erwig (SPD) an der Spitze müsse das auslöffeln, was die CDU- FDP-Landesregierung eingebrockt habe, denn die SPD habe im Landtag den Betreuungsschlüssel von drei zu 15 gefordert, sei aber damit nicht durchgekommen.
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PAZ vom 11. Juni 2009


SPD will dritte Kraft für Drachennest
Elternvertreterin befürchtet Rückzieher

Hohenhameln (jti). Erst Aufatmen, dann wieder Sorgen: Elternvertreterin Ines Claassen von der Krippe Drachennest in Hohenhameln durchlebt zurzeit ein Wechselbad der Gefühle. Vergangene Woche besuchten der SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Möhle und der 1. stellvertretenden Bürgermeister Uwe Semper die Krippe. Sie sagten zu, dass sich die Sozialdemokraten für jeweils eine dritte Betreuungskraft für das Drachennest und für die Flohkiste in Soßmar einsetzen wollen. Jetzt befürchtet Claassen bei der Hohenhamelner Krippe einen Rückzieher.

Zum Hintergrund: In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Sozialwesen, Jugendarbeit, Sport und Kultur lag ein Beschlussvorschlag vor, der für das Drachennest auf ein Jahr befristet eine zusätzliche volle Kraft auf 30-Stunden-Basis vorsieht, die je nach Qualifikation 24 000 oder 28 000 Euro kostet. Die SPD im Ausschuss wollte nun einen Beschluss durchbringen, der ein Budget von 20 000 Euro vorsieht, das der Krippe zur Verfügung gestellt wird. Dies würde für eine volle Kraft nicht reichen, sagt Claassen. Die Ausschuss-Mehrheit von CDU und Fraktion Grüne/FDP empfahl zwar den ursprünglichen Vorschlag, aber Claassen befürchtet, er könnte im Verwaltungsausschuss (VA) kippen, weil dort die SPD die Majorität besitzt.

Petra Moderow, Fraktionsvorsitzende von Grünen/FDP und Christdemokrat Hans-Gerd Mertens äußerten Verständnis für Claassen und bekräftigten ihr Votum für eine 30-Stunden-Kraft. Sie wollten zur Abstimmung im VA keine Mutmaßungen anstellen: "Dies ist Kaffeesatzleserei."

SPD-Fraktionsvorsitzender Heinz Joachim Henke bekräftigte, dass für seine Partei die dritte Kraft in keinster Weise infrage stehe. "Sie liegt uns am Herzen." Hinterfragt werde der Kostenansatz, zumal man in der Flohkiste mit 12 000 Euro für 25 Stunden auskomme. Dies müsse auch vor den Steuerzahlern gerechtfertigt werden. Ein Personalkosten-Budget zur freien Verfügung sei außerdem zeitgemäßer. Die 20 000 Euro — heruntergerechnet auf eine 25-Stunden-Kraft — seien für ihn das Minimum und eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen. Es werde kurzfristig Gespräche geben, um auszuloten, wieviel Geld nötig ist. Dann wird beraten und dann erst entschieden.
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PAZ vom 11. Juni 2009


"Hand in Hand" zu den Wolperdingern
Gemeindefest Hohenhameln: Gutes Wetter und gute Stimmung / Elternchor "Jim's Knöpfe" gestaltet Familiengottesdienst

Hohenhameln (jaz). Unter dem Motto "Hand in Hand" startete das diesjährige Gemeindefest der evangelischen SanktLaurentiusgemeinde Hohenhameln. Pünktlich zum Festbeginn am Nachmittag klarte sich der Himmel auf und das Wetter meinte es gut mit den Festteilnehmern. Mit Eifer waren viele Kinder und Eltern bei der Sache und nahmen die zahlreichen Spielangebote in Anspruch. So wurde das Gemeindefest einmal mehr zu einem richtigen Familienfest.

Eröffnet wurde das Gemeindefest mit einem Familiengottesdienst, der von den Hohenhamelner Kindergartenkindern und dem Elternchor "Jim's Knöpfe" gestaltet wurde. Getreu dem Motto "Hand in Hand" fassten sich die Kirchenbesucher an den Händen und Kinder spielten verschiedene Szenen nach, wie sich Menschen gegenseitig helfen. Lieder von den Kindern und vom Elternchor wechselten mit den Worten Pastor Hans Schwedas. Nach diesem abwechslungsreichen Familien-Gottesdienst lockte die Sonne alle nach draußen.

Spielaktion beim Gemeindefest

Eine Spielaktion beim Gemeindefest.   (nic)

Während des aktionsreichen Nachmittags stand insbesondere den Kindern ein abwechslungsreiches Spieleangebot zur Verfügung. Unter anderem konnten die Kinder im "Seilgarten" sicher über Kletterseile balancieren, ohne in die Tiefe zu stürzen. In der Kirche waren die merkwürdigen "Wolperdinger" zu bestaunen: Eine besondere Gattung Tier, dessen Abstammung es zu erraten galt. An der "Wasserschießbude" mussten Tischtennisbälle getroffen werden. Dafür gab es Punkte und am Ende tolle Sachpreise. Ganz Mutige konnten auf Getränkekisten in die Höhe klettern, abgesichert von kräftigen Männern der freiwilligen Feuerwehr Hohenhameln.

Auch die Senioren aus dem Haus am Pfingstanger hatten in der Begleitung von Carmen Bruns einen schönen Nachmittag: "Uns wurden die ersten Reihen reserviert, so konnten wir gut sehen. Erst gegen Abend haben wir uns auf den Heimweg gemacht, es hat uns allen sehr gut gefallen." Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Es gab Stockbrot am offenen Lagerfeuer, Bratwurst, Steaks, Krautsalat und frische Erdbeertorte. Der Posaunenchor und der Flötenkreis erfreuten die Festteilnehmer mit zwei kleinen Konzerten und rundeten den gelungenen Nachmittag ab.

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Mitglied im Netzwerk "Gesunde Kinder im Landkreis Peine"


Im Herbst 2007 wurde das Netzwerk "Gesunde Kinder im Landkreis Peine" gegründet. Es besteht aus den fünf Partnern BARMER, AOK, KVHS Peine, Gesundheitsamt und Kreissportbund Peine und wird von einem Kompetenzteam unterstützt. Das Netzwerk hat sich das Ziel gesetzt, "die Entwicklung, die Durchführung und die Vernetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Kindergesundheit im Landkreis Peine zu fördern". Nach aufwändiger Bewerbung zertifiziert es Kindertagesstätten und Schulen mit einem Gesundheitssiegel, das am 10. Juni 2009 in Peine verliehen wurde, u. a. auch an "Klein Lummerland".

Die Verleihungsurkunde hat folgenden Wortlaut:

Aufnahme in das Netzwerk "Gesunde Kinder im Landkreis Peine"

Die ev. Kindertagesstätte Hohenhameln hat sich am 27.03.2009 um die Aufnahme in das Netzwerk "Gesunde Kinder im Landkreis Peine" beworben. In der vorgelegten Bewerbung stellt sie ihre gesundheitsförderlichen Aktivitäten in folgenden Handlungsfeldern dar:

1. Förderung des Sport- und Bewegungsverhaltens
2. Förderung der sozial-emotionalen Gesundheitsressourcen
3. Förderung des gesunden Ernährungsverhaltens mit dem Focus auf Zahngesundheit.

Darüber hinaus beschreibt sie ihre Aktivitäten in folgenden Querschnittsbereichen:

4. Zusammenarbeit mit Eltern
5. Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
6. Verankerung im Alltag / Konzept
7. Fortbildung

1. Im Handlungsfeld Förderung des Sport- und Bewegungsverhaltens erfüllt die Kindertagesstätte die Anforderungen durch die regelmäßig durchgeführten Bewegungsangebote draußen und innen, dem Schwimmen, Voltigieren, Ponyreiten, Tennis als Zusatzangebot, dem wöchentlichen Turnen, der Psychomotorik, dem Yoga für Kinder. Der Kindergarten ist Bewegungskindergarten.

2. Im Handlungsfeld Förderung der sozial-emotionalen Gesundheitsressourcen erfüllt die Kindertagesstätte die Anforderungen durch die entspannungsfördernden Angebote und die Rückzugmöglichkeiten innen und draußen.

3. Im Handlungsfeld Förderung des gesunden Ernährungsverhaltens mit dem Focus auf Zahngesundheit erfüllt die Kindertagesstätte die Anforderungen durch das gesunde Frühstück in den Gruppen, durch die Projekte zum Thema "Gesunde Ernährung" (Tiger-Kids der AOK) und dem gemeinsamen Zähneputzen.

4. Die Beteiligung der Eltern erreicht die Kindertagesstätte durch die Förderung des Gesundheitsverhaltens in Zusammenarbeit mit den Eltern.

5. Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wird durch die Verbindung mit AOK (Tiger-Kids), Sportvereine, Tennisclub und Reitverein erreicht.

6. Die Verankerung im Konzept und damit die Nachhaltigkeit der Aktivitäten wird durch das pädagogische Konzept (www.ev-kita-hohenhameln.de) gewährleistet.

7. Fortbildungen in den genannten Handlungsfeldern werden durch die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen zur Bewegungs- und Ernährungsförderung beschrieben.

Kommentar und Empfehlung

Die ev. Kindertagesstätte Hohenhameln berücksichtigt alle Handlungsfelder und plant u. a. zahngesundes Kaugummi einzuführen, die stärkere Einbeziehung der Kinder beim Speiseplan.
Auf der Grundlage der eingereichten Bewerbung empfiehlt das Netzwerk "Gesunde Kinder im Landkreis Peine" die Aufnahme. Die Einrichtung ist damit berechtigt in ihren Veröffentlichungen folgendes Logo zu verwenden:

Mitglied im Netzwerk Gesundheitssiegel Netzwerk &Gesunde Kinder im Landkreis Peine"

Peine, im Juni 2009

Steuergruppe des Netzwerkes "Gesunde Kinder im Landkreis"
i.A. gez. Hermann Spörl

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Wochenspiegel vom 18. Juni 2009


Senioren aus dem Haus am Pfingstanger besuchen das Gemeindefest der ev. St. Laurentius-Kirche in Hohenhameln

Am 7. Juni feierte die St. Laurentius-Kirche ihr Gemeindefest. Frau Schwedthelm, Frau Otto, Frau Kreusel, Frau Ramb, Herr Funk und Herr Gornetzki sowie Familie Mohr aus dem Haus am Pfingstanger nahmen sehr gern daran teil. Begleitet wurden sie von Sebastian Bisdorf als Fahrer und Carmen Bruns vom sozial begleitenden Dienst.

Stockbrot am offenen Lagerfeuer

Die Küsterin Frau Gisela Könnecker hatte uns wieder die erste Reihe reserviert. So hatten wir einen guten Blick auf das, was kommen sollte. Denn: Der Kindergarten Klein Lummerland mit dem Elternchor "Jims Knöpfe" unter der Leitung von Herrn Orwat gestaltete den Gottesdienst gemeinsam mit Pastor Schweda und dem Organisten Herrn Kleberg. Die Kirche war zu diesem besonderen Anlass mehr als bis auf den allerletzten Platz belegt. Viele Eltern und Großeltern der Kinder aus dem Kindergarten wollten ihre Kleinen in Aktion sehen und hören. Pastor Schweda begrüßte alle Anwesenden sehr herzlich und bat darum, dass sich alle bei den Händen anfassen sollten. Getreu dem Motto "Hand in Hand"! Auch die Kinder zeigten in verschiedenen Szenen, wie einer dem anderen hilft. Wie zum Beispiel eine "Oma" einem kleinen Kind etwas vorliest oder ein "Bauarbeiter" Steine in eine Schubkarre stapelt und ein anderer diese Steine wegfährt. Lieder von den Kindern und vom Elternchor wechselten mit den Worten Pastor Schwedas. Nach diesem abwechslungsreichen Familien-Gottesdienst lockte die Sonne alle nach draußen. Hier waren verschiedene Spielmöglichkeiten für die Kinder aufgebaut. So gab es zum Beispiel einen "Kistenstapelturm" oder eine "Rollenrutsche" und vieles mehr. Aber auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Es gab Stockbrot am offenen Lagerfeuer, Bratwurst, Steaks und Krautsalat. Die abwechslungsreiche Cafeteria im Pfarrhaus erfreute sich großer Beliebtheit. Besonders die verschiedenen Erdbeertorten lachten die Gäste an und mussten nicht lange auf ihren Verzehr warten. Erst gegen Abend machten wir uns wieder auf den Heimweg. Allen hatte es wieder sehr gut gefallen.

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HAZ vom 19. Juni 2009


Rat bekräftigt: Spielkreis wird geschlossen
Lange Debatte im Hohenhamelner Gemeinderat um dritte Betreuungskraft in der Krippengruppe "Drachennest"

Hohenhameln (tw). Der Hohenhamelner Rat hat gestern Abend zu zwei Streitthemen der vergangenen Wochen Beschlüsse gefasst: Der Stedumer Spielkreis wird geschlossen. Der Hohenhamelner Kindergarten bekommt 20.000 Euro für eine dritte Betreuungskraft in der Krippengruppe.

Die Pläne, den Spielkreis in Stedum nach vier Jahrzehnten zu schließen und dafür in Equord mit Zuschüssen aus dem Konjunkturpaket II einen neuen Kindergarten samt Krippe zu bauen, hatten in Stedum zu heftigen Protesten geführt (diese Zeitung berichtete). Auf Anordnung des Landkreises Peine wurde eine Anhörung des Stedumer Ortsrates nachgeholt. Der sprach sich ebenso gegen die Schließungspläne aus wie die evangelische Kirchengemeinde als Trägerin der Einrichtung und 224 Bürger, die ihre Unterschrift unter ein Protest-Schreiben setzten.

Mit diesen ablehnenden Stellungnahmen befasste sich nun noch einmal der Gemeinderat, sprach sich aber fast mit ebenso deutlicher Mehrheit für die Schließung aus wie bei der ersten Abstimmung. Damals standen der großen Mehrheit der Ja-Stimmen nur zwei Nein-Stimmen entgegen. Die gab es auch diesmal, dazu kamen vier Enthaltungen. Die schärfste Kritik kam erneut von Ratsmitglied Heinz-Erwin Dahlheimer (CDU), Ortsbürgermeister in Stedum: "Dass ein Kindergarten geschlossen wird, um woanders einen neuen zu bauen, ist sicher einmalig", meinte er. Das gelte auch für den gezeigten Umgang mit dem Ortsrat.

"Eile ist eben ein schlechter Berater", räumte sein Fraktionschef Cord Lauenstein ein. Die besagte Eile rechtfertigte Bürgermeister Lutz Erwig. Sie sei nicht nur auf das Rennen um Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket zurückzuführen, sondern vor allem auch auf die Antragsfrist für neue Krippenplätze.

Jürgen Pagel (SPD) erinnerte daran, dass die Gemeinde Mehrkosten aus dem Betrieb des Spielkreises in den vergangenen Jahren bereitwillig getragen habe. "Wir haben sie nicht auf die Eltern abgewälzt."

Uber die Finanzierung der dritten Betreuungskraft für die Krippe "Drachennest" im Kindergarten "Klein Lummerland" hatte es, wie berichtet, schon vorher in den Ausschuss-Gremien kontroverse Debatten gegeben.

Nun stimmten nach 18 Redebeiträgen zwölf Ratsmitglieder dem SPD-Vorschlag zu, der Einrichtung für das kommenden Kindergartenjahr nur ein festes Personalkosten-Budget von 20.000 Euro zu gewähren. Neun Gegenstimmen und eine Enthaltung kamen vor allem aus den Reihen von CDU und Grünen, die schon im Sozialausschuss eine andere Regelung befürwortet hatten: Die Gemeinde sollte nach ihrer Vorstellung 30 Wochen-Arbeitsstunden einer qualifizierten Kraft, zum Beispiel einer Erzieherin, bezahlen - was etwa 4.000 bis 8.000 Euro mehr kosten würde.

Für die Hauptaufgaben der dritten Betreuungskraft sei nicht unbedingt eine ausgebildete Erzieherin nötig, meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz Joachim Henke. "Der Kindergarten kann sie ruhigen Gewissens einer Kinderpflegerin oder Helferin übertragen."

Das sah der CDU-Fraktionsvorsitzende Cord Lauenstein anders. Gerade in einer Krippe seien ausgebildete Kräfte wichtig. "Da geht es nicht nur um Windel-Wechsel." Sein Fraktionskollege Gerhard Bankes gab zu bedenken, dass in der Gruppe ein behindertes Kind mit betreut werde, das besondere Zuwendung brauche. Beim Mehrumer Hallenbad habe die SPD auch nicht so aufs Geld geschaut.

Otto-Heinz Fründt (SPD) sprach sich für die Beschränkung auf 20 000 Euro aus, weil die Mehrkosten irgendwie wieder hereingeholt werden müssten - sei es durch eine Erhöhung der Elternbeiträge oder der Grundsteuern.
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PAZ vom 19. Juni 2009


Heftige Debatte über dritte Krippen-Kraft
Hohenhamelner CDU wirft SPD vor, Versprechen gebrochen zu haben / Semper: "Ich habe weder Stunden, noch Summen genannt!"

Überraschung im Drachennest: Uwe Semper verspricht, dass eine dritte Kraft für die Kinderkrippe mit 15 Kindern eingestellt werden soll. Dass dabei nicht von einer voll ausgebildeten Erzieherin die Rede war, machte gestern Abend die SPD im Rat klar. (jö)

Uwe Semper verspricht, dass eine dritte Kraft für die Kinderkrippe mit 15 Kindern eingestellt werden soll

Über die dritte Kraft in der Kinderkrippe Drachennest in Hohenhameln debattierten die Ratsfrauen und -herren gestern Abend im Rathaus leidenschaftlich. Letzten Endes blieb es beim Vorschlag der SPD-Mehrheit aus dem Verwaltungsausschuss.

VON JÖRG SCHMIDT

Hohenhameln. Versöhnlich zog Hohenhamelns SPD-Fraktionsvorsitzender Heinz Joachim Henke in die Redeschlacht. Die dritte Kraft sei notwendig, der Brief der Elternvertreter faktisch richtig, aber 20 000 Euro im Jahr seien ausreichend. Eine dritte Erzieherin müsse nicht sein, die Arbeit könne auch eine Helferin leisten.

Da regte sich der erste Zorn im bürgerlichen Lager. Cord Lauenstein, CDU-Fraktionsvorsitzender, forderte die Einstellung einer Erzieherin, wenn nötig mit einem Zeitvertrag. Gerhard Bankes legte für die Christdemokraten nach. Uwe Semper habe als SPD-Bürgermeister-Vertreter beim Ortstermin mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Matthias Möhle die dritte Kraft versprochen, und alle seien davon ausgegangen, dass damit eine volle Stelle gemeint sei. Jetzt werde das Versprechen gebrochen.

Otto-Heinz Fründt sagte für die SPD, es müsse auch über die möglichen Folgen nachgedacht werden, es gehe nicht nur um 5 000 Euro mehr oder weniger, sondern um die Ansprüche aus allen 15 Gruppen in Kindertagesstätten oder -krippen. Die vom Land angekündigte Kostenentlastung der Kommunen bei den Personalkosten, die Bankes ins Spiel gebracht hatte, ließ Bürgermeister Lutz Erwig (SPD) nicht unbeantwortet. Es sei richtig, dass das Land bei den gesetzlich gewollten Personalkosten den Zuschuss erhöhen wolle, aber der Landkreis kürze im selben Zug die Zuschüsse.

SPD-Fraktionsmitglied Vera Braatz führte an, dass man auch an die übrigen Steuerzahler in Hohenhameln denken müsse, die mit ihren Steuern auch ohne eigene Kinder die Kindergärten mitfinanzieren.

Günter Hesse (SPD) warf derweil den Ratsherren Bankes und Lauenstein Populismus vor, der nicht weiterhelfe: "Wir haben doch den finanziellen Einsatz verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr. Es gilt, auch angesichts der unklaren Entwicklung wegen der Wirtschaftskrise, kleine Schritte zu tun."

Heinz Langeheine suchte dagegen den Kompromiss, man könne ja beschließen, eine dritte Kraft für 30 Stunden einzustellen. Eine Erzieherin müsse es nicht sein. Es könnte auch eine Kinderpflegerin oder eine Helferin sein. Bankes rief es seinen Kollegen noch einmal ins Gewissen: "Was sind uns unsere Kinder wert?"

Schließlich setzte sich die Mehrheit der SPD mit zwölf Ja-Stimmen durch, Langeheine von der FDP enthielt sich, alle übrigen votierten gegen den Vorschlag aus dem Verwaltungsausschuss.

Meinung
Schaler Geschmack

Es ist schon eine vertrackte Situation in den Kinderkrippen. Da hat sich die CDU-FDP-Landesregierung nur zu einem Personalschlüssel von zwei Betreuerinnen für 15 Krippenkinder durchringen können. Die SPD wittert ihre Chance und fordert auf Landesebene einen Schlüssel von drei Kräften für 15 Kinder. Mit dieser Botschaft in der Tasche reist Matthias Möhle als SPD-Landtagsabgeordneter nach Hohenhameln ins Drachennest. Sein Parteikollege Uwe Semper zieht die Überraschung aus der Tasche vor den verblüfften Mienen der betroffenen Eltern und Mitarbeiter der Krippe. Die dritte Kraft kommt, und das nicht nur für Hohenhameln, sondern auch für Soßmar. Gewiss, niemand hat genau gefragt, wie viele Stunden, mit welcher Qualifikation. Das war aber auch gar keine Frage, denn eine Stunde hatten Semper und Möhle brav genickt, wenn es um die Anforderungen in Betreuung, Erziehung und Bildung auch in Krippen ging. Dass es gestern in Hohenhameln wenigstens zu einem Zuschuss von 20 000 Euro kam, stimmt versöhnlich, aber ein schaler Geschmack bleibt bei den Mitarbeitern und Elternvertretern, die ganz zu Recht das Maximum für ihre Kinder herausholen wollten.   Jörg Schmidt

j.schmidt@paz-online.de

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HAZ vom 23. Juni 2009


Gesunde Kinder sind das Ziel
Hohenhameln schneidet bei kreisweitem Projekt zur Gesundheitserziehung besonders gut ab

Bürgermeister Lutz Erwig (rechts) und Fachbereichsleiter Rolf Bettels (links) gratulieren Renate Kalateh (Realschule), Kerstin Ortmann-Hardt (Bierbergen), Karin Kaevel (Clauen), Martina Meyer-Becker (Equord), Martina Orwat und Petra Fette (Hohenhameln). Foto: Wedig

Hohenhameln schneidet bei kreisweitem Projekt zur Gesundheitserziehung besonders gut ab

Hohenhameln (tw). Gesundheitsbewusste Erziehung ist in den Hohenhamelner Kindergärten und Schulen Trumpf - die Einrichtungen in der Gemeinde schnitten bei einem kreisweiten Projekt besonders gut ab.

"Gesunde Kinder im Landkreis Peine" heißt das Motto eines "Netzwerkes", zu dem sich die Kreisvolkshochschule, das Peiner Gesundheitsamt, der Kreissportbund sowie die Krankenkassen Barmer und AOK zusammengeschlossen haben. Ihr Ziel: Projekte entwickeln, unterstützen und vernetzen, um die Ge sundheit der Kinder im Landkreis Peine zu verbessern.

Einrichtungen, die schon jetzt viel in der Gesundheitserziehung vorzuweisen haben, konnten bereits ein Gesundheitssiegel beantragen. Insgesamt haben aus Stadt und Landkreis Peine 21 Kindertagesstätten und Schulen das Siegel als Auszeichnung für ein schlüssiges Konzept erhalten, das Bewegung und Sport, gesunde Ernährung sowie sozial-emotionale Gesundheit fördert.

Fünf Einrichtungen aus dieser Riege, also knapp ein Viertel, kommen aus Hohenhameln: die Realschule, die beiden evangelischen Kindergärten in Hohenhameln ("Klein Lummerland") und in Equord sowie die beiden Kindergärten der AWO in Clauen ("Klein Panama") und in Bierbergen. Sie haben damit dokumentiert, dass sie die Kinder gezielt an eine gesunde Lebensweise heranführen.

Das gute Ergebnis für die Gemeinde Hohenhameln hinterließ auch im Rathaus Eindruck. So luden Bürgermeister Lutz Erwig und Fachbereichsleiter Rolf Bettels gestern Vertreterinnen der fünf Einrichtungen zu einem Austausch ein.

Sie waren sich einig: Ein Projekt, das die Gesundheitserziehung fördere, sei wichtiger denn je. "Es gibt immer mehr auffällige und übergewichtige Kinder", hat Martina Meyer-Becker vom Kindergarten in Equord festgestellt. Das zeigten auch regelmäßig die Schuleingangs untersuchungen. Besonders in Sachen gesunde Ernährung gebe es viele Defizite, ergänzt Martina Orwat von "Klein Lummerland".

Zur Gesundheit gehören indessen auch soziale und emotionale Aspekte. Ihnen will die Realschule mit Hilfe der neuen Gesundheitsberaterin Renate Kalateh gerecht werden. "Entspannung ist wichtig", berichtet sie.

Das Gütesiegel soll die Teilnehmer zu einem kontinuierlichen Ausbau der Gesundheitserziehung anspornen. Es gilt zunächst nur für zwei Jahre, dann muss es erneut beantragt werden. Fortbildungen der Mitarbeiter sollen neue Anregungen geben. Auch die Eltern werden eingebunden.

Wortlaut der Verleihungsurkunde für "Klein Lummerland" »
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PAZ vom 23. Juni 2009


Mit Brief und Siegel für die Gesundheit
Hohenhameln: Realschule und vier Kindergärten ausgezeichnet / Von Zahnpflege bis Sportprogramm

Zertifikate "Netzwerk Gesunde Kinder im Landkreis Peine"

Sind stolz auf die Zertifikate des Netzwerks Gesunde Kinder im Landkreis Peine (von links): Fachbereichsleiter Rolf Bettels, Renate Kalateh von der Realschule Hohenhameln, Kerstin Ortmann-Hardt vom Kindergarten Bierbergen, Karin Kevel vom Kindergarten Clauen, Martina Meyer-Becker vom Kindergarten Equord, Martina Orwat und Petra Fette vom Kindergarten Hohenhameln sowie Bürgermeister Lutz Erwig.   (de)

VON MICHAEL SCHRÖDER

Hohenhameln. Anerkennung mit Zertifikat und Geldspende: Von den 25 Kindergärten und Schulen im Kreis Peine, die sich für die Teilnahme am Netzwerk "Gesunde Kinder im Landkreis Peine" beworben haben, sind 21 bewertet und aufgenommen worden. Fünf davon haben ihren Standort in der Gemeinde Hohenhameln. In der Realschule sowie den Kindergärten Klein Lummerland in Hohenhameln, Klein Panama in Clauen sowie in den Einrichtungen Equord und Bierbergen wurden die strengen Kriterien für ein gesundes Aufwachsen der Jungen und Mädchen erfüllt.

Viele Kinder sind zu dick, immer mehr zeigen schon im frühen Alter auffälliges Verhalten. Um dem entgegenzusteuern haben sich die Realschule sowie die Kindergärten in Hohenhameln an der Aktion beteiligt und ihre Angebote für "Gesunde Kinder im Landkreis Peine" herausgestellt.

Diese Förderpunkte reichen vom Erlernen des Zähneputzens über Erzähl- und Stuhlkreise, Ruheräume und -angebote sowie Bewegungs- und Sportaktionen. Gesunde Ernährung ist ebenso wichtig. Der Kindergarten Equord beispielsweise hat ein kleines Gemüsebeet angelegt und viele Obstbäume auf seinem Grundstück. Tanz-Arbeitsgemeinschaften, Anfängerschwimmen, "Rund ums Pferd" und Bewegung auf dem Pausenhof gehören ebenso dazu.

Im Netzwerk, das das Siegel an herausragende Kindergärten und Schulen verleiht, machen die Kreisvolkshochschule, der Kreissportbund, das Peiner Gesundheitsamt sowie die Allgemeine Ortskrankenkasse und die Barmer Ersatzkasse mit. Verschiedene Experten runden das Netzwerk ab. "In Hohenhameln wird in Schulen und Kindergärten hervorragende Arbeit geleistet, das wollten wir einmal dokumentieren", sagte Bürgermeister Lutz Erwig (SPD) gestern bei der Siegel-Präsentation. Außerdem gab es für jede der Hohenhamelner Kinderbetreuungs-Einrichtungen einen Scheck über 100 Euro.

Wortlaut der Verleihungsurkunde für "Klein Lummerland" »
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HAZ vom 26. Juni 2009


Gebastelter Gedichtband rührt Ministerpräsidenten
Politiker auf Sommertour: Christian Wulff, Hubertus Heil und Peter Hintze tourten gestern durch die Region Hildesheim

Kreis Hildesheim / Hohenhameln (rek/tw/ha). Vor Wahlen ist der direkte Kontakt zu Volkes Stimme besonders angesagt. So tummelten sich gestern gleich drei bekannte Politiker in der Region: Ministerpräsident Christian Wulff in Lamspringe, SPD-Generalsekretär Hubertus Heil in seiner einstigen Heimatgemeinde Hohenhameln und CDU-Staatssekretär Peter Hintze in Hildesheim.

[...]

Persönlich im "Drachennest"

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil (Zweiter von rechts) schaut sich den Alltag in der Hohenhamelner Krippe "Drachennest" an. Foto: Wedig

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil schaut sich den Alltag in der Hohenhamelner Krippe "Drachennest" an

"Hallo, ich bin Hubertus", sagt SPD- Generalsekretär Hubertus Heil im Hohenhamelner Kindergarten zum kleinen Joshua, geht in die Hocke und gibt ihm lächelnd die Hand. Dass der Bundespolitiker mit Bürgermeister Lutz Erwig ausgerechnet den Kindergarten "Klein Lummerland" besucht, hat einen besonderen Grund: In der Krippengruppe 2Drachennest" offenbart sich zurzeit eine Schieflage zwischen Bund, Land und Kommunen. Die Bundespolitik hat beschlossen, dass mehr Krippen gebaut werden sollen. Das Land soll dafür Geld geben. Und Hohenhameln schlägt sich mit der Umsetzung im Alltag herum. Wie berichtet, gab es kürzlich im Gemeinderat heftige Debatten um die Finanzierung einer dritten Betreuungskraft. "Alle schieben sich den schwarzen Peter zu, und am Schluss bleibt das Problem am Bürgermeister hängen", sagt Heil. Erwig nickt.

Zwei Betreuungskräfte für 15 Kleinkinder seien zu wenig, fasst der Gast aus Berlin zusammen. "Das habe ich nun begriffen." Nun müssten alle drei Ebenen der Republik dieses Problem gemeinsam lösen.

Einst ist Heil selbst in Hohenhameln in den Kindergarten gegangen. Krippen gab es damals im Westen noch nicht. "Damals hatten wir vor allem Fünf- bis Sechsjährige", erinnert sich Lummerland-Leiterin Martina Orwat, "Vierjährige waren schon die Ausnahme." Seitdem habe sich viel geändert, sagt sie. Die Arbeitsbedingungen seien immer härter geworden. "Die Mitarbeiterinnen sind an ihre Grenzen gekommen."

An Grenzen stoße auch der Staat bei der Finanzierung einer besseren Personalausstattung, räumt Heil ein. "Alles kostet Geld, und das fällt nicht vom Himmel. Wenn wir mehr für Krippen ausgeben, gibt es irgendwas anderes nicht." Er sagt zu, die Forderungen der Erzieherinnen schriftlich zusammenzufassen und die Finanzierungs-Möglichkeiten gegenüberzustellen. Bis dahin könne die Einrichtung froh sein, dass die Gemeinde mit 20 000 Euro einspringt, meint Heil: "Immerhin."

[...]
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PAZ vom 26. Juni 2009


"Krippenplatz-Garantie, sonst treibe ich ab!"
Hohenhameln: SPD-Generalsekretär Hubertus Heil besucht Kindergarten und Krippe / Forderungskatalog für Berlin

Unglaubliche Schlaglichter auf den Alltag in "Klein Lummerland" Hohenhameln: Kinder, denen die Grundbegriffe des menschlichen Zusammenlebens fremd sind, Jungen und Mädchen, denen das Essensgeld fehlt, zu viele Krippenkinder auf zu wenig Betreuerinnen. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil kennt das noch anders.

VON MICHAEL SCHRÖDER

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil informiert sich in "Klein Lummerland" über Licht- und Schattenseiten der Krippenarbeit

Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (rechts) stellte dem SPD-Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil die Sonnen- und Schattenseiten des Kindergartens "Klein Lummerland" vor.   (cb)

Hohenhameln. Als Junge ging er selbst in Hohenhameln in den Vorläufer des jetzigen Kindergartens am Pfannteich. Als Generalsekretär der SPD erinnerte sich Hubertus Heil zwar gestern noch an den Tag, an dem er einem Spielkameraden einen Schippe Sand ins Gesicht gehauen hatte und im Gegenzug einen Schlag mit einer Holzlatte kassierte, aber es sind die aktuellen Probleme, die den Peiner Bundestagsabgeordneten umtreiben.

"Es ist in Deutschland viel versäumt worden, was hier die Kinderbetreuung und
-förderung angeht", gab er zu, "das müssen wir aufholen und das kostet unglaublich viel Geld." Erst in der jüngsten Ratssitzung hatten die Hohenhamelner 20.000 Euro für eine dritte Kraft für die Krippe im Kindergarten Klein Lummerland bereitgestellt. "Ich sage, immerhin 20.000", war Heils Kommentar. "Was Sie hier leisten ist nicht Betreuung, sondern Bildungspolitik." Und die müsse eben mit diesem Geld vorangetrieben werden – das häufig in Hannover hängenbleibe. "Wir müssen der Armut den Nachwuchs abschneiden", sagte Heil, "Prävention kostet, Grundsicherung über mehrere Generationen hinweg kostet mehr."

Dass sich die Gesellschaft drastisch verändert hat, schilderte Kindergartenleiterin Martina Orwat dem Politiker: "Ich hatte einen Anruf von einer werdenden Mutter, die sagte: Entweder Sie garantieren mir einen Krippenplatz oder ich treibe ab!" Erzieherin und Musikpädagogin [sic!] Urte Bothe fügte hinzu: "Was soll die Forderung nach Mehrsprachigkeit im Kindergarten, wenn nicht einmal alle Kinder Deutsch sprechen können? Viele haben nicht einmal das Geld für das gemeinsame Essen, kennen weder Danke noch Bitte." Gutes Personal sei zwingend notwendig.

Heil will aus dem Gehörten einen Forderungskatalog erstellen und dann in Berlin vorlegen.

Anm. d. Web-Masters: Frau Bothe hat eine Ausbildung als Musiktherapeutin.
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PAZ vom 26. Juni 2009


Krippenkinder spielen Musical

Krippenkinder spielen MusicalHohenhameln. Musical-Zeit im Hohenhamelner Kindergarten Klein Lummerland: Gemeinsam mit Erzieherin Urte Bothe und Kinderpflegerin Irene Machens präsentierten die Krippenkinder das Stück "Maya Sonnenschein", in dem der Haupt-Charakter sich in der Nacht verirrt und ein spannendes Abenteuer erlebt. In Kostümen gekleidet stellten die Mädchen und Jungen die von Machens vorgelesene Geschichte pantomimisch dar, sangen das Lied "Liebe Sonne scheine". So schlüpfte Sara in die Rolle von Maya Sonnenschein, Joanna trat in einem Apfel-Kostüm auf und Helen-Marie spielte die verzweifelt nach ihrem Nachwuchs suchende Mutter Sonne. Bothe, die eine Ausbildung zur Musiktherapeutin gemacht hat, begleitete auf der Gitarre. Eineinhalb Monate hat sich die Gruppe vorbereitet, nun konnten die Ein- bis Dreijährigen ihren Eltern und Geschwistern einen Einblick in die tägliche Arbeit geben. Auch Bothe hatte Spaß und lobte nach der Vorführung: "Das haben sie sehr gut gemacht." Zum Abschluss verbeugte sich das kleine Ensemble vor dem Publikum. Danach ging es raus auf das Kindergarten-Gelände, wo sich die Kleinen bei selbst gebackenem Kuchen und Pizzabrot austoben durften. mg/mg

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PAZ vom 20. August 2009


Mit kleiner Harfe ins Musikland reisen

Christiane Rosenberger, ihre keltische Harfe und die Hohenhamelner Kindergartenkinder reisen spielerisch ins Musikland.   (Christian Bierwagen)

Mit kleiner Harfe ins Musikland reisen
Hohenhameln: Vierjährige im Kindergarten "Lummerland" lernen spielerisch den Umgang mit Tönen

VON MICHAEL SCHRÖDER

Hohenhameln. Zart, ganz zart schlägt Christiane Rosenberger die 31 Saiten ihrer kleinen keltischen Harfe an, und 22 Jungen und Mädchen im Hohenhamelner Kindergarten Klein Lummerland staunen über den feinen Klang, hören konzentriert zu. Die Reise führt die Vierjährigen ins Musikland, zu Rassel und Trommel, Triangel, Xylophon und Klanghölzern. Ein Jahr dauert das Projekt in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule, unterstützt wird es vom Land Niedersachsen.

Reise ins Musikland: Die Kinder sitzen wie jeden Mittwoch mit der Harfenistin und Lehrerin für elementare Musikpädagogik Rosenberger und der Kindergartenleiterin Martina Orwat auf einem runden Teppich im Kreis auf dem Boden, singen mit, klatschen in die Hände, auf die Beine, fassen sich an den Kopf und die Ohren und sagen ihren Namen.

"Die Reise beginnt, und wer kommt alles mit?", heißt das Lied. Mit Auto, Hubschrauber, Eisenbahn und Flugzeug machen sich die Jungen und Mädchen auf ihren Fantasieweg, kurbeln an imaginären Steuerrädern, breiten die Arme zu Flügeln aus und drehen wie ein Rotor mit den Händen überm Kopf. Dazu produzieren sie die Geräusche, die sie von den Maschinen kennen.

"Mir ist es wichtig, dass die Vierjährigen über das körperliche Erleben Laute verinnerlichen, Musik ganzheitlich spüren, erst dann können sie Töne begreifen und benennen", sagte Rosenberger. "Das aktive Musizieren in den Familien fehlt einfach", fügte Orwat hinzu. "Selbst Konfirmanden finden kaum den richtigen Ton beim Singen, es ist fürchterlich."

Mit dem Projekt sollen die Kleinen bereits frühzeitig Töne und Musik bewusst kennenlernen. Und es macht ihnen Spaß: Den Klang eines einzelnen Triangel-Schlages summen sie mit, bis er verklingt, mit den Klanghölzern versuchen sie den Takt des Liedes zu halten.

"Kinder in diesem Alter können sich nur auf eine Sache konzentrieren", haben Orwat und Rosenberger festgestellt. "In allen anderen Gruppen sind sie mit Älteren zusammen, hier müssen sie sich selbst orientieren und organisieren, voneinander abgucken und Erfahrungen machen."

Das Land Niedersachsen fördert das Projekt, aber der Kindergarten zahlt etwa 700 Euro aus eigener Tasche hinzu: "Wir haben die Spielzeugankäufe reduziert und lieber in Bildung investiert", sagte Orwat.
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PAZ vom 5. September 2009 (Titelseite)


Kinder demonstrieren für kleine Gruppen und mehr Betreuer

Kinder kämpfen für kleine Gruppen und mehr Betreuer

Kreis Peine. Gelbe Protestmützen, knallbunte Westen und Fähnchen: In ganz Niedersachsen demonstrierten gestern Kindergartenkinder, ihre Eltern und Erzieherinnen für bessere Betreuung, mehr Fachpersonal und kleinere Kinder-Gruppen. Organisiert wurde der landesweite Protest von der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege. Allein im Stadtgebiet Peine nahmen sechs Kindergärten an der Demonstration vor der St.-Jakobi-Kirche teil. Mehr als 100 Kinder kamen mit Eltern und Erzieherinnen. Anschließend ging es zum Rathaus. Dort übergaben sie dem Ersten Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey ihre Forderungen. Auch in Hohenhameln (Foto), Lahstedt, Celle oder Hildesheim gab es Demonstrationen.

Die Aufgaben der Kindergärtner habe sich in den vergangenen Jahren erheblich erweitert: Sprachförderung und die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund seien nur einige. Diese Aufgaben erfordern mehr Personal, gezielte Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung der Erzieherinnen.   wu/cb

» Riesenprotest mit Zwergen ...
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WWW.PAZ-ONLINE.DE vom 24. September 2009 23.00 Uhr


Riesen-Protest mit vielen Zwergen
In Peine, Lahstedt und Hohenhameln demonstrieren Erzieherinnen und Kinder für bessere Ausstattung

Hunderte Kindergartenkinder mit bunten Schirmmützen und Fähnchen waren gestern mit Eltern und Erziehern in Peine, Lahstedt und Hohenhameln unterwegs. "Kinder sind mehr wert" war das Motto der landesweiten Protestaktion.

Riesen-Protest mit vielen Zwergen

© cb

Kreis Peine. Neben den Stufen zur Kirche ist ein Hasenstall aufgestellt, der das durchschnittliche Raumangebot von Kindergartenkindern darstellen soll: zwei Quadratmeter. In ganz Niedersachsen wurden gestern verbesserte Arbeitsbedingungen in Kindergärten gefordert. Allein in Peine nahmen sechs Kindergärten an der Aktion "Kinder sind mehr wert" teil, in Lahstedt waren es fünf und auch Hohenhamelner Einrichtungen waren beim Protest dabei.

Die Forderung: Mehr Platz, bessere Ausstattung, bessere Schulung und Weiterbildung und vor allem kleinere Gruppen und mehr Personal. "Wir haben in der Stadt Peine Gruppenstärken mit 25 Kindern und zwei pädagogischen Fachkräften", sagt Regina Klooß, Leiterin des Woltorfer Kindergartens. "Die ersten sieben Jahre im Leben eines jungen Menschen sind am wichtigsten. In diesem Zeitkorridor gezielt und verlässlich zu fördern, bestimmt den weiteren Lebensweg eines Menschen", sagt Christine Peukert vom Martin Luther Kindergarten in Peine.

Das findet auch Landtagsabgeordneter Matthias Möhle (SPD): "Wir benötigen Fachkräfte und Ingenieure. Aus jedem in die Bildung investierten Euro erhält die Volkswirtschaft 2,70 Euro zurück. Hilft und fördert die Politik nicht, bezahlt sie später: Sozialgeld, Harz IV, lohnbegleitende Hilfszahlungen. Ein optimales Programm kostet jährlich 35 Millionen Euro. Dazu gehört Mut und ein langer Atem", sagt Möhle und schaut auf die singenden Zwerge mit den gelben Mützchen, "Zahlt sich aber erst in zehn Jahren aus."

Im Rathaus übergeben die gut 200 Demonstranten ihre Forderungen dem Ersten Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey. "Die Notwendigkeit der Forderungen ist unbestritten", sagt Tarrey. Die Wirtschaftskrise werfe ihre Schatten aber auch auf Peine. "Wir rechnen für 2010 mit steuerlichen Einbußen, die Haushaltsplanberatung ist bereits nach hinten verlegt, weil eine solide Kalkulation derzeit nicht möglich ist", sagt er im PAZ-Gespräch. Die Kinder singen zum Abschied: "Wir sind Wunderkinder".

Laute Kindermusik schallt auch über den Spielplatz neben dem Lahstedter Rathaus in Gadenstedt. Dort sind knapp 300 Kinder, Eltern und Erzieher aus Kindergärten in Münstedt, Gadenstedt, Adenstedt, Groß Lafferde und Oberg gekommen, um ihrer Forderung nach besseren Betreuungsmöglichkeiten ausdruck zu verleihen. Der stellvertretende Bürgermeister Hans-Joachim Kloster empfing sie mit Zustimmung: "Wir können diese Forderung nur unterstützen, sie richtet sich in erster Linie an die Gewerkschaften, wo die Tarife ausgehandelt werden und an das Land." Danach ließen Kinder und Erwachsene hunderte weiße Luftballone steigen.

Björn Wulfes, Simon Polreich und Kerstin Wosnitza

Hintergrund

Forderungen der Kindergärten

Kleinere Gruppen, mehr Fachkräfte. Bei Kindern bis drei Jahre: Drei Erzieherinnen auf zwölf Kinder. Von drei bis sechs Jahren: 15 Kinder pro Gruppe.

Mehr Zeit für Vorbereitung und Planung: Die Fachkräfte benötigen mehr Verfügungsstunden für Arbeitsvorbereitung, Elterngespräche, Zusammenarbeit mit der Grundschule, Dokumentation und Fortbildung.

Bei Kindergärten mit mehr als 60 Kindern soll die Leitung sich ausschließlich auf die Führung und Organisation des Kindergartens konzentrieren können.

Wer sich entfalten will, braucht Raum. Gruppenräume benötigen eine Mindestgröße von vier bis sechs Quadratmeter pro Kind.

Gute Erzieherinnen schaffen bessere Chancen: Pädagogische Fachkräfte brauchen mindestens die Qualifizierung als Erzieherin.

Bessere Qualifizierung und Weiterbildung: eine Fachberatung für maximal 50 Kindertagesstätten.

wu
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Wochenspiegel vom 10. September 2009


Kampagne für bessere Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten

Protestaktion für bessere Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten

Bürgermeister Lutz Erwig und Fachbereichsleiter Rolf Bettels begrüßen die Kindergartenkinder aus der Gemeinde Hohenhameln mit ihren Betreuerinnen auf dem Rathausvorplatz

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Niedersachsen hatte den 4. September landesweit zum Aktionstag für bessere Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten ausgerufen. Unter dem Motto "Kinder sind mehr wert ..." trafen sich um 10.00 Uhr vor dem Hohenhamelner Rathaus Kinder und Mitarbeiterinnen aus den Kindergärten Bierbergen, Clauen, Equord und Hohenhameln. Auf Transparenten forderten sie "Mehr Platz", "Mehr Zeit" und "Mehr ErzieherInnen", schwenkten Fähnchen mit dem Logo der Kampagne, schlugen die Trommel oder drehten Ratschen und sangen gemeinsam das Lied "Kleine Gruppen, kleine Gruppen wollen wir". Kerstin Ortmann-Hardt vom AWO-Kindergarten Bierbergen dankte Bürgermeister Lutz Erwig im Namen aller an der Aktion Beteiligten für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hohenhameln und übergab ein Grundsatzpapier. Bürgermeister Erwig betonte, dass er ganz auf der Seite der Kindergärten sei und hinter ihrem Anliegen stehe.
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Wochenspiegel vom 10. September 2009


Evangelische Kindertagesstätte Hohenhameln
Großer Herbstbasar in Klein Lummerland

Basar 2009

Der "Basar rund ums Kind" ist für die Elternvertreter aus dem Kindergartenleben nicht mehr wegzudenken. Von Jahr zu Jahr nimmt die Zahl der Anmeldungen zum Verkauf zu - von Jahr zu Jahr wächst die Besucherzahl und auch die Cafeteria ist schon längst nicht mehr nur Ruhepunkt der Schnäppchenjäger.

Bereits seit Jahren überlegt der Elternrat daher, zu dem einen Basar im Frühjahr noch einen zweiten im Herbst zu gesellen.

Die Schwierigkeit daran ist allerdings, dass es im Herbst - kurz nach dem Start des Kindergartenjahres - noch keinen gewählten Elternrat gibt.

Und selbst wenn, würde diesem Elternrat noch nicht genügend Zeit zur Organisation eines solchen Basars geblieben sein.

Die Lösung kristallisierte sich dann in den letzten Elternratssitzungen 2008/09 heraus: Es wurde eine Interessengemeinschaft/Fördergruppe primär aus den Mitgliedern des Elternrats gegründet, welche sich des Basars annimmt.

Seit Anfang August laufen nun bereits die Vorbereitungen für den geplanten Herbstbasar. Die ersten vorbereitenden Meetings fanden statt. Das in den letzten Jahren entwickelte "Kochbuch" für die Basare der künftigen Jahre kennen die Organisatoren schon auswendig und sobald der neue Elternrat arbeitsfähig ist, werden von diesem Gremium sicherlich weitere Freiwillige an der Organisation teilnehmen, um diese Fackel in die nächsten Generationen "Klein Lummerlands" weiterzutragen.

Der Termin für den ersten Herbstbasar in "Klein Lummerland" steht inzwischen auch fest: Am 19. September öffnet "Klein Lummerland" seine Pforten zwischen 14 und 16 Uhr für die Schnäppchenjäger. Der Aufbau für die Verkäufer findet bereits ab 13 Uhr statt.

Die Anmeldungen zum Verkauf nehmen Manuela Lustig unter 05128/4224 und Karla Giel unter 05128/4097962 ab sofort entgegen. Der Erlös des letzten und dieses ersten Herbstbasars soll mit einer größeren Anschaffung den sportlichen Bereich der Kindertagesstätte unterstützen.

Wir wünschen ein gutes Gelingen im Namen aller Kinder!
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PAZ-Verlagsbeilage vom 11. September 2009

PAZ-Aktion "Wir lassen Kinderherzen höher schlagen"


Hohenhameln:
Jung und Alt, Miteinander - Füreinander

Petra Fette ist dabei, wenn Hohenhamelner Kindergartenkinder mit Senioren zusammentreffen

Petra Fette ist dabei, wenn Hohenhamelner Kindergartenkinder mit Senioren zusammentreffen.   Foto: bik

Der Strampler der Puppe aus der Puppenwohnung in der Tigerenten-Gruppe der evangelischen Kindertagesstätte "Klein Lummerland" in Hohenhameln ist schmutzig. Die vorhandene Spiel-Waschmaschine bringt nicht den gewünschten Reinigungseffekt. Da hat eine Seniorin die Idee: "Warum wascht Ihr den Strampler nicht im Waschbecken?" Die überraschte Gegenantwort der kleinen Mädchen: "Geht das wirklich?" Gesagt, getan. Kurz darauf waschen ihn die Kleinen von Hand und stellen strahlend fest: "Der wird ja richtig weiß."

Petra Fette, Erzieherin in der Tigerenten-Gruppe, schildert das Beispiel, weil es zeigt, wie bereichernd gemeinsame Alltagsbegegnungen für Kinder und Senioren sein können. Alle 14 Tage gestalten zehn Kindergartenkinder und mehrere Bewohner des Seniorenheims Pfingstanger gemeinsam etwa eine Stunde den Vormittag - mal in "Klein Lummerland", mal im Seniorenheim. "Wir kommen ins Gespräch über früher und heute, spielen, backen, essen, erzählen uns Geschichten, turnen, singen und machen vieles mehr", berichtet Fette.

Das Konzept solle nicht nur punktuell Kinder und Senioren bereichern, sondern auch ein soziales Problem bearbeiten: die immer stärker werdende Generationskluft in unserer Gesellschaft. Seit 2004 finden die Besuche statt, bei denen die Kinder im Umgang mit der älteren Generation viele Erfahrungen machen können. So erleben sie, dass sie kleiner und jünger sind, ihre Haut glatter ist und sie entdecken, jedes Leben verändert sich, es hat ein Ende, es "verblüht", wird "schrumplig", schildert Fette Einzelheiten. Zudem erkennen die Kinder, dass ältere Menschen oft viel zu erzählen haben aber auch Demenz, Krankheit und Tod zum Alter gehören.

Die ältere Generation erzähle bei den Treffen gerne von früher, singe alte Kinderlieder, freue sich, lache, scherze, bewege sich freiwillig und werde wieder fantasievoll, zählt die Erzieherin auf. "Eine langfristige generationsübergreifende Projektarbeit bedeutet, dass Kinder weniger Berührungsängste mit Senioren haben, sie oft Kommunikationstalent mit alten Menschen zeigen und Kinder ihnen gerne eine Freude machen wollen", weiß Fette. So habe sich in der Tigerenten-Gruppe die generationsübergreifende Arbeit immer mehr zu einem eigenständigen Thema im Kindergartenalltag entwickelt. Eine Zusammenführung sei daher auch im christlichen Sinne nur positiv.   bik

Martina Orwat

Martina Orwat, Leiterin Evangelische Kindertagesstätte "Klein Lummerland", Hohenhameln:

Die Idee, die hinter der Aktion steckt ist klasse, denn auch die Leser kommen zu Wort und dürfen entscheiden, welches Projekt ihnen am meisten zusagt. Wir kriegen eine Rückmeldung zu unserer Aktion. Großartig ist auch, dass die Vielfalt dessen, was Kindergarten-Arbeit bedeutet, in der Öffentlichkeit dargestellt wird.


PAZ-Aktion "Wir lassen Kinderherzen höher schlagen"

Aus dem gesamten Kreis Peine hatten sich 18 Kindertagesstätten an dieser gemeinnützigen PAZ-Aktion beteiligt, und alle Projekte konnten sich sehen lassen. In der Sonderbeilage vom 11. September 2009 wurden sie vorgestellt. Per Coupon konnten die PAZ-Leser bis zum 19. September abstimmen. Der Kindergarten, dessen Idee am besten ankam, erhielt 1000 Euro für seine Einrichtung. Doch auch die anderen Teilnehmer wurden mit Geldpreisen belohnt.

Am 9. Oktober präsentierte die PAZ die zehn Aktionen mit den meisten Stimmen ausführlich. Die Vöhrumer Kindertagesstätte "Löwenzahn" lädt regelmäßig Bewohner aus dem Seniorenheim "Haus Doris" ein (Platz 1), in der Peiner Villa Kunterbunt wurde eine Honigakazie für Menschenrechte gepflanzt (Platz 2), und der AWO Kindergarten Bierbergen verkauft auf dem Wochenmarkt Apfelgelee für das "Elternhaus" an der Universitätsklinik Göttingen, das Familien krebskranker Kinder pädagogisch und psychosozial betreut (Platz 3). Wir gratulieren!

"Klein Lummerland" erreichte mit seiner oben vorgestellten Aktion den 12. Platz. Bei allen, die uns mit ihrer Stimme unterstützt haben, bedanken wir uns sehr herzlich!
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Wochenspiegel vom 24. September 2009


Ev. Kita Klein Lummerland: "Es fährt wieder – vielen Dank!"

"Klein Lummerland" besitzt vier sehr robuste Dreiräder. Sie haben einen stabilen Rahmen aus Stahlrohr und hinten eine rutschsichere Fläche, auf die sich ein zweites Kind stellen kann. Vorn ist ein Vollgummireifen eingebaut, die Hinterreifen sind aufzupumpen.

Es fährt wieder - vielen Dank!Klar, dass diese Dreiräder heiß begehrt sind. Immer gibt es mehr Kinder, die fahren möchten, als gerade Dreiräder zur Verfügung stehen. Man kann damit allerdings auch tolle Sachen machen, z. B. Sand oder Baumabschnitte transportieren oder in einem Geschicklichkeitsparcours die eigenen Fahrkünste beweisen.

Qualität ist teuer, doch sie zahlt sich aus. Die Dreiräder halten schon über 10 Jahre. Ab und zu gibt es zwar Reparaturbedarf – etwa wegen eines Achsenbruchs durch Überbelastung (!) oder bei einem Ausflug in den Sandkasten, nach dem sich die Räder nicht mehr richtig drehen –, doch das lässt sich alles wieder in Ordnung bringen. Manchmal hilft Opa Siegfried Malzburg, und manchmal muss ein kaputtes Dreirad eben in die Werkstatt.

Kürzlich war's mal wieder so weit. Ein Dreirad sollte den Tigerenten im Spiel als Auto dienen, aber – oh Schreck! – hinten hatte es einen "Platten". Wie üblich wollte es keiner gewesen sein. Was nun?

Hannas Papa arbeitet im Autohaus Wittenberg. Dort kennt man unsere Dreiräder schon. Joane, Joshua und Hanna durften das schwere, kaputte Gefährt in Petra Fettes Auto laden und mitfahren. Bedingung: "Ihr regelt im Autohaus alles selbst!"

An der Rezeption staunten die Angestellten nicht schlecht, als die Kinder sagten: "Guten Tag, unser Auto ist kaputt!" "Was für ein Auto?" "Na, das da!" Die Tigerenten zeigten auf das Dreirad. "Ach so! Ja, lasst es mal hier. Ob wir es heute schaffen, wissen wir nicht genau, aber morgen könnt ihr es wieder abholen."

Vielleicht wundern Sie sich, dass man im Autohaus Wittenberg auch Dreiräder repariert. Doch der Betrieb hat 1875 mit einer Schmiede sowie Fahrrad- und Nähmaschinenhandlung angefangen.

"Die Alteingesessen können sich sicher noch erinnern, dass wir einmal Fahrräder verkauft und repariert haben. Für Schubkarren und Handwagen haben wir die Bereifung und das Reparaturmaterial heute noch vorrätig", so die Chefin in der fünften Generation Simone Wittenberg-Sentker.

Am nächsten Tag – einem Freitag – hatten die Tigerrenten keine Zeit, sondern erst am Montag. Hanna, Joane und Joshua fuhren mit Petra wieder ins Autohaus und probierten das reparierte Dreirad sofort aus. "Es fährt wieder – vielen Dank!"

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Wochenspiegel vom 8. Oktober 2009


Der Kindergarten im Seniorenheim Pfingstanger

Der Kindergarten im Seniorenheim PfingstangerAm 21. September war es wieder soweit. Die "Tigerenten" des Kindergartens Hohenhameln kamen am Vormittag zu Besuch auf die Rosenebene am Pfingstanger. [...] Das Thema für den Tag war Getreide und so wurden gleich Getreidehalme und Körner an alle Kinder und Bewohner verteilt.

Gemeinsam wurde besprochen, wie das Getreide früher ausgebracht, geerntet und mit dem Dreschschlägel bearbeitet wurde, um die Körner aus den Ähren zu gewinnen. In unserer Runde versuchten die Kinder, mit Steinen das Korn aus den Ähren zu bekommen. Die Begeisterung war groß und die Arbeit wurde belohnt.

Weiter erzählten die Kinder, dass sie auch schon auf einen Mähdrescher klettern durften. Sie meinten, er wäre so groß wie ein Haus.

Von den Kindern wurde spielerisch dargestellt, wie aus einem Korn in der Erde mit Hilfe von Sonne und Wasser das Getreide anfängt zu wachsen, bis es reif ist und geerntet werden kann. Dazu wurden Stoffe in unterschiedlichen Farben in der Runde verteilt, die Sonne, Wasser und Erde darstellten. Das ganze wurde mit Klanginstrumenten von den Kindern begleitet.

Mit Hilfe einer Kaffeemühle wurden die Körner gemahlen. Das unterschiedlich stark gemahlene Mehl wurde bei einem Mühlenlied gezeigt und probiert.

Zusammen wurde überlegt, was man aus Mehl alles machen kann und was gebraucht wird, um einen Teig entstehen zu lassen.

Als kleiner Leckerbissen wurden Kuchen und Brezel gereicht und zum Abschluss die Geschichte von Max und Moritz vorgelesen.

Am Ende hatte Frau Kreusel noch eine süße Überraschung für die Kinder. Die Kinder bedankten sich herzlich bei der Spenderin. Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch von den "Tigerenten"!
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Wochenspiegel vom 29. Oktober 2009


Das letzte Kindergartenjahr als Brückenjahr zur Grundschule
Kindergärten in Hohenhameln und Clauen wollen gemeinsam mit der Grundschule Clauen den Schulbeginn erleichtern

Modellprojekt Brückenjahr

Inge Springmann, Danica Reddingius, Ulrike Ratajcak und Karin Kaevel stellen das "Modellprojekt Brückenjahr" im AWO-Kindergarten Clauen vor.

Bisher gab es schon eine gute Zusammenarbeit in einem Arbeitskreis mit anderen Kitas und Grundschulen, gemeinsame Fortbildungen sowie einen Kooperationskalender, in dem die regelmäßigen gemeinsamen Aktivitäten wie gegenseitige Besuche, Gespräche und Teilnahme an Elternabenden festgeschrieben sind.

In den nächsten zwei Jahren arbeiten die Kindertageseinrichtungen "AWO-Kindergarten Clauen" und die Kindertagesstätte "Klein Lummerland" Hohenhameln noch enger mit der Grundschule Clauen im "Modellprojekt Brückenjahr" zusammen.

Mit diesem Projekt will das Niedersächsische Kultusministerium die pädagogische Arbeit in Tageseinrichtungen für Kinder und Grundschulen noch stärker verzahnen. Grundschulrektorin Inge Springmann, die Lehrerin Danica Reddingius und die beiden Erzieherinnen Karin Kaevel und Ulrike Ratajcek freuen sich, dass ihre Einrichtungen in das Projekt aufgenommen sind und erarbeiten gemeinsam ein Konzept zur Förderung der Kinder. Auf die erste Maßnahme konnten sie sich schnell einigen, da sich alle Beteiligten in Fortbildungen bereits intensiv mit diesem Thema beschäftigt haben. Es geht um Grunderfahrungen mit der Mathematik. Dazu sollen die Kinder regelmäßig in die Schule kommen und gemeinsam mit Schulkindern spielerisch gefördert werden.

Schritt für Schritt können sie sich so auch mit der Schule und dem Umfeld vertraut machen. Auch gemeinsame sportliche Aktivitäten sind beabsichtigt. Gerade im Bereich der Grob- und Feinmotorik werden neben dem Wahrnehmungsbereich immer mehr Defizite bei den Kindern festgestellt. Eine gute Förderung in diesen Bereichen verbessert die Voraussetzungen für einen gelungenen Schulstart.

Auf den Elternabenden für die kommenden Schulkinder im November sollen die Eltern in den Prozess eingebunden werden.

Kinder, die keine Tagesstätte besuchen, werden auch in das Projekt einbezogen.
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PAZ vom 25. November 2009


Mit dem Klimamobil in den Weltraum
Vorschulkinder der Hohenhamelner Kindertagesstätte "Klein Lummerland" erleben spannendes Abenteuer

Fix in den Weltraumanzug geschlüpft und dann mit dem Space Shuttle in die Raumstation gedüst: 18 Kinder der Kindertagesstätte "Klein Lummerland" erleben ein aufregendes Abenteuer mit dem Klimamobil.

VON KERSTIN WOSNITZA

Mit dem Klimamobil in den Weltraum

In die Weltraumanzüge, fertig, los: Die Vorschulkinder von "Klein Lummerland" während ihrer "Forschungsreise".   (privat)

Hohenhameln. Große Aufregung bei 18 Kindern der evangelischen Kindertagessätte "Klein Lummerland" in Hohenhameln: Sie schlüpfen in Weltraumanzüge, dann wird ein Erinnerungsfoto von der Crew gemacht, und schon bringt das Space Shuttle, getragen von einem riesigen Feuerschweif, die kleinen Klimaforscher zur um die Erde kreisenden internationalen Raumstation. Möglich macht das das Klimamobil.

Dem Abenteuer voraus ging ein Jahr intensiver Vorbereitung in der "Igel"-Gruppe zum Thema Umwelt- und Klimaschutz mit den Erzieherinnen Marita Semper, Melanie Feller und Denise Asche. Überall haben sie sich Anregungen geholt, aus den besten Anregungen zimmerten sie ein abwechslungsreiches Projekt.

Die "Igel" besichtigten die Kläranlage in Soßmar, das Recycling-Center in Stedum und die Windkraftanlage bei Mehrum. Sie übten sich in Mülltrennung oder lernten durch Experimente, wie man Schmutzwasser reinigen kann. Schließlich gingen sie in ihre Kindertagesstätte und machten sich selbst zu Hause als Umweltdetektive auf die Suche nach der Verschwendung von Wasser oder Strom. Jedes Kind wurde fündig und erhielt als Anerkennung einen Umweltdetektiv-Ausweis.

Krönender Abschluss für die "Igel" sollte das Klimamobil werden, das eigentlich für Schüler ab der dritten Grundschulklasse gedacht ist und nur ausnahmsweise und durch Einsatz der "hohen Politik" dieses eine Mal in eine Kindertagesstätte kam.

Mithilfe des Klimamobils verfolgen die Besucher der Weltraumstation, über welchen Teil der Erde sie gerade fliegen: Wüste, Regenwald, Arktis, Antarktis... Parallel wirft ein Beamer Bilder auf eine Fotoleinwand, begleitet von kindgerechten Erläuterungen: Frisst ein Eisbär Pinguine? Nein, denn Pinguine leben nicht am Nordpol, sondern in der Antarktis. Aber von irgendetwas muss ein Eisbär sich ernähren, und leider wird durch den Klimawandel sein Lebensraum immer kleiner.

Zum Konzept des Klimamobils gehören Experimente und interaktive Exponate. Zum Beispiel verdeutlichen nasse Tücher, mit denen die Kinder in der Luft wedeln, die Klimaschutz-Funktion unseres Waldes. Wo die feuchten Tücher, also die Blätter von Bäumen sind, wird es durch Verdunstung schön kühl.

Zum Abschluss gibt es für die Vorschulgruppe als Geschenk noch ein Buch mit Experimenten und ein Würfelspiel: Heizung an und gleichzeitig Fenster auf? Dann fünf Felder zurück!

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Wochenspiegel vom 3. Dezember 2009


Kleine Forscher aus der Kindertagesstätte "Klein Lummerland" und das "Klimamobil" starten in den Weltraum

Die Crew vor dem Start in den WeltraumAufregung und Vorfreude spiegeln sich in 18 Kindergesichtern aus der evangelischen Kindertagesstätte "Klein Lummerland" in Hohenhameln. Schnell noch in die Weltraumanzüge schlüpfen, ein Erinnerungsfoto von der Crew machen, und dann bringt das Space Shuttle, getragen von einem riesigen Feuerschweif, die kleinen Klimaforscher zur um die Erde kreisenden internationalen Raumstation.

Diesem Abenteuer voraus ging 1 Jahr intensiver Vorbereitung in der Igel-Gruppe. Überall, wo Hilfen und Lernmaterialien zum Thema Umwelt- und Klimaschutz erhältlich waren, hatten sich die Erzieherinnen Marita Semper, Melanie Feller und Denise Asche umgesehen, selbst in anderen Bundesländern. Aus den besten Anregungen zimmerten sie ein abwechslungsreiches Projekt.

Die "Igel" besichtigten die Kläranlage in Soßmar, das Recycling-Center in Stedum und die Windkraftanlage bei Mehrum. Sie übten sich in Mülltrennung oder lernten durch Experimente, wie man Schmutzwasser reinigen kann. Schließlich gingen sie in ihrer Kindertagesstätte und selbst zu Hause als Umweltdetektive auf die Suche nach der Verschwendung von Wasser oder Strom. Ist das Licht im Flur unbedingt nötig? Wird der Wasserhahn beim Gemüseputzen zwischendurch auch wieder zugedreht? Jedes Kind wurde fündig und erhielt als Anerkennung einen Umweltdetektiv-Ausweis, den mancher stolze kleine Detektiv den ganzen Tag lang nicht mehr abnehmen mochte.

Krönender Abschluss für die "Igel" sollte das Klimamobil werden, doch eine Anfrage ergab, dass man es erst ab der 3. Grundschulklasse ordern kann. Nun war die hohe Politik gefragt. Uwe Semper, 1. stellvertretender Bürgermeister in Hohenhameln, wandte sich an Hubertus Heil, damals noch SPD-Generalsekretär. Der wiederum schrieb an die Schirmherrin des Klimamobils, Bundesministerin Dr. Annette Schavan, und es gab ein Happy End. Allerdings wird dieser Besuch des Klimamobils in einer Kindertagesstätte eine einmalige Ausnahme bleiben.

An dem Projekt hatten alle "Igel" teilgenommen, doch das Klimamobil-Team nimmt nur Vorschüler mit auf die Reise. Zudem darf die Forschungs-Crew nicht zu groß werden. Unverhofft erleben so auch fünfjährige "Hasen" und "Sonnenkäfer" ein spannendes Abenteuer.

Auf einem beleuchteten Globus können die Besucher der Weltraumstation verfolgen, über welchen Teil der Erde sie gerade fliegen: Wüste, Regenwald, Arktis, Antarktis... Parallel wirft ein Beamer Bilder auf eine Fotoleinwand, begleitet von kindgerechten Erläuterungen: Frisst ein Eisbär Pinguine? Nein, denn Pinguine leben nicht am Nordpol, sondern in der Antarktis. Aber von irgendetwas muss ein Eisbär sich ernähren, und leider wird durch den Klimawandel sein Lebensraum immer kleiner.

So viel Strom frisst eine alte GlühlampeZum Konzept des Klimamobils gehören Experimente und interaktive Exponate. Zum Beispiel verdeutlichen nasse Tücher, mit denen die Kinder in der Luft wedeln, die Klimaschutz-Funktion unseres Waldes. Wo die feuchten Tücher, d. h. die Blätter von Bäumen sind, wird es durch Verdunstung schön kühl. Hält man seine Hand vorsichtig über eine brennende alte Glühlampe und eine moderne Energiesparlampe, dann merkt man, dass die Glühlampe total uncool ist. Sie wird viel heißer und verbraucht deshalb viel mehr Strom.

Zum Abschluss gibt es für die Vorschulgruppe als Geschenk noch ein Buch mit spannenden Experimenten und ein Würfelspiel: Heizung an und gleichzeitig Fenster auf? Dann fünf Felder zurück!

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