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Archiv 2006
 

 

Inhaltsverzeichnis
Monat
Titel
Jan.
Beispiel für ehrenamtliches Engagement
Wenn Kinder auch mal auf den Tisch hauen dürfen
Feb.
Mein Papa tut gar nichts, der arbeitet bloß!
Projekt-Tag mit dem Kindergarten "Klein Lummerland" und dem Alten- und Pflegeheim "Brunnenhof"
Fit wie'n Turnschuh
März
Das "Freie Bad Hohalia" im Ausnahmezustand
Eins, Eins, Zwei
April
Ute, was gibt es heute?
Wieviel Stück Würfelzucker sind in einer Tafel Schokolade?
Mai
Wenn Kinder entdecken, ob sie Mädchen oder Junge sind
Seniorenwohnanlage Bahrke: Besuch im evangelischen Kindergarten "Klein Lummerland"
Jeden Tag ein Lied - und jetzt ein Preis
Hurra, Hurra, der Felix, der ist da...
Juni
Im Spiel liegt therapeutische Kraft
Nachwuchs für die French Open?
www.ev-kita-hohenhameln.de
Wechsel im Kirchenvorstand
Fleißige Junggesellen machen unsere Außengeräte für die nächsten Jahre wetterfest
Juli
Weißt du, wo die Bücherei ist?
Schmetterling, Mühle, Tiger oder Adler auf dem Ponyrücken
Zwei Knalltüten für zwei Euro: "Tigerenten" helfen Aids-Kindern
Aug.
Mit Kindern auf dem Weg
Familiengottesdienst
Sep.
Jim und seine Drachen, Bären und Tigerenten wohnen links
Okt.
Flaschenpost für die "Hasen"
Ich kümmer' mich drum!
Nov.
Webrätsel im Advent
"Rätselhafte Kerzen" in der Adventszeit
Dez.
Malteser Rettungswagen sorgt für Aufregung
Auslosung der Gewinner unseres Webrätsels

 

Wochenspiegel vom 12. Januar 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
Beispiel für ehrenamtliches Engagement
- Unser Opa Siegfried weiß immer Rat


Wer in einer Stadt aufgewachsen ist und in ein kleines Dorf kommt, mag denken: „Hier ist der Hund verfroren!" Es gibt weder Kino noch Discothek. Vielleicht gibt es nicht mal mehr eine Kneipe. Aber es gibt etwas, das mit Geld nicht zu bezahlen ist: eine Dorfgemeinschaft. Da konnte uns gar nicht lange verborgen bleiben, dass Siegfried Malzburg aus Harber ein Opa ist, den wir ganz schnell adoptieren müssten. So blieb er nicht lange nur ein Opa, der seine Enkel in den Kindergarten bringt, er wurde unser Opa.


Opa Siegfried ist von Beruf Schmied. Aber er kann noch viel mehr. In einem ehemaligen Stall hat er sich eine kleine Werkstatt eingerichtet. Und dort hat er häufig Besuch von Kindern aus der Nachbarschaft. Er ist sehr kinderlieb, und das merken die Rangen. Doch sie nutzen es nicht aus. Wenn sie bei ihm sind, dann beachten sie die Regeln, die er ihnen aus Sicherheitsgründen auferlegt. Spaß haben sie auch so genug.


Für unseren Kindergarten ist er ein Schatz. Wenn Spielzeug zu reparieren ist: Opa Siegfried weiß Rat. Ein aktuelles Beispiel: Familie Beckert aus Hohenhameln hatte für ihre Kinder eine Kutsche selbst gebaut. Als der letzte kleine Beckert unseren Kindergarten verließ, war für die Familie klar: Diese Kutsche bekommt der Kindergarten. Und weil die Kinder in der Tigerenten-Gruppe gewesen sind, wurde die Kutsche extra für uns schwarzgelb bemalt und mit Kinderwagenrädern ausgerüstet.


Nun ist es eine Sache, ob solch eine Kutsche drei Jahre in einer Familie überlebt und eine andere, ob sie dem robusten Alltag in einem Kindergarten gewachsen ist. Die Kutsche kam bei uns an, die Kinder stürzten sich drauf, und schon war es passiert. Die Räder kapitulierten vor dem Ansturm. Alle zwei Meter musste ein Rad neu befestigt werden. Doch nun kommt Opa Siegfried ins Spiel: „So geht das nicht! Die nehme ich mal mit, und dann guck ich, was ich machen kann!"


Opa Siegfried hatte einen Notfall-Plan. Für den Transport der schweren Kutsche engagierte er Matthias von Wagner. Und wenn ihm Werkzeug fehlte, dann sprang die Niedersächsische Sargfabrik ein. Als die Kutsche wieder bei uns war, hatte sie eine verstärkte Rückwand, neue Achsen und neue Radaufhängungen. Die Kinder waren begeistert. Doch da stellte sich ein weiteres Problem heraus. Die Kutsche war nun zu schnell, besonders in den Kurven. Opa Siegfried reparierte das Trittbrett einmal. Beim zweiten Mal sagte er: „So geht das nicht! Da muss 'ne Stoßstange ran. Ich spreche mit Matthias von Wagner, der hilft beim Transport."


Falls Opa Siegfried es wegen der Feiertage noch nicht geschafft hat, ihn zu informieren, als eifriger Wochenspiegel-Leser weiß Herr von Wagner nun Bescheid!

Kindergarten-Opa Siegfried repariert alles

 

Wochenspiegel vom 26. Januar 2006


Lehrlogopädin Bettina Geffert

Wer in einem helfenden Beruf arbeitet wie z. B. Pädagogen, Lebensberater oder Mediziner, kann Menschen in vielen Fällen helfen, aber zuweilen steht man hilflos da. Das ist auch im pädagogischen Aufgabenfeld „Kindergarten" nicht anders. Besonders brenzlig ist es, wenn Kinder nach den Sommerferien neu zu uns kommen. Sie müssen sich an die neue Umgebung gewöhnen, aber auch wir Betreuerinnen müssen unsere Schutzbefohlenen und ihre Eigenheiten erst einmal kennenlernen. Die Sprache ist dabei ein wichtiges Medium.

Oskar (die Kindernamen wurden verändert) kommt zu seiner Gruppenerzieherin, zippelt am T-Shirt und sagt etwas. Sie kann ihn nicht verstehen: „Kannst Du das bitte noch einmal sagen?" Oskar wiederholt das Gesagte.

Die Erzieherin kann immer noch nichts verstehen und fragt nach. Oskar wiederholt sein Anliegen daraufhin noch einmal. Wieder versteht die Erzieherin nichts. Um dem Kind zu helfen, sagt sie: „Du, meine Ohren scheinen heute nicht in Form zu sein. Meinst Du vielleicht...?" Aber das ist es nicht. Oskar resigniert, schüttelt seinen Kopf und geht.

Sprechstörungen bei Kindern nehmen nach unseren Beobachtungen zu. Damit ist z. B. gemeint, dass Kinder Laute nicht bilden können und sie durch andere ersetzen. Manchmal kann man sie zwar dennoch verstehen, aber manchmal leider auch nicht. Für all diese Kinder wäre fachliche Unterstützung wichtig.

Um uns selbst aktuell weiterzubilden und für die tägliche Arbeit praktische Hilfen zu gewinnen, hatten wir in der letzten Woche Bettina Geffert aus Mehrum, Dipl. Lehrlogopädin und Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Hildesheim, zu uns eingeladen. Wir kennen sie seit August 2004, da Kinder aus unserem Kindergarten in ihrer Praxis betreut werden.

Und das Sprechförderung nicht langweilig ist, sondern sehr lebendig sein kann, dafür ein Beispiel: Ilse konnte kein „K" sprechen. Frau Geffert hat ihr gezeigt: das „K" lässt sich viel leichter sagen, wenn man dabei mit der Hand auf den Tisch haut. Und so kommt Ilse am nächsten Tag fröhlich zu ihrer Erzieherin: „Ich möchte K-a-k-ao trinken!" Sie haut gleichzeitig mit den „Ks" auf den Tisch. „Jessi-c-a, das k-annst Du auch ruhig mal machen, das geht richtig gut!" Übrigens geht es auch Oskar inzwischen richtig gut: „Steffen hat mich in den Po ge-k-niffen! - Ich k-ann das K!" - Wozu auf den Tisch hauen dürfen doch manchmal gut sein kann!
Zur Homepage der Logopädie-Praxis Geffert »

 

Wochenspiegel vom 2. Februar 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
„Mein Papa tut gar nichts, der arbeitet bloß!"

Radio "Tonkuhle" bei den "Dackeln"Vielleicht ist es manchmal gut, dass wir nicht so genau wissen, was unsere Kinder von uns erzählen. Jedenfalls kam Überraschendes heraus, als Thomas Muntschik vom Radio „Tonkuhle" aus Hildesheim die Dackelkinder am vergangenen Freitag interviewte.

Elternbeirätin Martina Buhl war an allem Schuld. Sie hatte den Kontakt hergestellt. Dem Radio „Tonkuhle" ging es darum, flotte Kindersprüche und Lieder für eine Sendereihe aufzuzeichnen. Uns war vor allem daran gelegen, dass die Kinder einmal miterleben konnten, wie eine Radiosendung überhaupt entsteht. Deshalb hatten Urte Bothe und Irene Machens ihre Schützlinge gut vorbereitet. Was sind Berufe? Welche Berufe gibt es? Was willst du einmal werden, wenn du groß bist? Die erste Antwort: „Einbrecher!" Urte Bothe war entsetzt: „Was, Einbrecher ist doch kein Beruf!" „Na gut, wenn das kein Beruf ist, werde ich eben Soldat!"

Zum Glück hat Thomas Muntschik das nicht gehört, sondern eher Sätze wie: „Ich heiße Hannah und möchte gerne Ärztin werden!" Aber es gibt natürlich in den Augen von Kindern - trotz aller Vorbesprechungen - immer noch überraschende Lebensziele wie z. B. „Katze" oder „Rennauto". Wir lächeln darüber, aber hinter solchen Wünschen stehen oft traurige Kinderschicksale. Und eine Katze ist nun einmal etwas, das man liebhat, und mit einem Rennauto kann man vor allem Dunklen davonbrausen.

Thomas Muntschik stellte schnell guten Kontakt zu den Kindern her: „Ich heiße Thomas und komme aus Hildesheim. Ihr habt hier vielleicht komische Ortsnamen, Bierberg, Soße und Laberlaber..." Protestgeschrei der Kinder! Und dann ging's los! Thomas baute die Geräte auf und erklärte sie: „Das Krokodil (dabei zeigte er auf das Aufnahmegerät und legte eine CD ein) schluckt die Töne!" Alles war ganz freiwillig. Und als sich auf „Was willst du werden?" nach einiger Zeit niemand mehr meldete, fragte er: „Was macht denn dein Papa?" Ein paar Kostproben: „Mein Papa tut gar nichts, der arbeitet bloß!" „Mein Papa sitzt im Büro und liest nur." „Mein Papa baut Fahrräder, Häuser, Autos, der baut alles..."

Ein Vorschlag: Wie wäre es, wenn die Papas oder Mamas ihre Sprösslinge mal wieder an ihren Arbeitsplatz mitnehmen und dort alles zeigen und erklären? Das ist viel lebensnäher, als wenn wir mit den Kindern Berufe im Bilderbuch anschauen.

Die Lieder und Interviews, die Thomas Muntschik aufgezeichnet hat, wurden seit Montag von der „Tonkuhle" auf Kanal 105.3 gesendet. Wenn Sie selbst hineinhören wollen, am Freitag, 3. Februar, haben Sie dazu von 9.45 bis 10 Uhr die letzte Gelegenheit.

 

Wochenspiegel vom 9. Februar 2006


Projekt-Tag mit dem Kindergarten "Klein Lummerland" und dem Alten- und Pflegeheim "Brunnenhof"

Projekttag mit dem Alten- und Pflegeheim "Brunnenhof"Nach kurzer Pause startete im Januar 2006 wieder das Projekt "Alt und Jung gemeinsam" mit den Bewohnern des Alten- und Pflegeheims Brunnenhof. Da die "neuen" Kindergarten-Kinder den Brunnenhof noch nicht kannten, wurde zunächst das Haus ausführlich besichtigt.

Ganz besonders gefiel den Kindern der Snoezelen-Raum. Hier wurden sogleich die Massage-Sessel ausprobiert. Das "Rütteln" und "Vibrieren" bereitete allen viel Spaß. Auch die sogenannten "Fühl-Säckchen", in denen Alltagsmaterialien ertastet werden, kamen bei den Kindern gut an.

Anschließend probierten einige die "Fühlstraße" aus. Hier konnten alle Barfuß über verschiedene Materialien, wie Lavendelblüten, Linsen, Erbsen und Korken "wandeln".

Danach ging es in den Wintergarten, wo schon einige Bewohner warteten. Um sich die neuen Namen besser einzuprägen, wurde im Stuhlkreis ein Ball von Kind zu Bewohner geworfen und der jeweilige Name gesagt.

Da sich die Kinder bei ihrem Vornamen nannten, taten es ihnen unsere Bewohner gern nach und hatten somit nichts dagegen, auch beim Vornamen genannt zu werden.

Da im Kindergarten gerade das Thema "Märchen" auf dem Programm steht, hatte Petra Fette, Leiterin der Gruppe, diesmal das Märchen von "Hansel und Gretel" mitgebracht. Ganz andächtig und mit rosigen Wangen hörten die Kinder und unsere Bewohner zu.

Leider ging die Zeit wieder viel zu schnell vorbei und die Kinder verabschiedeten sich herzlich.

Auf das Wiedersehen in 14 Tagen wird sich schon jetzt gefreut.

 

Wochenspiegel vom 23. Februar 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
"Fit wie'n Turnschuh"

Der Niedersächsische Landtag hat 2004 in einer Entschließung festgestellt: „Kinder benötigen mehr Bewegung." Das war der Startschuss für ein Projekt, in dem Kultusministerium, Uni Hannover, Kindergärten, Turn- und Sportvereine und zahlreiche weitere Institutionen zusammenarbeiten. Kinder sollen langfristig und ganzheitlich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung durch Bewegung gefördert werden. Als Gütesiegel für kompetente Begleitung schuf man das „Markenzeichen Bewegungskita".

Die Grundidee war für uns nicht neu. So arbeiten wir schon seit sieben Jahren, und unsere Mitarbeiterinnen haben sich im Bereich Motopädie und Psychomotorik qualifiziert. Doch um zum neuen Netzwerk zu gehören, war zunächst ein Antragsverfahren zu durchlaufen. Gibt es einen Turnraum? Sind genügend Sportgeräte vorhanden? Sind Sicherheitsstandards erfüllt? Wie ist der Ausbildungsstand der Betreuerinnen? Wir möchten Sie nicht mit Einzelheiten langweilen. Alles war schließlich zur Zufriedenheit des Qualitätszirkels, und so sind wir stolz, der fünfte Kindergarten in Niedersachsen zu sein, der das „Markenzeichen Bewegungskita" verliehen bekommen hat.

Bei der Verleihung des "Markenzeichens Bewegungskita"

Am Mittwoch, 15. Februar, war es um 16 Uhr so weit. Wir hatten den Kindern erklärt: „Das Markenzeichen ist wie ein Orden, es ist eine Medaille für uns alle!" Die „Hasen" freuten sich: „Wenn die Leute kommen, dann zeigen wir, was wir alles können, Schweine-Baumeln, von oben runterspringen... Wir bauen einen Balancierpfad auf. Dann können die Erwachsenen auch mal üben!"

Und es kamen viele Erwachsene: Repräsentanten des Qualitätszirkels, Bürgermeister Kreye, Ortsbürgermeister Bankes, Pastor Schweda, Herr Zacharias von der Kreissparkasse Peine, die mit einer großzügigen Spende die Anschaffung eines neuen Sportgeräts unterstützt hat, und natürlich unsere Mitarbeiterinnen und Eltern aus unserem Elternbeirat, die mit viel Liebe für den gelungenen Rahmen sorgten.

„Die Erwachsenen halten Reden, aber wir können uns schon mal leise reinschleichen", forderte Petra Fette, Fachkraft für Psychomotorik, die Kinder auf. So geschah es. Und dann sangen die „Hasen" ein Bewegungslied, für das sie viel Beifall erhielten. „Kriegen wir jetzt unseren Orden?", fragten sie. Sie begutachteten das Markenzeichen, waren damit zufrieden, verdrückten sich in den Turnraum, und die Feier konnte weitergehen.

Herr Kreye und Herr Bankes richteten einfühlsame, herzliche Grußworte an uns. Doch es wurde nicht nur geredet. Es gab zu essen und zu trinken. Und wie es sich für eine „Bewegungskita" gehört, gab es auch Bewegung. Pastor Schweda beeindruckte uns mit seinen turnerischen Fähigkeiten. Es sei aber nicht verschwiegen, dass nicht alle Erwachsenen so mutig waren. Einige warteten lieber, bis das Licht im Turnraum ausgemacht wurde, und schlichen erst dann zum Balancierpfad.

Am Donnerstag empfing mich Mayra morgens um 7 Uhr: „Frau Orwat, wo hast du das Markenzeichen? Das musst du aufhängen. Fit wie'n Turnschuh, deshalb haben wir das gekriegt!" Offensichtlich sind die Kinder sehr stolz auf sich. Und wie empfinden wir Erzieherinnen? Stellvertretend sollen Urte Bothe und Irene Machens zu Wort kommen: „Ja, ich finde es schon gut, in einer solchen Einrichtung zu arbeiten, weil es eine offizielle Anerkennung ist... Und es motiviert, weiterzumachen und zu überlegen, was man mit den Kindern noch alles tun kann."

Der große Augenblick: Silke Wächter überreicht das "Markenzeichen Bewegungskita" an Kita-Leiterin Martina Orwat

V.l. Bürgermeister Rolf Kreye, Pastor Hans Schweda, Silke Wächter vom "Qualitätszirkel Bewegungskita" und Kindergartenleiterin Martina Orwat

 

Wochenspiegel vom 2. März 2006


Kindergarten Klein Lummerland:
Das "Freie Bad Hohalia" im Ausnahmezustand
- "General-Oberbürgermeister Rolf der I. und Sanftmütige" nur durch Schutztruppe weiter regierungsfähig

"Kids in Black" als Schutztruppe für Bürgermeister Rolf Kreye

Von fern lädt das schmucke Hohenhameln mit seinen Kirchtürmen zum Verweilen ein, doch in Wirklichkeit tobte kürzlich in seinem Zentrum ein erbarmungsloser Machtkampf. Am vergangenen Samstag kamen gegen Mittag in einer öffentlichen Rathaussitzung erschütternde Einzelheiten ans Tageslicht.

Zwar ist das dort verlesene und angeblich von Ministerpräsident Christian Wulff zugunsten von „General-Oberbürgermeister Rolf dem I. und Sanftmütigen" erlassene Dekret offensichtlich dubiosen Ursprungs, die darin erhobenen Vorwürfe gegen den „Club der Oberbürgermeister von Bad Hohalia" scheinen aber eine gewisse Berechtigung zu haben. Den OBs werden für die Fastnachtszeit „nachhaltige ehrverletzende Äußerungen und zunehmende seelische Grausamkeiten" gegen Rolf I. vorgeworfen. Viel erschreckender ist jedoch, zu welch mittelalterlichen Methoden unsere hohe Staatsgewalt deshalb zurückkehren möchte: schwere Kerkerhaft in
modrigen Katakomben unter dem Rathaus, Sippenhaft und horrende Ordnungsgelder, um die chronisch kranke Gemeindekasse zu sanieren.

Unsere Berichterstatterin war zur fraglichen Stunde vor Ort und kann als unvoreingenommene Augenzeugin bestätigen: Der „Club der Oberbürgermeister von Bad Hohalia" benahm sich in der Sitzung im Allgemeinen unerwartet manierlich. Es stellt sich allerdings die Frage, was dazu geführt hat. Denn Rolf I. gelang es, alle Anwesenden mit einem genialen Coup zu verblüffen.

Umrahmt von fetziger Musik des Clauener Spielmannszuges, besetzte völlig überraschend eine sechsköpfige „Anti - Oberbürgermeister - Bekämpfungs - Einheit" den Rathaussaal. Die Spezialisten - schwarzgekleidet, mit coolen Brillen und Sprechfunkgeräten versehen - verteilten sich blitzschnell und diszipliniert auf die strategisch wichtigen Punkte im Raum. Für den persönlichen Schutz von Rolf I. sorgten dabei zwei attraktive weibliche Bodyguards.

Zwei attraktive weibliche Bodyguards

Wir haben nachgeforscht: die sechs KIB (Kids in Black) kommen aus „Klein Lummerland". Damit ist klar: Die mit großem finanziellen Einsatz errichtete „Evangelische Kita Klein Lummerland" ist in Wirklichkeit eine getarnte Ausbildungsstätte für Geheimagenten. Nichts anderes versteckt sich hinter dem „Markenzeichen Bewegungskita", das in der Presse für Furore sorgte. Klar, dass Agenten „fit wie ein Turnschuh" sind! Wir können auch die Namen der diesmal zum Einsatz gekommenen KIB enthüllen: Celina, David, Jasha, Leandra, Pascal, Timo - von ihrer Ausbilderin Irene Machens bestens trainiert und im Einsatz effektiv geführt.

Die KIB Celina und Leandra bewiesen bereits während des Samstag-Jobs ihre Scharfsichtigkeit und Loyalität, indem sie einen heimtückischen Versuch von Siegfried Rathai souverän vereitelten. Er wollte das „Rote Herz" entwenden, das die KIB Rolf I. und der Gemeinde als Dank und „Erinnermich" aus Klein Lummerland mitgebracht hatten.

Vielleicht ist eine Wertung des Vorgefallenen heute noch verfrüht. Dennoch sticht zweierlei ins Auge: Im „Club der Oberbürgermeister" stand ein Machtwechsel an. Arthur Stolte übergab am Rosenmontag seine Würde an Siegfried Rathai. Zu solchen Zeiten gibt es häufig krisenhafte Zuspitzungen, und man sollte nicht alles auf die Goldwaage legen, was dabei gesagt, und getan wird.

Der neutrale Beobachter kann zudem nicht umhin, Rolf I. Innovation und Zukunftsorientierung zu bescheinigen. Sein Coup, der im Geheimen perfekt vorbereitet und durchgeführt wurde, macht deutlich, welche ungeahnten Ressourcen in Hohenhameln stecken. Apropos: Weder Geschwister, Freunde noch Eltern wussten von dem geplanten Einsatz. Und der Kontrakt zwischen den KIB und Rolf I. gilt für ein ganzes Jahr. Wenn das potenzielle Attentäter nicht abschreckt! Klar, dass unter solchem Schutz der Rathausschlüssel leichten Herzens bis zum Rosenmontag an die OBs abgegeben werden konnte.

Martina Orwat, Kindergartenleiterin

Coole Spezialagenten

 

Wochenspiegel vom 16. März 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
„Eins, Eins, Zwei"

Kranksein ist nicht schön, möchte man denken. Aber für Eric war es der Hit. Als er nach einem Beinbruch wieder in den Kindergarten kam, konnte er mit seinem Gips nicht wie gewohnt durch die Gänge flitzen. Doch die „Tigerenten" mochten beim Spiel nicht auf ihn verzichten und setzten ihn kurzerhand in eine Puppenkarre. Er wurde hin und her geschoben, zeitweise auch getragen, brauchte nur die Hand auszustrecken, dann liefen die Kinder und holten, was er wollte. Kurz: man betüttelte ihn von vorn bis hinten.

Da traf es sich gut, dass eine Einladung aus dem Klinikum Peine kam. Zu den Kranken durften die kleinen Besucher zwar nicht, aber sie konnten die Neugeborenenstation, die Physiotherapie und die Apotheke besichtigen. Was ist davon im Gedächtnis geblieben? Ein kleines Interview soll das deutlich machen.

"Tigerenten" vor dem Klinikum Peine


„Die Gänge sind sehr groß", berichtet Johannes. „Wir haben Babys gesehen. Ein Baby wurde gerade erst ausgebrütet [Anmerkung: und lag nun im Wärmebettchen). Das hat die Mutter gemacht."

Zur Physiotherapie fällt den Kindern mehr ein. Pia ist noch immer begeistert: "Das war gut. Wir waren auf dem Laufband und im Laufbad." Franziska: „Erst war's ganz warm, und dann kam das Kalte." Phil: „Ich war da nicht. Ich wollte mich nicht ausziehen. Ich stand dann nur und musste warten." Überhaupt hatten die Jungen vor den Kneipp'schen Anwendungen Manschetten. Franziska erinnert sich: "Nur ein Junge war drin. Und die Frau hat gesagt: Wer 'ne nasse Unterhose hat, der muss 'ne Windel arziehen. Da haben alle aufgepasst! Dann hat die Frau, die da war, uns Handtücher geholt. Das waren ganz schön viele. Aber als ich meine Hose angezogen habe, da habe ich das falsch gemacht. Da war die Rückseite vorne." Kein Problem, das ließ sich leicht korrigieren.

In der Apotheke erlebte die Gruppe mit, wie man Salben mischt („Das riecht so anders!"). Es gab einen Raum für Pampers und sogar zwei voller Verbandsmaterial („0, so viele Pflaster!").

Kennen Sie übrigens schon den Pflastertrick? „Erst Filmblut auf den Ellenbogen, dann ein Pflaster drüber, und dann kann man seine Eltern richtig schocken!" Gelernt wurde das und mehr im Kindergarten bei einem Erste-Hilfe-Kurs. Die Krankengymnastikpraxis Lehniger hatte uns eine echte Liege vermacht, und als erstes Opfer nahm nun Elisabeth Schröder, von den Kindern liebevoll „Frau Schrödi" genannt, geduldig darauf Platz.

Überlegen Sie derweil immer noch, warum unsere Überschrift „Eins, Eins, Zwei" heißt? Linker Daumen, rechter Daumen, beide Daumen - die Notrufnummer! So kann man sie sich gut merken und wählen, wenn's darauf ankommt! [Für Bilder »» hier klicken!  ««]

 

Wochenspiegel vom 6. April 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
"Ute, was gibt es heute?"

Mindestens zwanzig Mal am Vormittag kann man vor unserem großen Küchentresen den Kindersingsang hören: „Ute, was gibt es heute?" Und Ute gibt geduldig und freundlich Auskunft, selbst wenn sie manchmal am liebsten eine Platte auflegen würde. „Wer höflich fragt, bekommt auch eine höfliche Antwort", lautet ihre Devise.

Schon seit 1991 kocht Ute Rudzki für unsere Kleinen. Anfangs waren es nur zehn bis zwölf Münder, die sie zu verwöhnen hatte, heute nehmen über 60 Kinder in drei Gruppen am Mittagessen teil. Zum Neubau unserer Kindertagesstätte gehörte auch eine großzügige Kücheneinrichtung. Doch bei so vielen zusätzlichen kleinen Gästen wurde ein zweiter Herd nötig, und den Abwasch erledigt jetzt eine Gewerbegeschirrspülmaschine.

Die Arbeit ist also viel umfangreicher geworden. Seit einigen Jahren sind zudem strenge Hygiene-Richtlinien der EG einzuhalten, kontrolliert vom Peiner Gesundheitsamt. Neben dem Kochen müssen Nahrungsmittel und Getränke eingekauft werden. Dabei soll der Geldbeutel nicht zu sehr strapaziert werden und dennoch ein bunter Speiseplan gewährleistet bleiben. Utes Aufgaben sind vielseitig und erfordern Einsatz und Phantasie!

So abwechslungsreich und lecker zu kochen, dass es jedem gut schmeckt, ist nicht einfach, wahrscheinlich sogar unmöglich. Möglich bleibt eine gewisse Esskultur. Verboten ist z.B. bei uns, „Iiihgitt!" zu sagen. Erlaubt ist „Das mag ich nicht!", aber nur, wenn man vorher probiert hat. Die Meinungen reichen von „Das esse ich nicht gern!" bis zu „Ute, du kochst besser als meine Mutter!" Deshalb dürfen Kinder auch mit Wünschen zu Ute kommen: „Kochst du mal wieder ...?" Schließlich hat jeder sein Lieblingsessen.

Wir freuen uns, dass wir eine eigene Köchin haben. Die Post bringt uns zwar viele Angebote unterschiedlicher Firmen für Fertigmenüs ins Haus. Jedoch wäre dies teurer als unser hausgemachtes Mittagessen. Und über die Qualität wollen wir gar nicht streiten. An dieser Stelle eine Anekdote. Ein Hersteller übersandte Werbematerial, entschuldigte sich zugleich für „Mausfellteilchen im Kirschkuchen" und versprach, das solle nie wieder vorkommen. - Bei unserer Ute ist so etwas garantiert noch nie passiert!

Ute Rudzki an ihrem neuen Herd

„Ute an ihrem neuen Herd"

 

Wochenspiegel vom 20. April 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
Wieviel Stück Würfelzucker sind in einer Tafel Schokolade?

Zu viel Zucker in unserer Nahrung ist ungesund. Das wissen inzwischen die „Bären" ganz genau. Und gelernt haben sie es bei fünf Schülerinnen vom Diakonie-Kolleg-Hannover. Jennifer und Anna-Maria aus Mehrum, Vanessa aus Peine, Jennifer aus Haste sowie Maren aus Hannover sind dort zur Erzieherinnen-Ausbildung und waren bei uns zu einer Projektphase sechs Wochen lang zu Gast. Dabei haben sie sich mit Gesundheitsförderung im Elementarbereich beschäftigt. Ernährung, Bewegung und Entspannung waren die Schwerpunkte ihrer Arbeit mit den Kindern.

Unsere Kindergarteneltern wissen es schon lange, dass wir immer wieder Praktikantinnen in unserer Einrichtung haben, durchschnittlich zwanzig im Jahr. Sie kommen von Fachschulen in Hildesheim, Braunschweig und Hannover. Für die Praktikantinnen ist es eine Möglichkeit, das an ihrer Schule Gelernte einmal auszuprobieren. Für uns ist es durchaus eine Bereicherung, da wir durch die Verbindung zu den Fachschulen neue Entwicklungen in der Erzieherinnenausbildung früh kennenlernen.

Unsere fünf Gäste standen vor einer echten Herausforderung. Sie hatten zu Beginn auch etwas Herzklopfen. Schließlich mussten sie alles eigenständig entwickeln und durchführen. Die Kinder, mit denen sie zu tun hatten, kannten sie zudem vorher nicht. Nach unserer Einschätzung haben sie ihre Sache sehr gut gemacht, und die Kinder behielten sie in guter Erinnerung. Ist es nicht toll, wenn man selbst Obstsalat macht, Gemüsespieße herstellt und dazu ein wirklich scharfes Messer verwenden darf? „Mensch, das schmeckt richtig gut. Probier doch mal!" Nach solch einer Ermunterung durch den Freund trauten sich auch Kinder, die sonst Obst und Gemüse gar nicht so gern essen.

Schülerinnen vom Diakonie-Kolleg-Hannover erproben Gesundheitsförderung im Elementarbereich

Es gäbe viel zu erzählen. Aber wir wollen zum Thema „Zucker" zurück kommen und es dann genug sein lassen. Die Kinder fertigten unter Anleitung der Praktikantinnen ein Plakat an, „damit man sieht, wieviel wo drin ist, weil man Zucker auch ganz klein krümeln kann". Die Kinder aus den Nachbargruppen wussten nicht, worum es eigentlich ging, staunten die Zuckerstückchen auf dem Plakat an und sagten: „Lecker!" Wenn da Aufklärung nicht Not tut!

Wissen Sie, wieviel Stück Würfelzucker z. B. in Obstzwergen, Apfelsaft, Cola oder eben einer Tafel Schokolade sind? Legen Sie einmal selbst 32 Stück Würfelzucker auf den Tisch, und bestaunen Sie die lange Schlange. So viel Zucker ist in einer 100-Gramm-Tafel. Da müssen Sie viele Kilometer laufen, um den wieder abzuarbeiten!

 

Wochenspiegel vom 4. Mai 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
„Wenn Kinder entdecken, ob sie Mädchen oder Junge sind"

Eine „Barbie"-Puppe, 1,20 m groß, geschminkt, mit kleinem Busen, hübschem gelocktem Haar, in einer durchsichtigen Plastikbox — würde ein solch unverhofftes Geschenk Sie nicht faszinieren? Wir sind begeistert, und schon bald gibt es Überraschendes zu beobachten.

Während des morgendlichen Freispiels bleiben im Flur einige dreijährige Mädchen vor der Puppe stehen und gucken sie mit großen, verzückten Augen an. Sie vergessen dabei alles um sich herum. Peter und Rolf (die Namen sind geändert), beide sechs Jahre alt, sitzen auch auf dem Flur. Tuschelnd stecken sie die Köpfe zusammen und warten, bis die kleinen Mädchen weg sind. Dann springt Peter auf, läuft so schnell er kann, zur Puppe und küsst sie in Höhe ihres Mundes auf die Box. Danach kehrt er schnell auf seinen Platz zurück. Rolf macht es ihm nach. Erneut tuscheln sie, kichern und wiederholen das Spiel noch mehrmals.

Nina und Timo mit "Nachwuchs"

Auch in der nächsten Begebenheit spielt eine Puppe eine wichtige Rolle.
Nina, Timo und Marlene sitzen auf der Rutsche. Nina hält ihre Puppe im Arm und sagt: „Frau Orwat, das ist mein Baby." „Das ist ein hübsches Baby." „Ja, mein Baby hat heute Geburtstag." „Herzlichen Glückwunsch!" „Timo sagt, mein Baby hat heute nicht Geburtstag." „Das ist doch kein Problem. Die Mutter weiß wohl am besten, wann ihr Baby Geburtstag hat." Nina verzweifelt: „Aber Timo ist doch der Vater!" „Ja, dann habt ihr wirklich ein Problem, und dabei kann ich euch leider nicht helfen. Ihr müsst versuchen, euch zu einigen." Etwas später frage ich nach, wie es denn ausgegangen sei. Marlene antwortet für das Pärchen: „Na, die Sache ist doch ganz einfach. Sie haben miteinander geredet, und Timo hat eingesehen, dass Nina recht hat." Daria, die interessiert zugehört hat, ergänzt: „Die beiden sind ineinander verknallt." „Stimmt das? Wie ist das denn passiert?" Nina lächelt: „Wir haben uns getroffen. Ich hab nicht gewusst, wie nett Timo ist, und er hat nicht gewusst, wie nett ich bin. Und, na ja, dann haben wir uns kennengelernt, und jetzt besucht Timo mich immer." Nach Auskunft von Timos Mama ist die Beziehung jedoch nicht ganz unproblematisch. Nina und Timo sind nicht nur „verliebt", sie waren auch schon mehrfach „geschieden". Aber bislang fanden sie immer wieder zueinander. Nina erzählt: „Wenn es Probleme gibt, dann reden wir miteinander."

Die geschilderten Szenen sind nichts Ungewöhnliches. Irgendwann entdecken Kinder, dass es zwei Geschlechter gibt, und beschäftigen sich dann mit Liebe, Familie und was sie sonst noch an Erwachsenen beobachten. Für Eltern ist es wichtig, sie nun sachgemäß und einfühlsam zu begleiten.

Wir laden zu einem Elternabend ein. Am Dienstag, 16. Mai, informiert der Verein „Heckenrose" in unserer Kita ab 19.30 Uhr über das Thema „Körper, Liebe, Doktorspiele". Der Kostenbeitrag beträgt 2 Euro. Teilnehmen können alle Interessierten, nicht nur unsere Kindergarteneltern. Wir bitten um telefonische Anmeldung (Tel. 233).

 

Wochenspiegel vom 11. Mai 2006


Seniorenwohnanlage Bahrke:
Besuch im evangelischen Kindergarten „Klein Lummerland"


"Tigerenten" in der Seniorenwohnanlage Bahrke

Auf Einladung der „Tigerenten-Gruppe", die im 14-tägigen Rhythmus zu uns in den Brunnenhof kommt, fuhren am 8. Mai Frau Bartels, Frau Brandes und Herr Menzel in den Kindergarten Hohenhameln.


Die „Tigerenten" hatten schon vor einiger Zeit das Märchen von Frau Holle einstudiert und wollten es gern unseren Bewohnern vorführen.


Schon ganz aufgeregt begrüßten uns die Kinder und wir nahmen im Turnsaal Platz. Hierkonnten wir noch die letzten Handgriffe an den verschiedenen Kostümen beobachten.


Anschließend begrüßte uns Petra Fette und das Stück konnte losgehen. Für alle Kinder der „Tigerenten" gab es eine kleine Rolle. Sei es als Backofen mit den Broten, als Baum mit den Äpfeln, als Wiese mit Bienen oder „Frau Sonne" sowie dem Hahn, dem Vater und natürlich „Goldmarie", „Pechmarie" und „Frau Holle".


Alle Akteure waren mit viel Eifer und rosigen Wangen dabei und gaben sich sehr viel Mühe.


Auch unseren Bewohnern gefiel das Spiel der Kinder sehr gut und so wurden diese mit viel Applaus bedacht.


Als kleines Dankeschön bekamen die kleinen „Schauspieler" dann noch jeder ein leckeres Eis im Namen der Bewohner und wir verabschiedeten uns.

 

Peiner Allgemeine Zeitung vom 22. Mai 2006


Jeden Tag ein Lied - und jetzt ein Preis

(Mai 2006) Neben dem Emaille-Schild, das der evangelischen Kindertagesstätte „Klein Lummerland“ vorbildliche Qualität beim Bewegungsangebot bescheinigt, hängt seit gestern eine weitere Auszeichnung: Der Hohenhamelner Einrichtung ist der „Felix“, das Gütesiegel des Deutschen Chorverbands, verliehen worden. Im Februar bekam sie bereits das „Markenzeichen Bewegungskita“ (PAZ berichtete).

Aufführung der Geschichte vom "Regenbogenfisch"

„Wir sind die einzige Kindertagesstätte in Niedersachsen, die beide Auszeichnungen bekommen hat“, erklärte Leiterin Martina Orwat stolz.

Bei der Vergabe des „Felix“ werden verschiedene Kriterien überprüft, erklärte Isolde Winter, Kreis-Chorleiterin des Sängerkreises Hildesheim, die gemeinsam mit Jugendreferent Josef Jünemann die Auszeichnung überbrachte. Voraussetzung sei tägliches Singen, dabei müsse auf eine den kindlichen Stimmen angepasste Tonhöhe geachtet werden. Das Repertoire sollte auch Lieder aus fremden Kulturen umfassen, Instrumente und Tänze sollten einbezogen werden. Vor allem aber „muss man merken, dass die Musik nichts Aufgesetztes ist“, so Winter. Dass sie alle diese Kriterien erfüllen, bewiesen die 145 Kinder bei der Feier: Extra für diesen Tag haben sie die Geschichte vom Regenbogenfisch eingeübt, mit Gesang, Tanz, Instrumenten und bunten Kostümen. Eine besondere Überraschung gab es für Pastor Hans Schweda: „Komme ich Ihnen nicht bekannt vor?“, fragte Winter bei der Vorstellung. Langes, intensives Grübeln bei Schweda, ohne Erfolg. Erst nach dem Hinweis: „Das ist über 30 Jahre her“ dämmerte es ihm langsam – eine Jugendbekanntschaft. Winter und Schweda haben sich bei einer Ost-West-Begegnung der evangelischen Jugend kennen gelernt, sich später jedoch aus den Augen verloren. „Seit ich 1979 aus der ehemaligen DDR in den Westen kam, haben wir uns nicht mehr gesehen“, so Winter. „Meine Mutter hat immer gesagt: Der Hans Schweda ist so ein netter Junge, der hat immer so ein schönes weißes Hemd an“, erzählte sie lachend, bevor sie sich wieder in das Gespräch mit dem Jugendfreund vertiefte – schließlich war einiges nachzuholen.

(ka)., Hohenhameln

 

Wochenspiegel vom 25. Mai 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
Hurra, hurra, der Felix, der ist da...

In Klein Lummerland wird gern gesungen. Das ist schon lange so, und die Familiengottesdienste oder Gemeindefeste, bei denen wir mitmachen, sind dafür ein wohlklingendes Zeugnis. Doch da der Deutsche Chorverband mit der Aktion FELIX nach musikalischen Kriterien geprüfte Kindergärten auszeichnet, haben auch wir uns beworben.

Am 18. Mai war es soweit. Felix bekam bei uns ein Nest. Zuvor hatte für Wochen große Aufregung geherrscht. Zur Feier wollten wir das Singspiel „Regenbogenfisch" aufführen und alle unsere 147 Kinder einbeziehen. Da war viel zu tun und zu koordinieren. Kostüme und Dekoration mussten hergestellt werden. Auch durften wir unsere Gäste nicht vergessen. Doch zum Glück gibt es engagierte und fleißige Elternbeiräte. So waren leckere Schnittchen fertig, als die Gäste kamen. Und da der Felix morgens um 10 Uhr Einzug hielt, gab es alkoholfreien Sekt und Orangensaft. Auch die Kinder wurden nicht vergessen. Jede Gruppe bekam ein Körbchen mit Leckereien.

Die Kinder hatten wir informiert: „Frau Winter und Herr Jünemann kommen mit einer schwarzen Aktentasche. Da ist der Felix drin. Den bekommen wir aber erst, wenn sie gehört haben, wie ihr singt." Für sie war die Sache damit klar. „Wir können singen! Die können den ruhig auspacken!" Aber für die Hauptrollen war es nicht so leicht. Manch einer hatte Lampenfieber. Zu Hause aus dem „Regenbogenfisch" zu singen, war eine Sache. Eine andere war es, das vor vielen Zuschauern zu tun. Ein Junge musste erst kaltes Wasser trinken, um sich in den Kindergarten zu trauen.

Eigentlich wollten wir das Singspiel im Freien aufführen, damit auch die Eltern zuschauen könnten. Doch das Wetter hatte kein Einsehen mit uns. So war unsere Eingangshalle dicht gefüllt, als es losging. Für die Gemeinde Hohenhameln waren Frau Leier und Herr Wolters gekommen. Der Kirchenvorstand war durch Frau Wollny, Herrn Heineke und Pastor Schweda vertreten. Und da die Kirchengemeinde gerade Visitation hatte, kam auch Superintendentin Gerts-Isermeyer. Die Kinder sangen und spielten und erhielten viel Beifall. Wer keine Gelegenheit hatte, zu uns zu kommen und das Singspiel zu sehen, sei schon heute herzlich zum Familiengottesdienst am 18. Juni um 10.30 Uhr in die ev. St.-Laurentius-Kirche eingeladen. Da wird der „Regenbogenfisch" noch einmal aufgeführt.

Hurra, hurra, der Felix, der ist da!

Bei der eigentlichen Verleihung war Jugendreferent Jünemann vom Chorverband Niedersachsen-Bremen der Zeremonienmeister. „Felix, Felix, Felix ...", forderten die Kinder. Und Felix bekam seinen Ehrenplatz, mit viel Hurra bejubelt. Franziska und Jascha, die Geburtstag hatten, durften Herrn Jünemann helfen und selbst eine Schraube eindrehen.

Leonhard kommentiert: „Felix ist ein Vogel, der gern singt, und der wohnt jetzt neben der Haustür!"

 

Wochenspiegel vom 1. Juni 2006


Ev. Kindertagesstätte Klein Lummerland:
„Im Spiel liegt therapeutische Kraft“

Wer kennt sie nicht! Kinder, die wütend sind, sich kaum beruhigen lassen und in ihrem Zorn sich selbst oder andere verletzen. Kinder, die ängstlich sind, sich nichts zutrauen und sich bei allem Neuen verweigern. Kinder, die aus kleinstem Anlaß in Tränen ausbrechen und nicht getröstet werden wollen. Das alles sind nur Beispiele. Es gibt ein noch viel breiteres Spektrum an auffälligem Verhalten. Von Außenstehenden heißt es häufig: „Das Kind ist faul, bösartig, schlecht erzogen...“ Aber das trifft oft nicht den Kern. Denn die betroffenen Kinder selbst sind verzweifelt über ihre Situation und wissen nicht, wie sie aus ihr herauskommen sollen.

Auch ihre Eltern fühlen sich überfordert und sind ratlos. Sie wollen das Beste für ihr Kind, doch wie sollen sie ihm helfen? Möglicher Weise gibt ihnen jemand, dem sie vertrauen, den Rat: „Ihr Kind braucht Hilfe, vielleicht Ergotherapie oder Krankengymnastik. Sprechen Sie mal mit Ihrem Arzt.“

Was aber ist Ergotherapie?

Wir haben Anne Pommernell aus der Peiner Ergotherapie-Praxis Krüger, die mittwochs und freitags in unsere Einrichtung kommt, gefragt: „Was ist an Ihrem Spiel mit Kindern so anders? Spielen können die Kinder doch auch zu Hause?“ Ihre Antwort: „Wir Ergotherapeuten lernen, welches Spiel Kinder in ihrer Entwicklung weiter bringt. Wir bauen einzelne Lernschritte gezielt aufeinander auf und versuchen, über die Motivation der Kinder zum Erfolg zu kommen. Ergotherapie muss Spaß machen. Dann kann sie auch Hilfe zur Selbsthilfe sein.“

Vieles von dem, was Frau Pommernell betont, trifft auch auf Kindergartenarbeit zu. In unserer Einrichtung haben sich in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Mitarbeiterinnen in Montessori-Pädagogik, Motopädie und Psychomotorik qualifiziert. Doch wir stoßen als Kindergarten an eine unverrückbare Grenze. In einer Gruppe haben normaler Weise zwei Erzieherinnen mit 25 Kindern zu tun. Eine Ergotherapeutin dagegen betreut nur ein Kind oder – wenn sie Zusammenspiel üben will – zwei Kinder zur selben Zeit.

Anne Pommernell werden sie in unserer Tageseinrichtung an ganz unterschiedlichen Plätzen mit Kindern finden, z. B. in der Küche beim Keksebacken, im Werkraum mit Laubsägearbeiten beschäftigt oder im Turnraum, wo ein Hindernis-Parcours die Kinder fordert.

Friedrich (der Name wurde geändert) weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, etwas zu sollen und es nicht zu können. Er meint: „Die ist gut. Die spielt mit uns. Wir spielen mit alles.“ „Und weißt du, warum du bei Frau Pommernell bist und dort spielst?“ „Ja, in der Schule muss man lieb sein. Wenn man bei der Schule böse ist... - wir wollen ja keinen Ärger kriegen... Darum. Und jetzt is' es genug!“

Friedrich hat Wahrnehmungsstörungen. Deshalb ist er verhaltensauffällig. Er fühlt: „Ich verhalte mich oft nicht richtig.“ Und das möchte er bis zur Einschulung in den Griff bekommen. Seine Ergotherapeutin ist ihm dabei eine gute Hilfe.

Bei Friedrich haben Eltern, Mitarbeiterinnen und Therapeutin sich immer wieder ausgetauscht. Sie ziehen an einem Strang.

Ergotherapeutin Anne Pommernell bei der Einzelförderung

Zur Homepage der Ergotherapie-Praxis Krüger »

 

Wochenspiegel vom 15. Juni 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
Nachwuchs für die French Open?

Auch Rafael Nadal, der aktuelle Sieger in Paris, hat einmal klein angefangen. Unsere „Sonnenkäfer“ sind noch klein, und so haben sie alle Chancen, es ihm nach zu machen. Aber vielleicht wollen sie das gar nicht, sondern freuen sich einfach beim „weißen Sport“.

Den Anstoß gab Monika Thiele, Jugendwartin beim HTC und bekannt mit Telse Arlts, Gruppenleiterin der „Sonnenkäfer“. Aus gemeinsamem Nachdenken ergab sich schnell ein Konzept. Seit Mitte Mai wird es in die Tat umgesetzt und dauert zunächst probeweise fünf Wochen.

Es gibt zwei Gruppen mit insgesamt 22 Kindern; die jüngeren gehen dienstags mit Anja Oelkers, die älteren montags mit Telse Arlts für jeweils eine Stunde zum Tennisplatz des HTC, um sich mit ihrer Übungsleiterin zu treffen.

Frau Thiele betreut seit 1988 Kinder. Wie kam es dazu? Als Kind hat sie nach eigener Aussage „gern und weit mit Steinen geschmissen“ und ist dann irgendwie beim Tennis hängen geblieben. Man sieht ihr an: Mit Kindern zu arbeiten macht ihr Spaß. „Ich finde es schön, wenn Kinder etwas können und sich darüber freuen.“ Zu lernen, sich auch anzustrengen, ist für Kinder heute besonders wichtig.

Tennis soll Spaß machen, aber wie überall im Sport gibt es Regeln und Grenzen. Sicherheit hat höchste Priorität. Das erfordert kindgerechte Sportgeräte, die Platzmitte ist beim Gruppentraining mit dem Ball „Niemandsland“, und Kommandos der Übungsleiterin sind ohne Diskussion zu befolgen. Für Kreativität und Phantasie bleibt dennoch genug Raum.

"Sonnenkäfer" üben beim HTC

An Lukas und Lion kann man sehen, wieviel Freude Tennis macht

Spielerische Übungen mit und ohne Schläger fördern die allgemeine Körperbeherrschung, Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Reaktion und – nicht zuletzt - die Fairness.

Frau Thiele achtet auch darauf, dass Kinder zwischendurch ausreichend trinken. Das hat natürlich Folgen, besonders wenn man erst drei Jahre alt ist und das bewusste Örtchen etwas weiter entfernt. Rouven berichtet: „Ich trinke immer und muss dann pullern gehen. Ich bin nur am Laufen...“

Bewundernswert, was die drei Damen so alles ganz nebenbei bewältigen!

 

Wochenspiegel vom 15. Juni 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
www.ev-kita-hohenhameln.de

Begrüßungsbildschirm der Website www.ev-kita-hohenhameln.deSchon lange ein Traum, jetzt endlich realisiert: unsere eigene Website. Seit dem 06.06.2006 ist sie am Netz. Wir laden Sie herzlich ein zu einem Spaziergang durch „Klein Lummerland“. Lassen Sie sich überraschen, was es dort alles zu entdecken gibt!

 

Wechsel im Kirchenvorstand


Am Sonntag, dem 11. Juni, wurden in einem festlichen Gottesdienst die neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher unserer Kirchengemeinde in ihr Amt eingeführt und gleichzeitig die Ausscheidenden verabschiedet.

Ute Decker

Ute DeckerSeit 1994 waren Ute Decker (Kaufm. Angestellte) und Ute Dobberstein (Bauingenieurin) im Kirchenvorstand der ev. St.-Laurentius-Kirchengemeinde und dort u. a. für Kindergartenangelegenheiten zuständig. Rückblickend sagen beide: Wichtig war uns bei unserem Engagement, dass Glaube erlebbar wird.

Ute Dobberstein

Ute DobbersteinSie haben Vieles mit auf den Weg gebracht, so z. B. den Leitungswechsel des Kindergartens (1997), eine Umorientierung im Profil der Einrichtung und den Kindergartenneubau (2000). Dabei stellten sie sehr viel ihrer privaten Zeit und ihres Knowhows für Belange der Kirchengemeinde und des Kindergartens zur Verfügung. Dafür sagen wir von Herzen Dank.

Ihre Nachfolge treten (von links) Oliver Lukas (Speditionskaufmann), Angelika Wollny (Steuerfachangestellte) und Bernd Wilkening (Beamter in der Rentenversicherung) an.

Kirchenvorsteher Lukas, Wollny, Wilkening

 

Wochenspiegel vom 22. Juni 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
Fleißige Junggesellen machen unsere Außengeräte für die nächsten Jahre wetterfest

Mein erster Kontakt mit den Hohenhamelner Junggesellen liegt schon etwas zurück. Aus Hessen „eingewandert“ und deshalb mit hiesigen Sitten zunächst nicht vertraut, war ich in der Fastnachtszeit auf dem Weg nach Soßmar, um dort Orgel zu üben, als Verkleidete plötzlich die Straße sperrten und mein Auto anhielten. Den geforderten „Wegzoll“ konnte ich nicht zahlen, da mich bereits zuvor ein anderer Trupp „ausgeplündert“ hatte. Doch die fröhlichen Burschen bewiesen ein großes Herz, glaubten mir und ließen mich weiterfahren.

Das liegt nun schon mehrere Jahre zurück. Heute möchte ich von einem aktuellen Zusammentreffen mit Junggesellen berichten, das ganz anders verlief.

Arbeitstrupp der Hohenhamelner Junggesellen

René Machens hatte alles angebahnt. Am vergangenen Samstag stand, angeführt von ihrem Vorsitzenden Oliver Lukas, ein Arbeitstrupp der Junggesellschaft Hohenhameln wie vereinbart um 9.00 Uhr vor mir, um die Spielgeräte und Holzhütten auf unserem Außengelände auf Vordermann zu bringen. Die fleißigen Helfer waren (in alphabetischer Reihenfolge genannt): Bastian Artelt, Simon Beimes, Benjamin Boes, Jan Decker, Jakob Dobberstein, Björn Halemeyer, Lennart Klare, Christian Könnecker, Oliver Lukas, René Machens, Simon Mangeng, Christian Müller, André Probst, Frederik Probst, Oliver Schmidt, Christian Schneider und Christoph Wedig.

Die nötige Farbe hatte Christoph Wedig besorgt, von Beruf Maler und Lackierer. Bastian Artelt brachte für das Imprägnieren der Außenwände unserer Holzhütten seinen Kompressor mit und stiftete selbst 2 Eimer Farbe.

Kontakt zu finden, ist normaler Weise nicht mein Problem. Aber bei so vielen jungen Männern war ich doch sehr froh, von Ortsbürgermeister Gerhard Bankes unterstützt zu werden.

Er hat einen guten Draht zu den Junggesellen. Man merkt ihm an, dass er für sie viel Sympathie besitzt, und zudem findet er ihnen gegenüber den richtigen Ton. Nach eigener Aussage ist er gern dort, "wo das pralle Leben spielt". Gemeinschaft und Zusammenhalt haben für ihn einen hohen Stellenwert.

Das Wetter war nicht so toll. Regen drohte. Herzlich begrüßt und aufgemuntert durch Gerhard Bankes, verteilten sich kleine Gruppen auf dem Spielgelände und legten los. Von gelegentlichen Regentropfen ließen sie sich nicht verscheuchen.

Derweil sorgte unser Ortsbürgermeister für ihr leibliches Wohl. Er kochte Kaffee und grillte zur Mittagszeit Würstchen auf dem großen Grill, den uns der Ortsrat dankenswerter Weise vermacht und der Bauhof letzte Woche fachmännisch aufgestellt hat.

Eigentlich sollte der Arbeitseinsatz bis 15.00 Uhr dauern. Die motivierten jungen Männer waren jedoch so fleißig und schnell, dass sie schon früher fertig wurden. Sie verdienen ein ganz herzliches Dankeschön!

Manche kennen bereits mein "einnehmendes" Wesen. Die Junggesellen kennen es ab Samstag auch. Ich fragte sie am Schluss: "Na, wie wär's, nächstes Jahr wieder?" Großes Protestgeschrei: "Nein!" Frage (schließlich waren Fachleute am Werk): "Wie oft muss denn gestrichen werden?" Antwort: "Alle zwei bis drei Jahre!" Frage: "Also, in zwei bis drei Jahren wieder?" Antwort: "Ja, klar!"

Na dann, auf freudiges Wiedersehen in zwei bis drei Jahren!

Martina Orwat

 

Wochenspiegel vom 6. Juli 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
"Weißt du, wo die Bücherei ist?"

„Die is', wo Schwimmen und Sport is', da so um die Ecke, da weiß man dann schon, wo!“ Mit dieser Beschreibung von Natascha war alles klar. Und Linda lud ein: „Du musst mal mitkommen. Dann weißt du, wo das ist.“ Wir stiefelten los. Vor der Eingangstür kam die nächste Anweisung, diesmal von Nora: „Erst leise sein, dann die Bücher angucken, und dann kann man die ausleihen.“

Sie merken, die „Bären“ wissen Bescheid. Sie gehen regelmäßig in die Bücherei des Landkreises. Begonnen hat es, weil die Gruppe im Stuhlkreis nicht aufmerksam zuhörte, wenn ein Buch vorgelesen wurde. Deshalb brauchten Gabi Richter-Czybulski und Christa Halemeyer eine Möglichkeit, das Interesse der Kinder für Bücher zu wecken.

Üblicherweise suchen in Kindergärten die ErzieherInnen Bücher zu einem bestimmten Thema aus und lesen sie im Stuhlkreis mit den Kindern. Doch wenn Kinder etwas selber aussuchen, dann folgen sie eigenen Vorlieben. Es ist „ihr“ Buch, dem sie zuhören, und sie sind von der Geschichte gefesselt.

Zwischen Jungen und Mädchen gibt es dabei deutliche Unterschiede. Jungen lieben in der Regel technische Bücher, z. B. über Feuerwehr, Polizei oder Straßenbau. Mädchen bevorzugen Tierbücher. Inzwischen ist das Vorlesen „ihrer“ Geschichte schon ein Ritual. Wenn die ErzieherInnen sie einmal vergessen sollten – die Kinder fordern sie ein. Und sie greifen jetzt von selbst auch zu anderen Büchern, die von uns angeboten werden.

"Bären" in der Bücherei des Landkreises

Der Besuch der Bücherei ist ein freiwilliges Angebot. Doch die Kinder kommen gern mit. Es wird ihnen nicht langweilig. Wer mit dem Aussuchen fertig ist, findet sich in kleinen Gruppen für Gesellschaftsspiele zusammen. Und selbst wenn sie schon eine Stunde lang Bücher ausgesucht haben, sind nicht alle sogleich bereit, zurück in den Kindergarten zu gehen.

Manche Eltern bemerken zudem, dass sich der Wortschatz ihrer Kinder erweitert: „Wo hat er/sie denn das her?“ - Nun, aus dem Vorlesen eines guten Buches.

Weil Bücher den „Bären“ so wichtig geworden sind, haben sie in ihrem Gruppenraum eine eigene Ecke - „Bücherei“ genannt – eingerichtet, mit Telefon und Computer, ganz wie im richtigen Leben. Und raten Sie mal, wer an den technischen Geräten als „Bibliothekar“ sitzt? Richtig, zumeist ein Junge!

 

Wochenspiegel vom 27. Juli 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:
„Schmetterling, Mühle, Tiger oder Adler auf dem Ponyrücken“

So fing alles an. Frau Hannelore Berger kam zu mir in den Kindergarten und sagte: „Frau Orwat, da ist jemand zugezogen. Die hat Ponys. Die arbeitet auch mit Kindern. Das wär doch was für Sie!“

Und nun arbeitet Susi Oelkers schon das zweite Jahr mit unseren „Dackeln“. Die „Hasen“ haben heuer erstmals an einem Reitprojekt teilgenommen und sind ebenfalls begeistert. Aufs Reiten möchten sie nicht mehr verzichten. Manche Eltern waren zunächst skeptisch: „Muss das sein? In dem Alter?“ So sind sie zum Reiten mitgegangen, um sich selbst ein Bild zu machen. Heute sagen sie: „Das ist eine gute Sache. Die sollte fortgesetzt werden.“

Wie sieht ein Vormittag auf dem Ponyhof aus?

Der Unterricht erfolgt in kleinen Gruppen von jeweils 12 Kindern. Geritten wird einmal wöchentlich, sobald die Tage dafür warm genug sind. Helm, festes Schuhwerk, Essen und Trinken bringen wir mit. Susi Oelkers geht liebevoll auf die Kinder ein. Sie hat ein gutes Gespür dafür, wie man sie motiviert, was man ihnen zumuten kann und welches Pony zu einem Kind passt.

Vor dem Vergnügen kommt zunächst die Pflicht: Die Ponys müssen gestriegelt und vorbereitet werden. Man muss lernen, was man tun darf und was nicht. Zum Beispiel ist verboten, hinter einem Pony zu stehen. Ein Pony hat hinten nun mal keine Augen. Und wenn es sich erschrickt, kann es schon mal auskeilen. Damit das richtige Verhalten leichter fällt, gibt es zum Schluss der Stunde eine Belohnung. Es geht auf dem Pony oder in der Kutsche zurück in den Kindergarten.

Reitunterricht bei Susi Oelkers

Die Kinder lernen zu warten, bis sie an der Reihe sind. Während jeweils 3 kleine Reiter ihre „Stunde“ erhalten, z. B. Schmetterling, Mühle, Tiger oder Adler auf dem Ponyrücken lernen (siehe dazu das Foto), machen die anderen Trockenübungen auf dem Holzpferd, spielen in der Kutsche, streicheln die Katze oder frühstücken.

Wie urteilen Hannah und Celina?

„Frau Oelkers ist nett. Die hat kleine und große Pferde. Die Kleinen heißen Pony. Der Große heißt Asterix, und auf dem ist es so anders, wenn man reitet, weil das so hoch oben ist, und das ist so ungewohnt.“ - „Ich hab schon zweimal mitgemacht, und jetzt kann ich nicht mehr mitmachen, weil ich in die Schule komme. Das ist schade.“

Und was meinen Urte Bothe, Irene Machens und Ulrike Ratajczak, die verantwortlichen Erzieherinnen?

„Die Körperhaltung der Kinder verändert sich durch das Reiten. Der Gleichgewichtssinn wird geschult. Sie bekommen ein besseres Körpergefühl. Sie werden untereinander hilfsbereiter. Sie achten aufeinander. Und sie sind stolz auf das, was sie geschafft haben.“

PS: Susi Oelkers hat eine Handreichung „Reiten im Kindergarten“ erstellt.
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PAZ vom 28. Juli 2006


"Tigerenten" verkaufen Selbstgebasteltes auf dem Wochenmarkt zu Gunsten Aids-kranker Kinder

Erzieherin Petra Fette und die Jungen und Mädchen der Tigerentengruppe standen gestern für Aids-kranke Kinder auf dem Hohenhamelner Wochenmarkt.                                                            Christian Bierwagen

Zwei Knalltüten für zwei Euro: „Tigerenten" helfen Aids-Kindern

Hohenhameln: Jungen und Mädchen aus Lummerland setzen sich für Gleichaltrige ein

Hohenhameln (de). Einen kleinen Verkaufsstand hatten gestern 14 Jungen und Mädchen des Kindergartens „Klein Lummerland" auf dem Hohenhamelner Wochenmarkt aufgebaut, um selbst gebasteltes Spielzeug zu Gunsten des Vereins Aids-kranker Kinder an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zu verkaufen. „Zwei Knalltüten - zwei Euro" boten sie ihre Artikel an.

„Es ist schwierig, den Kindergartenkindern die Immunschwächekrankheit Aids zu erklären", sagte Erzieherin Petra Fette. „Wir haben ihnen gesagt, dass es sich um eine Blutkrankheit handelt und die davon betroffenen Jungen und Mädchen immer schlapper werden und nicht mehr so umhertollen können wie sie selbst. Das haben sie verstanden und wollten sofort eine Aktion für die 'armen, kranken Kinder' starten."

Herausgekommen sind viel guter Wille und ausgefallene Sachen, die es so in Geschäften nicht zu kaufen gibt: Aus großen Holzlöffeln wurden Aufhänger für Topflappen, Schraubgläser verwandelten sich bunt angemalt zu Blumenvasen und aus gefalteten Papierblättern entstanden eben Knalltüten. „Oberarzt Dr. Ulrich Baumann von der MHH kann uns mit den Aids-kranken und HIV-infizierten Kindern nicht in Hohenhameln besuchen", sagte Fette, „aber für seine Aktionen, so hat er uns gesagt, braucht er jeden Euro."

Der Verein zur Unterstützung Aids-kranker Kinder ist aus der Arbeit der HIV-Ambulanz der Kinderklinik an der MHH hervorgegangen. „Er entstand aus der Erfahrung, dass die von uns betreuten HIV-infizierten Kinder häufig besonderer Formen der Unterstützung bedürfen", heißt es in einem Info-Blatt des Vereins. „Die meisten Familien verschweigen die Infizierung ihres Kindes, weil sie ganz zu Recht befürchten, bei Bekanntwerden in ihrem Umfeld isoliert zu werden."

Weil kleine Kinder die Tragweite der Diagnose nicht überblicken können, wird nach Baumanns Erfahrungen die Infektion auch innerhalb der Familie verschwiegen. „Dieses doppelte Verheimlichen, verbunden mit dem Wissen um die tödliche Krankheit, kann sich wie ein Keil zwischen Eltern und Kinder schieben und lange, dunkle Schatten auf den ohnehin schon schwierigen Alltag der Kinder werfen."

Da auch viele Eltern HIV-infiziert sind und daher nicht wissen, ob sie ein Erwachsenwerden ihrer Kinder noch erleben, ist laut Baumann ein Familienleben mit vielen schönen und verbindenden Erfahrungen dringend notwendig. Das dafür erforderliche Geld kann nur über Spenden aufgebracht werden, heißt es weiter.

  • Weitere Informationen gibt es bei Dr. Ulrich Baumann, Telefon 0511/532 3251.
  • Wer Spenden möchte: Verein zur Unterstützung Aids-kranker Kinder e.V., Sparkasse Hannover, Bankleitzahl 250 501 80, Konto 739 642.

PAZ vom 1. August 2006


Mit Kindern auf dem Weg
Hohenhamelner Projekt

Hohenhameln (mn). Ab heute, 1. August, soll die Einzelintegration in dem Hohenhamelner Kindergarten „Klein Lummerland" in eine Integrative Gruppe umgewandelt werden, sagte Martina Orwat, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte. „Die Gruppe arbeitet nach dem situationsorientierten Ansatz und will die Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit fördern. Ziel ist, das Kind dort abzuholen, wo es steht und sich mit ihm auf den Weg zu begeben", erklärt die Leiterin.

Das gemeinsame Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder soll nicht isoliert geschehen, sondern weitestgehend in sinnvolle Lebenszusammenhänge der Gruppe eingebettet sein. Die Anzahl der Kinder wird 18 sein, von denen zwei bis vier Kinder mit Behinderung der Gruppe angehören. „Es gibt ein regional integratives Konzept mit der Gemeinde Hohenhameln und den Kindergartenträgern, der Kirche Hohenhameln, Equord, Stedum sowie den AWO-Trägern Clauen und Bierbergen, sodass Kinder mit Behinderungen von nun an in unserer Einrichtung untergebracht werden können", sagte Orwat.

„Klein Lummerland" ist behindertengerecht gebaut worden. Das entsprechende Fachpersonal sowie die vorgeschriebene Raumgröße und Ausweichräume sind ebenfalls vorhanden. „Wir haben die entsprechenden Genehmigungen von staatlicher Seite erhalten", berichtete die Leiterin stolz.

Für die Kinder gibt es in der Gruppe vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten, unter anderem durch die Altersmischung. „Die Kinder befinden sich auf einem unterschiedlichem Entwicklungsstand, es entsteht kein Leistungsdruck, denn die Unterschiede können als gegeben hingenommen werden", erklärte Orwat das Konzept. In „Klein Lummerland" ist es ebenfalls möglich Therapeuten mit einzubeziehen. Ergotherapie, Logopädie und Krankengymnastik findet bereits in den Räumen des Kindergartens statt.

 

Gemeindebrief Ausg. August-September 2006 Nr. 5


Familiengottesdienst

Am Sonntag 18.6.2006 fand wieder einmal ein Familiengottesdienst statt. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst neben der Orgel vom Elternchor des Kindergartens. Zusätzlich brachte Herr Orwat in gewohnt souveräner Manier auch diesmal die Laien der Gemeinde dazu, mehrstimmig "Nun danket all und bringet Ehr" zu singen.

Höhepunkt des Gottesdienstes war dann die wunderschöne Geschichte vom Regenbogenfisch, die diesmal "nur" vom halben Kindergarten aufgeführt wurde. Mit bemerkenswerter Geduld und Begeisterung führten die Kinder ein ungewöhnlich langes Singspiel vor und heimsten zu Recht Szenenapplaus ein. (Gerüchten zufolge arbeiten Frau Fette und ihr Team bereits heimlich an einer kindgerechten Inszenierung von Wagners "Ring"). Auch wenn dieses Thema nur bedingt für einen Gottesdienst geeignet sein dürfte, sind wir alle gespannt, was als nächstes zur Aufführung kommt. Der ganze Ort kann sich jedenfalls glücklich schätzen, seine Kinder in so engagierten Händen zu wissen.

Oliver Henniges

Kitakinder beim Familiengottesdienst

Die Kindergartenkinder beim Familiengottesdienst

 

Wochenspiegel vom 14. September 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:

"Jim und seine Drachen, Bären und Tigerenten wohnen links"

Manche denken vielleicht: „Klein Lummerland“ ist nicht klein, sondern viel zu groß. Doch dem ist überhaupt nicht so. Es ist wie in einem Wohnhaus. Da leben manchmal mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach. Bei uns gibt es zwei Großfamilien unter einem Dach. Die eine gehört zu Jim, die andere zu Lukas. Jim und seine „Drachen“, „Bären“ und „Tigerenten“ wohnen links.

Von den „Drachen“ haben Sie bislang noch nichts gehört? Kein Wunder, denn bis vor kurzem hießen sie noch „Dackel“. Bei der Namensänderung kam es den verantwortlichen Erzieherinnen, Urte Bothe und Irene Machens, auf einen Bezug zu Michael Endes berühmtem Kinderbuch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" an. Die Drachen dort leben in "Kummerland" und sind böse, weil sie missverstanden und ausgegrenzt werden. Dabei steckt in jedem von ihnen das Potential, wie Frau Malzahn ein "Goldener Drache der Weisheit" zu werden. Doch bis dahin ist es ein langer Weg.

Zum Glück leben unsere "Drachen" nicht in "Kummerland", sondern in "Klein Lummerland". Wenn das kein Startvorteil ist! Zwar sind sie noch grün hinter den Ohren, und deshalb ist auch das Maskottchen auf unserem Türschild grün und nicht golden. Aber was noch nicht ist, wird eines Tages werden. Bis dahin geht es in unserer Drachenhöhle fröhlich zu, und wir üben freundlich und hilfsbereit miteinander umzugehen.

Kleine "Drachen" freuen sich über ihren neuen Gruppennamen

Einige kleine „Drachen“ (die anderen waren beschäftigt)

Das ist durchaus noch nötig, wie folgende Begebenheit zeigt. Voller Begeisterung meinte ein Junge zum neuen Gruppennamen: „Au ja, ich bin ein böser Drache!“ Doch man kennt als Erzieherin seine Pappenheimer. Deshalb antwortete Irene Machens: „Wenn Du ein böser Drache sein willst, dann musst Du hier auf dem Flur wohnen. Böse Drachen gibt es bei uns im Gruppenraum nicht. Manchmal sind zwar auch wir schrecklich, aber meistens sind wir lieb.“ Das hat den kleinen „Drachen“ überzeugt.

Besonders die Mädchen sind gerne „Drachen“. Sie haben sich Drachennamen wie „Drago“ oder „Drachen Drachen“ gegeben und sind sich einig: „Ich bin lieber ein Drache, weil ich Drachen mag. Die spucken Feuer!“ Auf die Frage: „Ist das nicht gefährlich?“, antwortete Lara-Sophie: „Nein, wir sind ja liebe Drachen. Die sind nicht gefährlich!“

Der neue Gruppenname wird noch mit etlichen Aktionen und einem Namengebungsfest [PS: am 2. März 2007] gefeiert. Bitte beachten Sie unsere Infos in der Kindertagesstätte.

 

Wochenspiegel vom 5. Oktober 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:

Flaschenpost für die „Hasen“

Das neue Kindergartenjahr startet immer am 1. August. Diesmal begann es für uns alle, nicht nur für die Neuzugänge, leider ein wenig „quer“. Zunächst eine Woche Kindergarten, dann drei Wochen Ferien, und erst danach konnte es in den Gruppen so richtig losgehen.

Zur „Hasen-Gruppe“ gehört seit dem Sommer Tom-Paul. In den Ferien verreiste er mit seinen Eltern ans Meer und schickte von dort - ganz wie ein alter „Hase“ - Grüße, die per Flaschenpost in „Klein Lummerland“ ankamen.

Alle Urlaubsgrüße werden im Stuhlkreis vorgelesen. Die „Hasen“ staunten nicht schlecht, was die Flaschenpost enthielt: eine „Schatzkarte“. Tom-Paul hatte sie im Urlaub selbst gemalt. Und seinen Eltern kam dazu die grandiose Idee, auf unserem Außengelände tatsächlich einen „Schatz“ zu verstecken, der mit Hilfe dieser Karte gefunden werden könnte.

Am Dienstag, dem 19. September, fand die große Schatzsuche statt. Während die „Hasen“ noch voller Erwartung im Stuhlkreis ein Piratenlied sangen, versteckte Tom-Pauls Papa heimlich die Schatzkiste auf dem Spielgelände. Kaum war das Lied zu Ende, stürzten alle nach draußen. Jeder hatte eine eigene Fotokopie der Schatzkarte dabei und machte sich nun auf die Suche. Für die Kinder war es aufregend und eine Herausforderung, denn unser Außengelände ist groß. Tom-Pauls Papa, Herr Meyfeld, half jedem Schatzsucher, der nicht weiter wusste, einfühlsam mit Rat. Schließlich war es Neele Maarit, die den sorgfältig versteckten Schatz entdeckte!

Schatzkarte

Die bunte Schatzkiste wurde sofort geöffnet. Goldene „Piratentaler“ funkelten im Sonnenlicht. Außerdem gab es Gummibärchen, Stifte, Scheren und Luftballons. Aber die „Piratentaler“ waren natürlich die Hauptsache, wie es sich für eine richtige Schatzsuche gehört. Jeder „Hase“ bekam davon seinen Anteil.

Saskia rätselte noch immer: „Ich weiß nicht, wer den Schatz hier versteckt hat!“ Nora meinte: „Der Plan war gut gemalt!“ Und Lara Madlin fasste zusammen, was alle - Groß und Klein - als Erinnerung mit nach Hause nahmen: „Das war schön! Die Schatzsuche hat Spaß gemacht!“ [Für weitere Bilder »» hier klicken!  ««]

 

Wochenspiegel vom 26. Oktober 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:

„Ich kümmer' mich drum!“

Während der Zuckerrüben-Kampagne planen ortskundige Autofahrer schon von sich aus für ihre Wege mehr Zeit ein. Dass es da auf den Straßen anders als sonst zugeht, ist auch unseren Kids aufgefallen.

Aus einem Gespräch im Stuhlkreis bei den „Bären“: „Warum sind jetzt so viele Trecker unterwegs?“ Malte: „Weil die Zuckerrüben zur Zuckerfabrik transportiert werden müssen!“ Malte (6 Jahre) weiß Bescheid. Er schlägt vor: „Vielleicht können wir uns einen Rübenroder mal ansehen. Aber jetzt geht das nicht. Die sind jetzt im Stress. Ich kann aber mal nachfragen. Ich kümmer' mich drum!“

Und Malte kümmerte sich drum. Von seiner Mutter ließ er sich die Telefonnummer von Henning Rühmann aus Ohlum geben. Er ist einer von vier Fahrern der Rodegemeinschaft „Börderoder“, in der sich ungefähr 60 Landwirte aus dem Landkreis Peine und dem Nordostkreis Hildesheim zusammengeschlossen haben. Malte rief Herrn Rühmann selbst an. Am nächsten Tag berichtete er: „Henning muss das erst mit seinen Männern besprechen. Er gibt uns Bescheid.“

Henning Rühmann erklärt den "Bären" seinen RübenroderAm 18. Oktober war es so weit. Die älteren „Bären“ machten sich mit einigen Eltern und ihrer Erzieherin Christa Halemeyer in Privatwagen auf den Weg zu einem Feld bei Bavenstedt. Dort angekommen, sahen sie den mächtigen Rübenroder auf sich zufahren. Ein Rad an ihm ist zweimal so hoch wie ein Kindergartenkind. Schon für Erwachsene ist er eindrucksvoll. Wie muss er da erst auf Kinder wirken!

Herr Rühmann stoppte den Roder, stieg aus und begrüßte seine kleinen Besucher. Dann gab es für ihn viel zu erklären. Von allen Seiten wurde die Erntemaschine gebührend bewundert. Und - ganz wichtig - was da geerntet wird, wurde auch probiert. Wer wollte, bekam eine Scheibe Zuckerrübe abgeschnitten und stellte selbst fest, wie sie schmeckt. So fachmännisch unterrichtet, verstehen nun alle, was beim Roden passiert und wie die vielen Zuckerrüben auf die Berge kommen und dort auf ihren Abtransport warten.

Der Ausflug wirkt nach. Die „Bären“ treffen sich in kleinen Gruppen in ihrer Leseecke. Julius hat dafür sein Bilderbuch mitgebracht, in dem auch „Rübenmaus“ und Rübenroder zu sehen sind. Die Kinder erzählen: „Henning hat gesagt, die Rüben schlafen in ihren Blättern, und wenn sie kein Wasser kriegen und keine Sonne, dann werden sie nicht groß, und dann nimmt der Rübenroder sie nicht auf! Und damit der Rübenroder fahren kann, muss der Tankwagen aufs Feld kommen, weil der Roder an keine Tankstelle passt!“

Ganz herzlichen Dank an Herrn Rühmann und an alle anderen Helfer. Die Kinder werden das Erlebnis nicht so schnell vergessen. Und ein Tipp für alle „Headhunter“: Nach besonderen Begabungen kann man schon sehr früh Ausschau halten! [Für weitere Bilder »» hier klicken!  ««]

 

Info, am 16. November unter "Aktuelles" ins Internet gestellt


"Webrätsel im Advent"

Geschichte des Adventskranzes

Vorweihnachtlich schenkt ein zumeist aus Tannenzweigen gebundener Kranz mit vier Kerzen in vielen Wohnungen Besinnung und Vorfreude. Der Adventskranz - das Wort "Advent" bedeutet "Ankunft" - ist ein Symbol der Hoffnung und erinnert an das Kommen des verheißenen Messias.

Sehr alt ist dieser Brauch noch nicht. Erfunden hat ihn Johann Hinrich Wichern (1808-1881), der Initiator der "Inneren Mission", einer Vorläuferin des "Diakonischen Werkes". Der erste Adventskranz hing 1839 in Hamburg-Horn, damals ein Dorf mit 600 Einwohnern, das sechs Kilometer vor den Toren der Hansestadt lag. Dort stand Wichern seit 1833 für die Aufnahme obdachloser Kinder und Jugendlicher aus den Armenvierteln Hamburgs eine alte Bauernkate zur Verfügung, das "Rauhe Haus".

Adventskranz nach Johann Hinrich WichernIn der Adventszeit fragten Wicherns Zöglinge immer wieder, wann denn endlich Weihnachten sei. Er baute deshalb für den 1. Advent des Jahres 1839 aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz und stellte vier große weiße Kerzen für die Sonntage und 19 kleine rote Kerzen für die Werktage darauf. Jeden Tag bis zum Heiligen Abend entzündete Wichern eine weitere Kerze. Ab 1860 wurde das hölzerne Rad im "Rauhen Haus" mit Tannengrün geschmückt. Allmählich verbreitete sich die Sitte des Adventskranzes von Norddeutschland aus. Die maximal 28 Kerzen verringerten sich auf vier. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gehört der Kranz zum deutschen Adventsbrauchtum und ist heute weltweit bekannt.

Kerzenrätsel

Der Adventskranz hat uns zu einem Webrätsel inspiriert, für das alle Kinder bis zum vollendeten siebenten Lebensjahr teilnahmeberechtigt sind.

AdventskerzeBeginnend mit dem 1. Advent verstecken wir über unsere Website verteilt Kerzen, zum 3. Dezember eine Kerze, eine weitere zum 10. Dezember und letztmals zum 17. Dezember zwei Kerzen, damit noch vor Weihnachten die Gewinner des Webrätsels ermittelt und benachrichtigt werden können. Die Kerzen sind nummeriert, jeweils mit einem Buchstaben versehen und ergeben in aufsteigender Zahlenfolge geordnet das Lösungswort.

Zahlen und Buchstaben lesen und gezielt mit der Computermaus klicken können viele Kindergartenkinder schon ganz allein, doch Mama und Papa dürfen durchaus mithelfen. Um's nicht zu schwer zu machen, sind die Kerzen jeweils am Beginn einer Unterseite zu finden.

Das Lösungswort auf die Rückseite einer Postkarte schreiben, Absender, Telefonnummer und Geburtsdatum des Kindes nicht vergessen und die Postkarte in unseren Briefkasten einwerfen bzw. mit der Post schicken an unsere Anschrift:


Ev. Kita Klein Lummerland
Am Pfannteich 19
31249 Hohenhameln


An der Verlosung nehmen alle richtigen Lösungskarten teil, die bis zum Mittwoch, 20.12.2006, 14.00 Uhr bei uns eingegangen sind. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bürgermeister Lutz ErwigGroß sind die zu gewinnenden Preise zwar nicht, werden aber den Kids gefallen.

Wir haben Bürgermeister Lutz Erwig eingeladen, am 21. Dezember um 10.00 Uhr in unserer Kita als Glücksbringer die Gewinner zu ziehen und freuen uns sehr, dass er zugesagt hat.

 

Wochenspiegel vom 30. November 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:

"Rätselhafte Kerzen" in der Adventszeit

Ein zumeist aus Tannenzweigen gebundener Kranz mit vier Kerzen schenkt in den Wochen vor Weihnachten vielen Menschen Besinnung und Vorfreude. Von Sonntag zu Sonntag nimmt sein Licht zu. Es erhellt mehr und mehr die Dunkelheit. Der Adventskranz - das Wort "Advent" bedeutet "Ankunft" - ist ein Symbol der Hoffnung und erinnert an das Kommen des verheißenen Messias.

Der Adventskranz nach seinem Erfinder Johann Hinrich Wichern

Sehr alt ist dieser Brauch noch nicht. Er hat seinen Anfang in Hamburg-Horn, damals ein Dorf mit 600 Einwohnern, das sechs Kilometer vor den Toren der Hansestadt lag. Erfinder des Adventskranzes ist Johann Hinrich Wichern (1808-1881). Wichern, der auch als Initiator der "Inneren Mission" gilt, einer Vorläuferin des "Diakonischen Werkes", lernt schon als Sonntagsschullehrer und Theologiestudent in den Armenvierteln Hamburgs soziales Elend und Verwahrlosung kennen. 1833 ruft er zur Gründung eines "Rettungsdorfes" auf. Für seine Sozialarbeit stellt ihm Senator Sieveking in Horn eine alte Bauernkate zur Verfügung, das "Rauhe Haus". Dort finden fortan obdachlose Kinder und Jugendliche eine neue Heimat.

In der Adventszeit fragen Wicherns Zöglinge immer wieder, wann denn endlich Weihnachten sei. Er baut deshalb aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz und stellt vier große weiße Kerzen für die Sonntage und 19 kleine rote Kerzen für die Werktage darauf. Am 1. Advent des Jahres 1839 hängt im Betsaal des "Rauhen Hauses" der erste Adventskranz der Welt. Jeden Tag bis zum Heiligen Abend entzündet Wichern eine weitere Kerze.

Ab 1860 wird das hölzerne Rad im "Rauhen Haus" mit Tannengrün geschmückt. Allmählich verbreitet sich die Sitte des Adventskranzes von Norddeutschland aus. Die maximal 28 Kerzen verringern sich auf vier. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gehört der Kranz zum deutschen Adventsbrauchtum. 1925 hängt in Köln ein Adventskranz erstmals in einer katholischen Kirche. In Österreich und Bayern wird er erst nach 1930 übernommen. Heute ist der Brauch weltweit verbreitet.

Der Adventskranz mit seinen Kerzen hat uns zu einem "Kerzenrätsel" inspiriert. Teilnahmeberechtigt sind alle Kinder bis zum vollendeten siebenten Lebensjahr. Beginnend mit dem 1. Advent werden wir auf unserer Website www.ev-kita-hohenhameln.de Kerzen verstecken, zum 3. Dezember eine Kerze, eine weitere zum 10. Dezember und letztmals zum 17. Dezember zwei Kerzen, damit noch vor Weihnachten die Gewinner des Webrätsels ermittelt und benachrichtigt werden können. Die Kerzen sind nummeriert, jeweils mit einem Buchstaben versehen und ergeben in aufsteigender Zahlenfolge geordnet das Lösungswort. Einige Zahlen und Buchstaben lesen und gezielt mit der Computermaus klicken können viele Kindergartenkinder schon ganz allein, doch Mama und Papa dürfen durchaus mithelfen. Letzter Abgabetermin bei uns ist Mittwoch, der 20. Dezember 2006, 14.00 Uhr. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte unserer Website.

Die Preise sind zwar nicht groß, werden aber den Kids gefallen. Wir haben Bürgermeister Erwig eingeladen, am 21. Dezember um 10.00 Uhr in unserer Kita als Glücksbringer die Gewinner zu ziehen und freuen uns sehr, dass er zugesagt hat. Hoffentlich macht ihm nicht ein unvorhergesehener wichtiger Termin noch einen Strich durch die Rechnung!

 

Wochenspiegel vom 21. Dezember 2006


Ev. Kita Klein Lummerland:

Malteser Rettungswagen sorgt für Aufregung

Am vergangenen Donnerstag hielt vor unserer Kita ein Rettungswagen der Hildesheimer Malteser. Was war bloß geschehen? Eine im Mercedes gerade vorüber fahrende Dame stoppte sofort und stieg aus, um nachzusehen. Doch schon nach wenigen Minuten konnte sie aufatmen. Verletzte gab es nicht, sondern eine Gruppe fröhlicher Kinder, die gespannt dem Rettungssanitäter lauschten: „Ihr dürft alle Schubladen und Türen öffnen, aber nichts selbst herausnehmen! Sagt mir Bescheid. Ich zeige euch gern, was ihr sehen möchtet.“

Es war der Abschluss des Projektes „Abenteuer Helfen – helfende Hände schlagen nicht!“ unserer Praktikantin Sandra Lüddecke aus Bierbergen. Über längere Zeit hatte sie mit der integrativen Gruppe, den „Igeln“, geübt, wie man Pflaster und Verbände anlegt, die Rettungsdecke einsetzt, Verletzte in die stabile Seitenlage bringt und ihnen Trost zuspricht. Den Anstoß zu diesem Projekt gab Michael Spautz, Lehrer an der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, BBS Sozialwesen in Hildesheim. Herr Spautz ist zugleich Stadtbeauftragter der Hildesheimer Malteser. Sandra hat eine hohe Meinung von ihrem Lehrer: „Mein Lehrer kann alles. Er sagt zwar, er weiß nicht alles, aber er kann's trotzdem!“ Wir freuen uns über junge Menschen mit so positiver Einstellung und großer Eigeninitiative.

"Abenteuer Helfen" - Malteser Rettungswagen zu Besuch in "Klein Lummerland"

Am Donnerstag frühstückten die „Igel“ zeitig und warteten gespannt auf Herrn Spautz. Gegen 10.00 Uhr war es dann soweit. Der Rettungswagen parkte vor der Kita und konnte besichtigt werden. Die anfängliche Scheu der Kinder verflog schnell. Sie kletterten in den Wagen und ließen sich alles zeigen und erklären: Liege, Beatmungsgerät und was es sonst noch in einem Rettungswagen gibt. Jeremy erinnert sich: „Da hat er uns so einen Beutel gezeigt, den hängt man hier so hin, und dann pumpt man, dass man Luft kriegt!“ Maxine gefiel besonders, „wo die Kinder auf dem Wagen waren!“ Gemeint ist die Rettungsliege, mit der die „Igel“ etliche Runden auf dem Hof drehten. [Für weitere Bilder »» hier klicken! ««]

Währenddessen drückten sich Kids aus anderen Gruppen an der Eingangstür die Nasen platt. Sie wären auch gern dabei gewesen, mussten aber noch ein wenig warten. Ihre Gruppen kommen später dran.

Wofür ist ein Rettungswagen gut? Jeremy hat aufgepasst: „Ein Krankenwagen kommt, wenn einer schwer verletzt ist oder sich ganz doll wehgetan hat. Mir hat am besten das Blaulicht gefallen. Michael hat mir den Schalter gezeigt, und ich hab einfach draufgedrückt!“

Unsere integrative Gruppe gibt es seit August. Die Arbeit dort ist schwieriger als in anderen Gruppen, weil man sehr strukturiert und bedürfnisorientiert vorgehen muss. In den vergangenen Monaten sind sich die „Igel“ näher gekommen. Die Rücksichtnahme untereinander hat zugenommen. Kinder mit Beeinträchtigungen werden akzeptiert und ins Spiel einbezogen wie alle anderen auch.

 

Info, am 21. Dezember unter "Aktuelles" ins Internet gestellt


Fünf Gäste trafen sich in "Klein Lummerland" mit aufgeregten Kids. Deren stimmungsvolles Lied "Ein Stern strahlt in die Weite" bildete den Auftakt, dann wurden die Gewinner unseres "Webrätsels im Advent" ausgelost.

"Emma", wie Marlene sie für uns gemalt hatDas gesuchte Lösungswort lautete "Emma" und erinnert an unsere heißgeliebte Lokomotive. Marlene (6 Jahre alt und schon in der Schule) malte sie sogar auf ihre Postkarte. Wir freuen uns sehr, dass wir "Emmas" Väter bei der Auslosung willkommen heißen durften. Werner Stechel hat "Emma" 2001 für uns gebaut, Siegfried Malzburg sie 2006 generalüberholt.

Bürgermeister Erwig zieht die Gewinner

34 richtige Lösungen waren eingegangen. Bürgermeister Lutz Erwig zog 12 Gewinner, assistiert von unserer Elternrats-Vorsitzenden Janet Faller. Pastor Hans Schweda überreichte die Preise. Der erste Preis, ein Bärchen-Engel, ging an Florian aus der "Drachen"-Gruppe. Kinder, die ihre Lösungskarte abgegeben, bei der Ziehung der Gewinner aber kein Glück hatten, mussten nicht traurig sein. Sie erhielten einen Trostpreis.

[ Der Wochenspiegel berichtete am 4. Jan. 2007 über die Auslosung! ]