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Archiv 2005
 

 

Inhaltsverzeichnis
Monat
Titel
Jan.
Tischlaternen für Südostasien
Hasengruppe bastelt für Flutopfer
Sachen zu finden ist wunderbar
Feb.
Ein Bäcker wie im Bilderbuch
März
Konkurrenz für den Big Mäc...
Der Bus ist da...
Eine tolle Truppe...
April
Das große Buddeln...
Mai
Fast wie im richtigen Leben...
Nachts kommt die Zahnfee
Juni
Wir wollen kranken Kindern helfen
Bilder für krebskranke Kinder malen
Juli
Jo, wir schaffen das
Sept.
Ausflug ins "Hans-Hampf-Labyrinth"
Okt.
Erntedankfest in der Scheune
"Igel" und "Hasen" schnuppern Zirkusluft
Halt für unterwegs...
Nov.
Auf die Räder, fertig, los!
Zu Besuch bei der "Rübenmaus"
Dez.
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Wochenspiegel vom 13. Januar 2005


Ev. Kita Klein Lummerland:
„Tischlaternen für Südostasien"

Tischlaternen für Tsunami-Opfer

Kinder aus der Hasengruppe haben in den Medien Berichte über die Tsunami-Katastrophe in Südostasien gesehen und nehmen emotional regen Anteil am Geschick der dortigen Kinder.

Im Stuhlkreis sagte Dennis, ohne dass irgend jemand die Katastrophe zur Sprache gebracht hätte: „Da sind welche gestorben." Alle Kinder wussten offensichtlich sofort, wovon er sprach und steuerten ihre Gedanken bei. „Manche haben kein Haus mehr... Da ist alles kaputt... Und Leute sind ertrunken... Meine Mama hat schon überwiesen... Meine auch..."

Weil die Gruppenerzieherin, Frau Akoto merkte, wie engagiert die Kinder waren, fragte sie: „Wollt ihr auch helfen?" „Ja", riefen die Kinder, „aber wie?"


So entstand die Idee, Tischlaternen herzustellen, zu verkaufen und mit dem Erlös zu helfen. Mayra überlegte: „Fahren wir dahin und geben ihnen das Geld?" Nun, das geht natürlich nicht. Also werden die Kinder das Geld auf ein Hilfskonto einzahlen.

Nachdem alles soweit geklärt war, ging es an die praktische Durchführung. Daheim suchten die „Hasen" Marmeladengläser, um sie im Kindergarten bekleben zu können. Und wie man auf dem Foto sieht, sind sie mit Feuereifer bei der Sache.

Wer Interesse an einer solchen Tischlaterne hat, melde sich bitte in der Hasengruppe bei den Kindern.

 

Peiner Allgemeine Zeitung vom 13. Januar 2005


Hasengruppe bastelt für Flutopfer

(Januar 2005) Ohne dass jemand die Flutkatastrophe im Hohenhamelner Kindergarten Klein Lummerland zur Sprache gebracht hatte, war die Tsunami-Welle mit den vielen tausend Toten und Waisen plötzlich Thema.

„Da sind welche gestorben“, sagte der kleine Dennis von sich aus. Jetzt soll geholfen werden – mit kleinen Tischlaternen, die die Jungen und Mädchen aus beklebten Marmeladengläsern basteln.


„Die Berichte in den Medien über das Unglück hat die Kinder emotional sehr mitgenommen“, sagte Kindergartenleiterin Martina Orwat. Alle in der Hasengruppe wussten offenbar sofort, was in Südostasien passiert war: „Manche haben kein Haus mehr“, „Da ist alles kaputt und Leute sind ertrunken“, „Meine Mama hat schon überwiesen“, kamen die spontanen Äußerungen der Kinder.


Als Gruppenerzieherin Franziska Akoto merkte, wie engagiert die Mädchen und Jungen waren, fragte sie „Wollt ihr auch helfen?“ Klar wollten sie das, aber die Frage war „Wie?“ So entstand die Idee, Tischlaternen herzustellen, zu verkaufen und den Erlös den Notleidenden zu geben. Myra überlegte laut: „Fahren wir da hin und geben ihnen das Geld?“ Das geht nun nicht, aber das Geld wird auf ein Hilfskonto überwiesen.

(de), Hohenhameln (de)


Wochenspiegel vom 20. Januar 2005


Ev. Kita Klein Lummerland:
„Sachen zu finden ist wunderbar"

Ob es sich um einen Stein, eine schöne Blume oder eine Murmel handelt, Kinder lieben es, unverhofft etwas zu finden. Sie haben eine natürliche Sammelleidenschaft und können alles gebrauchen.

Doch wie sieht es aus, wenn man auf einem Spaziergang in der Feldmark eine Brieftasche findet? Die „Bären" hatten die Damhirsche bei Horst Fette im Garten mit Kastanien gefüttert. Viel Mühe war dafür nötig.

Bislang waren die Kastanien im Kindergarten als Kastanienbad benutzt worden. Sie einfach so weiterzugeben, das war undenkbar. Jede einzelne Kastanie musste zunächst genau untersucht werden, ob sie unversehrt war. Kastanien mit einem Sprung oder Ähnlichem waren für die Hirsche nicht gut genug. Ob die Hirsche diese Mühe überhaupt zu schätzen wussten? Sie hielten gehörigen Abstand von der quirligen Kinderbande.

Auf dem Rückweg fanden Jannis und Frau Machens eine Brieftasche. Was sollte damit geschehen? Frau Machens sagte: „Wenn man eine Brieftasche findet, dann kann man sie bei der Gemeinde abgeben."

Dominik wollte aber erst wissen, was sie alles enthält und fragte: „Kann ich sie mir mal genauer ansehen?" Er durfte. Alle Kinder bildeten einen Kreis um ihn und Jannis.

Bei der Prüfung des Inhalts stellte er fest, dass in der Brieftasche auch der Führerschein einer jungen Frau war. Frau Machens sagte: „Oh, die kommt aus Schellerten." Das ist für Kinder weit weg.

Dominik überlegte: „Wie fährt die denn Auto ohne Führerschein? Das darf die doch gar nicht!" Und damit war für alle Kinder klar, man konnte nicht direkt zum Kindergarten zurück, sondern musste, auch wenn die Füße schon müde waren, unbedingt noch einen Abstecher zur Gemeinde machen. Und wo die ist, das weiß doch jedes Kind. Bei der Gemeinde wurde gefragt: „Wollt ihr Finderlohn?" Das verneinten die Kinder, aber sie hätten sich trotzdem gefreut, im Nachhinein ein Dankeschön von der jungen Frau zu hören.

Dominik und Jannis, die ehrlichen Finder

Dominik und Jannis nach der guten Tat.

PS: Das Dankeschön erfolgte nach Erscheinen des Wochenspiegel-Artikels.

 

Wochenspiegel vom 3. Februar 2005


"Tigerenten" zu Besuch in der Triangel-Bäckerei Bründeln

Eigentlich sollte es ja schon zur Vorweihnachtszeit für die „Tigerenten" einen Besuch in der Backstube der Triangel-Bäckerei in Bründeln geben, aber dann hat es doch nicht geklappt. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.

Nun war es soweit, und die Tigerenten-Eltern kutschierten ihre Kinder nach Bründeln. Dort empfing sie Herr Franzki, der Bäckermeister. „Wie heißt du denn?", wollten die Kinder wissen.

Und Herr Franzki antwortete auf diese und noch viele andere Fragen auf sehr lebendige Weise. Derweil mussten die Eltern draußen warten, weil die Backstube für so viele Gäste zu klein ist.

Verwundert waren die Kinder darüber, dass Herr Franzki nachts arbeitet und tagsüber schläft. Aber sie verstanden, dass Brötchen morgens fertig sein müssen. Schließlich möchten auch sie selbst Brötchen zum Frühstück haben.

Die Kinder guckten in große Rührmaschinen, inspizierten unterschiedliche Körner, rochen am Sauerteig - „Iiih, der stinkt!" - bewunderten Brötchenteilmaschine und Brötchendusche in Aktion, sahen zum ersten Mal einen riesigen Backofen und spürten dessen Hitze. Klar, dass man ihn mal ausprobieren musste. Jedes Kind konnte sich aus Teig ein eigenes Brötchen formen, und dann hinein damit in den Ofen. Verzehrt werden sollte das Ergebnis später im Kindergarten bei einem gemeinsamen Frühstück, aber einige Kinder wollten lieber ihr kleines Kunstwerk mit nach Hause nehmen und es mit ihren Eltern und Geschwistern teilen.

Am Schluss des Besuches war allen klar, warum ein Bäcker weiße Kleidung braucht. Denn die kleinen Gäste waren nun selbst voller Mehlstaub. Die ausgesperrten Eltern waren neidisch. Sie hätten selbst gern an der Führung teilgenommen. Herr Franzki ist ein netter Mann und hatte dafür Verständnis. So soll es bald speziell für die Tigerenten-Eltern eine eigene Führung geben.


Wochenspiegel vom 10. März 2005


Ev. Kindertagesstätte Klein Lummerland:
Konkurrenz für den Big Mäc

ErnährungsberatungMuss es immer eine Milchschnitte, ein Mohrenkopf oder ein Big Mäc sein? Auch Gesundes kann sehr lecker sein und Kindern gut schmecken.

Ökotrophologin Monika Böller und Gisela Exner, Gesundheitsmanagerin vom Jugendzahnärztlichen Dienst Osterode, betreuen seit vielen Jahren Kinder in Schulen und Kindergärten und waren kürzlich in unserer Tagesstätte zu Gast. Ihr Thema: Gesund leben — gesund bleiben.

An zwölf Stationen konnten Mütter mit ihrem Kind gemeinsam spielen, kochen und arbeiten. Fit- und Schlappmacher waren zu suchen, Zucker aufzuspüren und der beste Durstlöscher zu finden.

Der Nachmittag war sehr schön, aber auch anstrengend.

Wie gut, dass man ihn mit einem zünftigen Festschmaus abschließen konnte. Es gab Obstspieße, Kartoffelsuppe und Gemüsetaucher mit Dip.

Mmm, schade, dass schon alles aufgegessen ist...

 

Wochenspiegel vom 24. März 2005


Kindergartenbus

Donnerstags dreht der Gemeindebus seine Runden über die Dörfer der Gemeinde Hohenhameln, und jeder darf einsteigen, der zum Wochenmarkt will. Doch wer weiß, dass der gelbe Bus von Montag bis Freitag auch viele, viele Kinder morgens in die Kindergärten transportiert und sie mittags wieder nach Hause bringt?


Seit 1981 fährt Kurt Dolatka den Bus und wechselt sich mit Uwe Wächter und Detlef Jurkat ab. Ihnen zur Seite steht Frau Dierschke als Begleitung für die Kinder. Diese "guten Geister" haben dabei viel mehr zu tun, als man auf den ersten Blick sieht.


Frau Dierschke tröstet Kinder, wenn sie sich noch nicht auskennen, und gibt den Müttern das Gefühl: Mein Kind ist in guten Händen! Zudem dürfen besorgte Mütter ihre Sprösslinge anfangs auch ein- bis zweimal im Bus begleiten.


Kurt Dolatka führt seine kleinen Fahrgäste an der Hand über die
Straße, damit sie gut nach Hause kommen. Er trägt ihnen vergessene Brottaschen und Mützen hinterher und sorgt für Disziplin und Ordnung. So ist gut zu verstehen, wenn er auch mal brummig wird, weil schon wieder ein Auto auf dem Busparkplatz vor „Klein Lummerland" steht, die Kinder nicht aussteigen können und der ganze Fahrplan durcheinander gerät. Hinzu kommen jahreszeitliche Hindernisse wie Mähdrescher, Rübenwagen, gesperrte Straßen und ungünstige Wetterbedingungen. Mit all diesen Problemen muss der Busfahrer fertig werden.


Es passiert aber auch, dass Kinder von der Bushaltestelle einfach nicht abgeholt werden. Wenn dann auch noch im Rucksack ein Zettel mit Name, Anschrift und Kindergarten fehlt, wohin dann mit den Kleinen? - Wenn also mal der Bus nicht pünktlich ist, nun wissen Sie, was Schuld daran sein könnte!


Wir nehmen es als selbstverständlich, doch die Gemeinde Hohenhameln wäre gar nicht verpflichtet, einen Bus für den Transport zum Kindergarten bereit zu stellen.


Und im Hintergrund passiert noch manches, damit dies überhaupt moglich ist. Z. B. muss alle drei Monate der Bus zur Sicherheitsüberprüfung - und alle fünf Jahre sein Fahrer!


Auf meine Frage „Wenn eine gute Fee auf die Erde käme, und Sie hätten einen Wunsch frei, was würden Sie sich im Hinblick auf den Bustransport wünschen?", antwortete Kurt Dolatka: „Dass der Bus ohne Unfälle durchkommt. dass ja niemandem etwas passiert..." Als Leiterin unseres Kindergartens „Klein Lummerland" wünsche ich mir das auch und möchte Busfahrern und Begleitung an dieser Stelle herzlichen Dank sagen!


Noch etwas in eigener Sache! Dies war ein erster Beitrag, um in lockerer Folge Menschen im Umfeld unseres Kindergartens vorzustellen [...].

 

Wochenspiegel vom 31. März 2005


Eltern organisierten Kleiderbasar mit CafeteriaAnnette Voges ist zum ersten Mal im Elternbeirat von „Klein Lummerland". Sie sagt: „Die Arbeit macht mir Spaß. Es ist interessant, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können. Man bekommt viel mehr mit. Diese Arbeit mache ich für die Kinder, natürlich auch für meine eigenen. Ich denke, nur wenn ich mich einsetze, dann kann ich auch etwas bewegen. Eine positive Einstellung ist für mich das Wichtigste. Es ist super, wenn man bei einer solchen Aktion" - gemeint ist der diesjährige Kleiderbasar - „mit so einer tollen Truppe zu tun hat. Wir haben uns prima verstanden. Alles ging Hand in Hand. Und weil die Stimmung so gut war, haben wir uns nach getaner Arbeit dann auch ein Gläschen Sekt gegönnt."

Seit vielen Jahren engagieren sich immer wieder Eltern für die Ev. Kindertagesstätte „Klein Lummerland", und ich bin als Leiterin stolz darauf, dass es ganz offensichtlich auch IHRE Kindertagesstätte ist. Wie im letzten Jahr organisierten sie Anfang März einen Kleiderbasar mit Cafeteria. Viele Familien hatten Kuchen gestiftet, und die Standplätze waren ausgebucht. Das alles gut klappte, dafür sorgten als Ausrichter Martina Buhl, Silvia Schröter und Annette Voges. Beim Verkauf von Kuchen und Kaffee halfen zusätzlich Renate Michalak, Rita Stöter und Claudia Thon mit. Für den Erlös von 307,22 Euro soll Spielzeug für die Kindertagesstätte angeschafft werden. Ganz herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!

 

Wochenspiegel aus April 2005


Ev. Kita “Klein Lummerland”:
Das große Buddeln...

Man denkt gern, es ist alles in Ordnung. So ist es auch mit unserer Kita. Aber es gibt manchmal im eigenen Hause “Opposition”, wenn man’s gar nicht erwartet. Sie kam diesmal sogar von der langjährigen Vorsitzenden unseres Elternbeirates, Anja Böttcher, Mutter von drei Kindern, daheim mit Familie, Haus und Garten genug zu tun: “Schon seit 2 Jahren störte mich die Blumenrabatte vor der Kita. Sie sah so lieblos aus.”

Und nun fand sie die richtigen Mitstreiterinnen für ihr Projekt “Verschönerung”. “Ich habe einfach nur einen Aushang geschrieben, um Blumen gebeten und den Pflanztermin genannt.” Und wie man sieht, hat es sich gelohnt. Entweder haben die tatkräftigen Damen ihren eigenen Garten geplündert oder Pflanzen gekauft. Zum Buddeln konnte nicht jede kommen. Aber die gespendeten Pflanzen schufen ein gute Ausgangsbasis. “Das Pflanzen ging ganz schnell. Wir haben nur 1,5 Stunden gebraucht”, berichtet Frau Böttcher stolz.

Gefragt, wie sie das alles so schaffe mit ihrem großen Grundstück und den drei Kindern, hatte sie eine Antwort bereit, die vermutlich für viele Hausfrauen zutrifft: “Letztlich ist alles eine Frage der Organisation und ob jemand einem hilft. Ich habe liebe Omas und Opas, die mich unterstützen. Die Arbeit zu Hause tue ich gern, aber manchmal will ich auch etwas für mich tun, und die Arbeit im Kindergarten ist eine Herausforderung. Sie macht mir Spaß.”

Ich kann hier nicht jede der Helferinnen mit Namen nennen. Nicht alle haben Omas und Opas am Ort, die mithelfen können. Aber für alle unsere Mütter gilt: “Ich führe ein sehr erfolgreiches kleines Familienunternehmen!”, wie es ein aktueller Werbeslogan ganz richtig sagt. Ihnen allen herzlichen Dank!

Bei so viel Frauenpower frage ich mich, ob die einsatzfreudigen Mütter früher als Kinder in ihrem Kindergarten eventuell nicht genug “buddeln” durften. Eine solche Aktion ließe sich leicht wiederholen. Unser Außengelände ist groß ...

Buddel-Team

Ein Teil des Buddel-Teams - leider kam der Fotograf etwas zu spät!

 

Wochenspiegel vom 6. Mai 2005


Lille Pinguin

Wenn die Kinder hinterher auch sagten: „Ein schönes Kaspertheater, das war toll!", den Kasper gibt's im fabulaTheater nicht. Claudia und Peter Röders entwickelten die Figuren Samson und Tiffy aus der Sesamstraße, Rudi Rabe aus Siebenstein, den Kastenfrosch aus dem Tigerenten-Club und viele mehr.

Eigentlich sollten sie schon am 2. März in „Klein Lummerland" zwei Vorstellungen geben. Doch dazu kam es nicht. Ihr Auto war eingeschneit und die Straßen unpassierbar.

Deshalb spielten sie erst jetzt „Lille Pinguin" für uns, ein Wintermärchen. Dass es in Hohenhameln im sonnigen April anders ausschaut, fiel Oliver, sechs Jahre alt und aus der Bärengruppe, sofort auf: „Im Theater war Winter, aber bei uns nicht mehr!"

Worum geht's in „Lille Pinguin"?

Frau Röders Auto ist eingeschneit. Es ist bitterkalt. Sie macht sich auf die Suche nach Hilfe. In der Zwischenzeit finden Schneehase, Schneefuchs und Lille Pinguin das Auto und machen es sich dort gemütlich.

Mit den Worten von Lena, aus der Hasengruppe und fünf Jahre alt: „Die Tiere haben sich reingekuschelt. Und dann kam der Bär und sagte: 'Gute Höhle!' Dann war's eng!"

Lange hält es Lille im Auto nicht aus. Er bekommt Hunger. Wohin nun mit dem Ei, das er dabei hat. Denn bei Pinguin-Papas ist das so: Sie sind für's Ei zuständig. Sie wärmen es in einer Bauchfalte. „Könnt ihr's nicht nehmen?", fragt er deshalb seine Gefährten. Die helfen gern. Lille geht auf Futtersuche, und Schneehase, Schneefuchs und Eisbär kümmern sich abwechselnd um das Ei.

Plötzlich passiert es. Das Kleine schlüpft.

Und wen sieht es? Drei Papas! Und nun dauert es etwas, bis der kleine Pinguin seinen richtigen Papa findet...

Vielleicht denkt mancher, ein Puppentheater sei altmodisch. Aber dem ist nicht so. Auch sonst unruhige Kinder haben während der Vorstellung wie gebannt zugeschaut.

Genau wie einige Eltern, die es selbst gerne sehen wollten und die wie die Kinder begeistert waren.

 

Wochenspiegel vom 26. Mai 2005


Ev. Kita Klein Lummerland:

"Nachts kommt die Zahnfee!"

Gesunde Ernährung und regelmäßiges Zähneputzen sind für gute Zähne wichtig. Darüber reden wir. Das üben wir. Das wissen unsere Kindergartenkinder alle.

Im Auftrag des Gesundheitsamtes kommt einmal im Jahr Dr. Gruschwitz auch in unseren Kindergarten und wirft einen Blick auf die Kinderzähne. Dabei wird er von seinen Helferinnen Frau Bertram und Frau Pilz unterstützt. Mit von der Partie ist Handpuppe Bronko, ein Pferd mit einem strahlend gesunden Gebiss. Bronko unterhält sich mit den Kindern und gibt praktische Tipps.

Zahnvorsorgeuntersuchung im Kindergarten

Dr. Gruschwitz hat nicht nur als Zahnarzt, sondern auch als Großvater Erfahrung im Umgang mit Kindern. „Die Kinder sind sehr unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, sie spielerisch an das Thema heranzuführen. Manchmal ist es auch gut, wenn man nicht gleich einen kaputten Zahn behandelt, sondern die Kleinen erst einmal die Praxis kennenlernen lässt. Sie können schauen, was es für Geräte gibt, sehen, da steht ein Stuhl usw. Außerdem habe ich selber auch Angst vor dem Zahnarzt und weiß, wie das ist."

Für viele unserer Kindergartenkinder sind die Zähne aber noch aus einem ganz anderen Grund ein wichtiges Thema. Das wird in Gesprächen am Frühstückstisch immer wieder deutlich.

Vor kurzem hat Anna-Lena ihren Zahn verloren, als sie in eine Banane biss. Der Zahn war weg und wurde doch dringend für die Zahnfee gebraucht. Wer das ist, wissen Sie nicht? Die Zahnfee kommt des Nachts, wenn Kinder schlafen und freut sich besonders über gepflegte Zähne. Einen ausgefallenen Zahn nimmt sie mit und legt statt dessen eine Belohnung unter das Kopfkissen.

Das wollte sich Anna-Lena nicht entgehen lassen. Also wurde die Banane erst zerschnitten und dann zermatscht. Die ganze Tigerenten-Gruppe guckte gespannt, wo der Zahn denn steckte. Aber er war nicht in der Banane. Auf dem Fußboden lag er und wurde glücklicherweise noch rechtzeitig vor der Reinigung entdeckt.

So war die Zahnfee in dieser Nacht nicht arbeitslos, und Anna-Lena bekam ihre Belohnung.

 

Wochenspiegel aus Juni 2005


Kunstprojekt zu Gunsten krebskranker Kinder

Um es ganz schnörkellos zu sagen: Ohne soziales Bewusstsein und ehrenamtliche Tätigkeit ginge unsere Gesellschaft den Bach runter.

Viele unserer Kindergarteneltern sind ehrenamtlich tätig, z. B. im Sportverein, in der Feuerwehr oder auch in kirchlichen Aufgabenfeldern. Und auch Kinder können schon früh für andere etwas tun.

Das Bewusstsein für ein soziales Miteinander möchten wir ihnen im Kindergarten vermitteln. Am Anfang stand ein Kunstprojekt in der Bärengruppe. Die „Bären" sollten unterschiedliche Maltechniken kennenlernen und sich mit Kunst auseinandersetzen. „Kunst", was ist das überhaupt?

Nach gemeinsamem Nachdenken fanden unsere Kinder folgende Definition: „Kunst ist alles, was schön ist und was man selbst gemacht hat!" Und beim Selbermachen geschah es dann, dass zwei Kinder, die sonst manchmal um die Vorherrschaft in der Gruppe kämpfen, auf einmal zusammen ganz friedlich ein Blatt gestalteten. Sie hatten nämlich ein gemeinsames Ziel. Die schönen Bilder sollten verkauft werden.

Von dem Erlös wollten sie zunächst neues Spielzeug kaufen. Doch dann hatte die Gruppe eine andere Idee: „Wir wollen kranken Kindern helfen!" Unterstützt von der Praktikantin Kerstin Voß stellten die Erzieherinnen Gabriele Richter-Cybulski und Irene Machens den „Bären" unterschiedliche Möglichkeiten vor. Diese entschieden sich für den Verein „Regenbogen", der krebskranke Kinder und ihre Angehörigen betreut. Ein Ausstellungsort war auch bald gefunden, nämlich die Hohenhamelner Filiale der Kreissparkasse. Dort kann man die Bilder jetzt bewundern und kaufen! Und um Sie, liebe Leser, zu informieren, haben Nico, Oliver, Johanna und Tim stellvertretend für die „Bären" den folgenden Brief verfasst:

„Liebe Hohenhamelner, wenn ihr das toll findet, was wir machen, dann könnt ihr in die Sparkasse kommen. In der Sparkasse sind Bilder zu verkaufen. Wir Kinder aus der Bärengruppe haben die gemalt. Es sind schöne Bilder. Das Geld bekommen die armen Kinder im Krankenhaus für Medizin. Alle sollen helfen!"

Über das Ergebnis werden wir später berichten.

PS: "Liebe Hohenhamelner, vielen Dank, dass ihr uns geholfen habt und dass ihr die Bilder gekauft habt. Wir haben viel Geld bekommen - 241 Euro! Danke! Die Bären."

 

PAZ-online.de vom 14. Juni 2005


Hohenhameln / Bilder für krebskranke Kinder malen

Bilder für krebskranke Kinder malenKunst mit Kindern“ war im evangelischen Kindergarten „Klein Lummerland“ in Hohenhameln angesagt und herausgekommen ist ein Projekt, das krebskranken Jungen und Mädchen helfen soll: Die „Bärengruppe“ hat Bilder gemalt, die jetzt für den Verein „Regenbogen“ verkauft werden sollen. Die Werke sind in der Kreissparkasse ausgestellt.

Die Gruppenerzieherinnen Gabriele Richter-Cybulski und Irena Machens sowie Jahrespraktikantin Kerstin Voß probierten mit den Kindern verschiedene Maltechniken aus und es entstanden schöne, ausdrucksstarke Motive. „Und“, so dachten sich die Kindergartenbären, „wenn wir die Bilder so schön finden, mögen sie vielleicht auch andere und geben uns Geld“.

Eigentlich sollte Spielzeug vom Erlös der Aktion gekauft werden, aber „weil teilen wichtig ist“, schlug Richter-Cybulski vor, einen Teil des Geldes zu spenden. Gemeinsam überlegte die „Bärengruppe“ mit den Erzieherinnen und dann fiel die Entscheidung zu Gunsten krebskranker Kinder.

Nico, Johanna, Tim und Oliver formulierten für die ganze Gruppe: „Das Geld bekommen die armen Kinder, die im Krankenhaus liegen, für Medizin.“ Es kam der Kontakt zu „Regenbogen“, dem Hildesheimer Verein zur Förderung und Unterstützung krebskranker Kinder und deren Angehörigen zustande, Vorsitzende Irma Plünnecke beglückwünschte die Hohenhamelner Kinder zu ihrem Entschluss. „Der Regenbogen gilt als Symbol dafür, dass nach jedem Unwetter die Sonne wieder scheinen kann“, heißt es auf dem Info-Blatt des Vereins.

Das Hauptanliegen des 1989 gegründeten Vereins liegt im „Erfahrungsaustausch zur Bewältigung der immensen Probleme, welche die schwere Krankheit für Kinder mit sich bringt“. Eltern erkrankter Kinder berichten von den kaum zu ertragenden physischen und psychischen Belastungen, von finanziellen Schwierigkeiten gar nicht zu sprechen.

Durch den Erlös aus Veranstaltungen und Spenden soll Kindern und Eltern der Krankenhausaufenthalt erleichtert werden. Nachsorgekliniken werden unterstützt, Spielzimmer neu ausgestattet. „Die finanzielle Unterstützung von Typisierungsaktionen hat dazu beigetragen, dass für mehrere Kinder ein passender Knochenmarkspender gefunden wurde“, schrieb die „Regenbogen“-Vorsitzende den Kindergarten-Bären. „Jeder sollte sich bewusst sein, dass man von einem Tag auf den anderen vom Betrachter zum Betroffenen werden kann“, heißt es weiter.

Kindergartenleiterin Martina Orwat freut sich über die Idee der „Bären“-Kinder: „40 Euro haben sie schon eingenommen, es wäre schön, diese Summe durch den weiteren Verkauf der Bilder in der Sparkasse noch zu erhöhen“, sagte sie.

Michael Schröder, Hohenhameln

 

Wochenspiegel vom 7. Juli 2005


Bauhof der Gemeinde Hohenhameln

Kennen Sie die fleißigen Möbelpacker auf dem Foto? Na ja, zugegeben, erkennen kann man nur Pascal. Aber die anderen Jungs aus der Dackel-Gruppe haben natürlich genauso fleißig beim Umräumen für das Schulanfänger-Programm mitgeholfen. „Das war toll. Es war schwer, aber es hat richtig Spaß gemacht", war das einhellige Urteil von David, Jan und Pascal.

Wenn Sie genau hinschauen, gab es auch noch einen Großen, der mitgeholfen hat: Thomas vom Bauhof der Gemeinde Hohenhameln. Er und seine Kollegen Cord und Uwe sind im Kindergarten Klein Lummerland gute Bekannte. Wenn Sand auf dem Außengelände auszutauschen ist, Spielgeräte repariert oder z. B. im Winter die Wege gestreut werden müssen, damit niemand auf die Nase fällt, sind die Männer vom Bauhof stets zur Stelle.

Im Kindergarten sind wir derzeit ein reines Frauenteam. Da ist männliche Präsenz für die Jungen besonders wichtig. Und wenn der Bauhof kommt, dürfen sie mithelfen, wo es geht. Wenn's gefährlich wird, bekommen wir schon rechtzeitig zu hören: „Mensch, nehmt doch bloß einer mal die Kinder hier unter den Füßen weg!" Das finden die Jungs sehr bedauerlich, aber beim nächsten Mal sind sie wieder zur Stelle: „Bei meinem Papa, da mach ich auch so was!"

Herr Nitschkowski hat im Jahre 2000 die Leitung des Bauhofs von Herrn Schubert übernommen und schickt seine Männer immer dann zu uns, wenn sie gebraucht werden. Ein Anruf bei der Gemeinde genügt.

Es gibt beim Bauhof acht fest angestellte Mitarbeiter, einen Busfahrer, von dem wir in diesem Jahr ja schon gehört haben, zwei Tischler, zwei Maurer, einen Gärtner, einen Schlosser und einen Elektriker. Es sind das gesamte gemeindeeigene Straßennetz mit Fußwegen zu betreuen, elf Ortschaften, zehn Gemeinschaftshäuser, neun Feuerwehrgebäude, gemeindeeigene Wohnungen, zwei Friedhöfe, Hallenbad und Sporthalle Mehrum, 25 Spielplätze und fünf Kindergärten. Die Liste der Aufgaben ist sehr lang.

Herr Nitschkowski, etwas fotoscheu, hat sich aber zumindest zu einem Statement durchgerungen: „Die Aufgabe ist vielfältig. Wir machen alles selbst und bekommen immer wieder neue Aufgaben. Da ist es schön, wenn die Leute zufrieden sind. Es gibt zwar auch mal Ärger, aber ansonsten macht der Job Spaß. Letztens habe ich was Nettes erlebt. Dar war ich beim Einkaufen und höre, wie ein Junge auf mich deutet und zum anderen sagt »Du, den kenn' ich, den hab ich schon mal im Kindergarten gesehen.« Und der andere antwortet: »Ja, das ist von meinem Freund der Papa. Den kenn' ich besser!« — Es ist für uns schön, wenn die Kleinen an der Straße stehen und uns zuwinken und die Arbeit nicht so anonym ist. Bei Firmen hat man häufig immer wieder andere Mitarbeiter. Aber die Leute vom Bauhof, die kennt man."

 

Wochenspiegel aus September 2005


Ausflug ins "Hans-Hampf-Labyrinth"

Waren Sie schon einmal in einem Hanffeld? Wüssten Sie, dass man aus Hanf Kleidung, Segel und Seile herstellt? Zwanzig „Hasen" wissen das jetzt, denn sie haben mit Eltern und Erzieherinnen einen Ausflug ins Hanf-Labyrinth in Wendhausen gemacht.

Hanf scheint für unsere Kinder ein schweres Wort zu sein. „Hans" und „Hampf" waren offensichtlich viel leichter auszusprechen. Aber auf jeden Fall ist ein solches Feld ein großes Abenteuer. Einige der „Hasen" hatten das schon im letzten Jahr erlebt. Sie waren also „alte Hasen" und hatten überhaupt keine Angst, in das riesige grüne Dickicht hinein zu laufen. Sie machten den Kleinen und auch den Großen vor, wie's geht: die Eintrittskarte gut festhalten, mutig auf die Suche nach den versteckten vier Stationen gehen und dort jeweils einen Stempel auf die Karte drücken, um später einen Apfel und ein Glas Saft als Belohnung zu bekommen.

Erfreulicherweise ist niemand im Labyrinth verloren gegangen. Und auch das Wetter spielte mit. Der Apfelkuchen, den Frau Schröter vorsorglich mit den Kindern gebacken hatte, war in fröhlicher Runde ratz-fatz verzehrt.

 

Wochenspiegel aus Oktober 2005


Ev. Kindertagesstätte Klein Lummerland:
Erntedankfest in der Scheune

Derzeit wird die ev. St. Laurentius-Kirche in Hohenhameln renoviert. Deshalb zogen wir am Dienstag, 4. Oktober, mit 145 Kindern zu Brandis in die große Scheune am Hahnendamm. Wie man auf dem Foto sehen kann, war sie noch vom Sonntag wunderschön geschmückt. In solch einer Scheune fällt es leicht, an Erntedank zu denken und zu feiern.

Erntedankfest in der Scheune

Ein Fest braucht natürlich Vorbereitung: Früchte sammeln, eine Gottesdienstordnung festlegen, Lieder üben, ein Gebet mit den Kindern abstimmen und Pastor Schweda einladen. Er sollte noch eine besondere Rolle spielen.


Im vergangenen Jahr hatten wir von den Kindern erfahren, was ganz unverzichtbar zu einem Gottesdienst gehört, nämlich „die Glocken" und „der Mann im schwarzen Mantel". Aber die Glocken läuteten damals nicht, und Pastor Schweda war durch einen Außentermin verhindert. Diesmal aber war er da. Vor den Kindern zog er zunächst seinen Talar über und erklärte, warum er ihn in einem Gottesdienst trägt. Dann hielt er eine kurze, lebendige Ansprache.

Bei einer so großen Kinderschar kann es gar nicht ganz leise sein, und es werden auch nicht alle immer aufpassen. Um so überraschender war für uns, dass die Kinder sich hinterher eifrig darüber austauschten, was Pastor Schweda ihnen zuvor über seinen „schwarzen Mantel" erzählt hatte.

Jannis: „Der Pastor hat 'ne Uniform, so wie ein Polizist oder ein Feuerwehrmann." Leonhard: „Die Uniform heißt Talar, die ist ganz schwarz." Erzieherin: „Und warum zieht er den schwarzen Mantel an?" Niklas: „Der zieht den schwarzen Mantel an, weil er Gott ganz nah ist." Laura: „Nee, der ist doch nicht Gott!" Henrik: „Der zieht den schwarzen Mantel an, weil er was von Gott erzählen will." Pia: „Nee, das stimmt nicht." Marco: „Der zieht den schwarzen Mantel an, weil er was von Gott erzählen will." Henrik: „Also das stimmt auch nicht, der zieht den schwarzen Mantel an, damit die Menschen nicht abgelenkt werden, wenn er von Gott erzählt." Leonhard: „Wenn er nämlich bunte Sachen anhat, gucken sich alle die Sachen an und hören nicht genau zu."

Kindermund tut Wahrheit kund. Deshalb zum Abschluss - nicht ganz ernst gemeint - ein pädagogischer Rat: Wenn Ihre Kinder Ihnen einfach nicht zuhören wollen, versuchen Sie es doch einmal mit Ihrem schwarzen Mantel.


Wochenspiegel aus Oktober 2005


Ev. Kita Klein Lummerland:
„Igel" und „Hasen" schnuppern Zirkusluft

Zu unserer „Igelgruppe" gehören 20 Kinder, eines davon mit einer Behinderung. Eine solche Einzelintegration gibt es nun schon im vierten Jahr. Wir sind sehr froh, dass Kommune, Kirchenvorstand und Elternbeirat uns dabei unterstützen.


Menschen mit einer Behinderung lernten die „Igel" erstmals kennen, als ihre zweite Ebene von Gehörlosen umgebaut wurde. Fasziniert erlebten sie, wie Menschen sich in Gebärdensprache miteinander verständigen können.

Vor kurzem nun organisierte Marita Semper, die Gruppenleiterin der „Igel", einen Ausflug für Eltern und Kinder zum Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte in Hildesheim. Zirkus Baldoni hatte dort eine Woche lang mit den gehörlosen Kindern trainiert.

Und nun gaben diese ihre erworbenen Fähigkeiten in einer Vorstellung zum Besten. Und weil dafür noch Plätze frei waren, durften die Eltern und Kinder unserer „Hasengruppe" auch mit.

Zirkusvorstellung mit gehörlosen Kindern

Die „Igel" und „Hasen" waren von der Zirkusvorstellung so begeistert, dass sie drei Stunden wie gebannt zusahen. Was war das Besondere? Sie erlebten: Wie im Kindergartenalltag gab es keine großen Unterschiede zwischen Kindern mit und ohne Behinderung. Alle lachten gemeinsam über die lustigen Szenen. Malin hatte auch eine Erklärung bereit: „Die Frau [eine Gebärdendolmetscherin] hat mit ihren Händen gespielt. Da haben die anderen alles verstanden!"

Zurück in Hohenhameln, probierten die Kinder sogleich selber Kunststücke aus. Sie jonglierten mit Tüchern, Bällen und Tellern.

Für unsere Kinder ist klar: Manchmal kommt ein Kind in unsere Gruppe, das muss etwas Bestimmtes lernen. Dann beobachten sie ganz genau, wie wir Erwachsenen mit diesem Kind umgehen, und ahmen unser Verhalten nach. Dass sie nur ungefähr wissen, was eine Behinderung ist, ist nicht wichtig. Entscheidend ist: Für sie gehören Menschen mit einer Behinderung zur Gruppe dazu.

 

Gemeindebrief Ausgabe Oktober-November 2005 Nr. 6


Halt für unterwegs...

Seit drei Tagen fragt mich Ralf (6 Jahre, die Kindernamen sind aus gegebenem Anlass verändert): „Du, Frau Orwat, kann ich bei dir basteln?" Ich gebe ihm Papier und einen Stanzlocher. Ralf ist darauf mit Feuereifer bei
der Sache. Dann bittet er: „Schreibst du mir mal 'Anne' auf Papier?" Ich erfülle seinen Wunsch, und er überträgt den Namen in ein aufgemaltes Herz. Seinen eigenen schreibt er dazu. „Den Brief lege ich Anne ins Fach, ich bin

nämlich in sie verliebt!" Anne ist fünf und in einer anderen Gruppe. Ich bin neugierig: „Was magst du denn an ihr?" Seine Antwort ist umwerfend: „Na, alles!" „Warum gibst du ihr den Brief nicht selber? Woher soll sie wissen, dass du ihr den Brief geschrieben hast?" Ralf (entrüstet): „Na, steht doch drauf!" Danach malt er weiter: „Weißt du, was das werden soll?" Ich: „Ein Auto?" Er nickt und malt das Auto schwarz an. Dann stanzt er zwei Männchen aus und klebt sie auf das Auto, das eine davon kopfüber. „Mit Anne eine Party im Auto feiern, wär' das Größte. Guck' mal, wie die sich freuen. Einer steht sogar Kopf. So, und nun bringe ich den Brief ins Fach." Ich erkundige mich: „Antwortet sie dir?" Er traurig: „Nein, leider nie!"

Mittags spreche ich Annes Mutter darauf an. „Ja", sagt sie, „Anne wird das zuviel. Er möchte ihr manchmal ein Küsschen geben, und sie mag das nicht. Ich hab schon mit Ralfs Mutter gesprochen, die ich gut kenne. Sie hat versucht, ihm die Situation zu erklären. Und seit Ralf ein bisschen Abstand hält, sagt Anne: 'Eigentlich möchte ich wieder mit ihm spielen!' Ich sammle nun all diese Liebesbriefe - für später!"

Nicht nur Erwachsene sind unterwegs. Auch Kinder müssen lernen, mit ihren Gefühlen und manchmal mit ihren Enttäuschungen umzugehen. Halt gibt ihnen, wenn sie mit ihren Sinnen erleben können, was christlichen Glauben ausmacht. Sie wollen sehen, anfassen, begreifen... Eine Momentaufnahme davon haben wir mit der Kamera festgehalten:

Jesus ist wie die Sonne. Wo er ist, ist Licht und Wärme. Wie die Sonne, so schickt er uns seine Strahlen. Und ein Strahl davon gehört mir ganz allein.

Jesus Christus, unsere Sonne

Auf dem Foto verzieren Kinder gerade ihren eigenen Strahl.

Martina Orwat

 

Wochenspiegel aus November 2005


Neues aus Klein Lummerland:

Auf die Räder, fertig, los!

Unter diesem Motto stand der Tagesablauf der vergangenen Wochen der Igelkinder aus der Kindertagesstätte Klein Lummerland.

VerkehrserziehungKinder im Alter von drei bis sechs Jahren nehmen schon aktiv am Straßenverkehr teil und sollten früh das richtige Verhalten lernen. Die Igelkinder gingen mit ihren Erzieherinnen auf Exkursionen, auf denen sie sich wichtige Verkehrszeichen ansahen. Sie lernten die Bedeutung der Schilder und übten an Ort und Stelle das jeweilige richtige Verhalten.

Ein ganz wichtiger Aspekt in der Verkehrserziehung ist die Wahrnehmung jedes Kindes. In den Turnstunden, während des Freispieles auf dem Flur und auf dem Außengelände galt es nun Gehör, Sehvermögen und Geschicklichkeit zu trainieren.

Dafür verwandelten die Igel sich in ihrer Fantasie in Autos, Fahrräder oder Roller. Sämtliche Dinge, die Rollen oder Räder hatten, wurden kräftig genutzt. In unserer Kindertagesstätte treffen sich viele Kinder. Dadurch entsteht bei der Fahrzeugnutzung auf dem Flur oft „verkehrswidriges" Verhalten.

Diese Tatsache brachte die Igel auf die Idee, eine Ampel zu bauen und sie dann vor unserem Gruppenraum zu postieren. Die Ampel zeigt schon positive Wirkung.

An einem Freitagnachmittag trafen sich Igeleltern, Erzieher und Kinder, um gemeinsam in den Verkehrsgarten nach Peine zu fahren. Dort testeten alle Igel auf Rollern und Fahrrädern ihr neu erlerntes Wissen. Auch Eltern nahmen aktiv am Verkehrsgeschehen teil. Trotz kleinerer „Unfälle" hatten alle viel Spaß.

Das gemeinsame Abendessen im Eisenbahnwagen bildete den Abschluss an diesem Tag. Abgeschlossen ist dieses Projekt aber noch lange nicht!

 

Wochenspiegel aus November 2005


Ev. Kita Klein Lummerland:
Zu Besuch bei der "Rübenmaus"

Jetzt ist die große Zeit der Zuckerrüben. Die Felder werden abgeerntet, und von der Zuckerfabrik Clauen bringt der Wind den typischen Verarbeitungsgeruch nach Hohenhameln mit. Man sollte meinen, in einem solchen Umfeld weiß jedes Kind, wie der Zucker in die Tüte kommt. Aber dem ist nicht so. Leonhard aus der Evangelischen Kindertagesstätte „Klein Lummerland" kannte sich zwar genau aus, weil er mit seinem Papa schon oft auf dem Feld gewesen war, doch für viele andere „Tigerenten" war es eine unbekannte Welt. Darum machten sie sich mit Eltern und den Erzieherinnen Petra Fette und Elisabeth Schröder in Richtung Stedum auf den Weg, chauffiert von Matthias Rogge im Feuerwehr-Ausflugswagen aus Harber.

Ein Rübenfeld hat es in sich, besonders bei nassem Wetter. Schon nach kurzer Zeit klebten an den Gummistiefeln der Kleinen und Großen dicke Erdklumpen, was der Freude aber keinen Abbruch tat. Es war ja so spannend, eine „Rübenmaus", diese große Maschine, die am Feldrand Rübenberge auf Transportwagen lädt, einmal in Aktion zu erleben. Selbst die Väter waren von der modernen, infrarotgesteuerten Technik begeistert.

Zu Besuch bei der "Rübenmaus"

Eine „Rübenmaus" hat einen stolzen Preis, ca. 300.000 Euro. So viel kann ein Landwirt allein nicht aufbringen. Deshalb haben sich im Hohenhamelner Raum 90 Landwirte zur Gemeinschaft „Bördemaus" zusammengeschlossen, um 1600 ha Anbaufläche überhaupt bewältigen zu können. Die Zukunft für sie sieht leider nicht rosig aus. Der Konkurrenzdruck von billigem Rohrzucker, der mit wenig Rücksicht auf Umweltschäden in Übersee produziert wird, ist groß. Seitens der EU will man als Folge die Anbauquoten für Zuckerrüben verringern und den Preis um 1/3 senken. Das würde für die hiesigen Landwirte pro Hektar Mindereinnahmen von ca. 1000 Euro bedeuten und manche Existenz bedrohen.

Solche dunklen Gedanken mussten sich die Kleinen nicht machen. Für sie war alles aufregend und neu: „Aus zehn Zuckerrüben gewinnt man eine Tüte Zucker." Gehört, getan! Die erforderlichen Zuckerrüben wurden eingesammelt und nach Hohenhameln mitgenommen. Zwar mussten alle Gummistiefel draußen bleiben, aber die schmutzigen Zuckerrüben durften mit hinein in den Kindergarten. Nun hieß es waschen, schnibbeln, kochen... Ein Zehn-Liter-Topf wurde randvoll aufgesetzt und kochte prompt über. „Iih, das stinkt wie in der Zuckerfabrik!" Und zwar auch noch am nächsten Tag... Und der Erfolg? Ein kleines Marmeladeschälchen voll Sirup! Die Kinder konnten es kaum fassen: So viel Arbeit und dann so wenig Ausbeute. Aber toll war dieses Abenteuer trotzdem!

 

Wochenspiegel aus Dezember 2005


"Hasen" bei der Seniorenfeier im Advent

Der Kirchenkreis Peine betreut im Süden Afrikas mit „Borwa II" ein Projekt, das Kindern einen Platz zum Leben gibt und ihnen eine Schulausbildung ermöglicht. Dieses Projekt hat unser Kindergarten schon seit Jahren auch zu seiner Aufgabe gemacht, und deshalb wird in den Familiengottesdiensten, die unsere Kinder mitgestalten, für „Borwa II" gesammelt. In diesem Jahr kamen am 2. Advent so 204,05 Euro zusammen.

„Borwa II" ist jedoch für die Kinder sehr weit weg. Bilder und Geschichten können die Entfernung nicht völlig überbrücken. Aber es gibt Wege, die nicht zu weit sind und die man zu Fuß gehen kann. Manche unter Ihnen erinnern sich vielleicht daran, dass Sie zu Ihrer Kindergartenzeit im Advent bei Seniorenfeiern gesungen, gespielt, getanzt und dabei den Zuschauern viel Freude bereitet haben. So war es auch in diesem Jahr. Die „Hasen" wollten den Senioren des DRK eine Freude machen. Und wie macht man das? Es beginnt schon bei den Vorbereitungen. Zunächst mussten die Rollen für „Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald" verteilt werden. Das war gar nicht so einfach. „Ich, ich, ich..." rief es, als es um die Rolle der Hexe ging. Eine Einigung kam nicht zustande, und so beschlossen wir, „Hänsel und Gretel" zweimal aufzuführen - mit je unterschiedlicher Besetzung!

Dann hieß es Kostüme einpacken und sich anziehen. Dabei war das nächste Hindernis zu überwinden. Ein paar Schuhe fehlten. Als endlich niemand mehr draußen kalte Füße bekommen musste, machten wir uns mit dem Bollerwagen auf den Weg. Vor den Wagen hatten wir Rentiere gespannt. Die Deichsel hatte aber nur zwei Plätze. „Ich, ich, ich will ein Rentier sein! Ich, ich, ich will vorne im Wagen sitzen. Ich, ich, ich will aber hinten sitzen. Wenn ich nicht fahren darf, geh ich jetzt nach Hause!" Vielleicht können Sie sich schon vorstellen, wie wir das Problem gelöst haben: Abwechseln und teilen, den ganzen Weg bis zum Dorfgemeinschaftshaus! Dort angekommen, hieß es: „Psst, ganz leise ausziehen, die wissen nicht, dass wir kommen!" Und dann hieß es: Warten! Schließlich klopfte Petra an die Tür. Sie öffnete sich: „Noch nicht, wir trinken erst noch ein Gläschen Wein!" - Wieder warten! Doch dann machten wir den Senioren eine Freude. Dass das gut geklappt hat und welch enger Kontakt entstand, zeigt das Foto. Aber danach: der Rückweg...

Es gäbe noch Vieles zu berichten, doch hier soll's genug sein. Vielleicht können Sie sich jetzt vorstellen, wie „besinnlich" die Adventszeit manchmal in einer Kindergartengruppe sein kann.

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